Schicksal Sprüche – leben

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Mit seinem Schicksal ist keiner zufrieden, Noch unzufrieden mit seinem Talent.

Deshoulières, Verschiedene Betrachtungen (Réflexions diverses)

– Da kommt das Schicksal – Roh und kalt Faßt es des Freundes zärtliche Gestalt Und wirft ihn unter den Hufschlag seiner Pferde – – Das ist das Los des Schönen auf der Erde!

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 4. Akt, 12. Auftritt, Thekla

Schicksal ist nie eine Frage der Chance, sondern eine Frage der Wahl.

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Was kommen soll, kommt nicht ohne unser Zutun, aber anders als wir denken. Der Mensch ist nicht Herr seiner Taten; wie rein unser Wollen auch sein möge: unser Handeln wird bestimmt durch eine Menge Antriebe und Verhältnisse, die außer uns liegen, aber in uns wirken.

Bodenstedt, Die letzten Falkenburger, 1887

Unsere Schicksale sind nicht außer uns, sondern in uns und unserem Willen.

Grosse, Maria Mancini, 1871

Was wir Schicksal nennen, ist selten mehr, als die Wirkung einer äußeren, unabwendbaren Gewalt, als der Segen oder Fluch, den unsere inneren Bedingungen über uns bringen.

Wachenhusen, Die neue Lorelei. Roman vom Rhein, 1877

Überhaupt ist das Los des Menschen und seine Bestimmung zur irdischen Glückseligkeit weder ans Herrschen noch ans Dienen geknüpfet. Der Arme kann glücklich, der Sklave in Ketten kann frei sein; der Despot und sein Werkzeug sind meistens, und oft in ganzen Geschlechtern, die unglücklichsten und unwürdigsten Sklaven.

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Zweiter Teil. Neuntes Buch. IV. Die Regierungen sind festgestellte Ordnungen unter den Menschen, meistens aus ererbter Tradition

Träumen von Glück, aufstehen zu Sorgen, das ist jedes Los, der lebt und liebt.

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Das Schicksal entreißt nichts, was es nicht erst gegeben hat.

Seneca, Von der Unerschütterlichkeit des Weisen oder Von der Stärke des Weisen (De Constantia Sapientis). 5. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt, 1923

Das Schicksal [...] ist ein vornehmer, aber teurer Hofmeister.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. Zweites Buch. Neuntes Kapitel

Wer sich seine Lebensschicksale selbst zu bestimmen weiß, ist in der Regel doch nur ein Egoist.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Es führt das Schicksal an verborgnem Band Den Menschen auf geheimnißvollen Pfaden, Doch über ihm wacht eine Götterhand, Und wunderbar entwirret sich der Faden.

Schiller, Turandot, Prinzessin von China. Ein tragicomisches Märchen nach Carlo Gozzi, 1801. 4. Aufzug, 5. Auftritt, Altoum. Originaltext

Nicht wie dein Schicksal sich gestaltet, sondern wie du dich mit ihm abfindest, bedingt dein Lebensglück.

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Es gilt, sein Schicksal hinzunehmen, es zu lieben und es umzuschaffen zu etwas Besserem; Ziel und Methode sind damit gegeben.

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Anfangs wollt' ich fast verzagen, und ich glaubt', ich trüg es nie; und ich hab es doch getragen, aber fragt mich nur nicht wie.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Junge Leiden, entst. 1817-1821, Erstdruck 1922. Heine dichtete diese Zeilen auf einem Ball mit Bezug auf seine Schuhe, die ihn fürchterlich drückten

Ein Menschenschicksal, ach! es ist so wenig! Ein Menschenschicksal, ach! es ist so viel!

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Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Das Schicksal ist nichts Unpersönliches. Es wäre nicht, was es heißt, wenn nicht der Schickende hinter ihm stände.

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Schicksal ist dem Weisen in seiner menschlichen Sprache unwandelbarer Wille der unwandelbaren Liebe.

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Tragen muß der Mensch, was ihm die Götter senden.

Euripides, Die Phönikerinnen, 410/409 v. Chr. Übersetzt von Friedrich von Schiller, 1789. Polynices

Ein Mensch, der mutig sein Schicksal bejaht, die Verantwortung dafür übernimmt und sich frei dafür entscheidet, wird dadurch tiefer und wesentlicher, während ein Mensch, der die Verantwortung ablehnt und sich der Aufgabe zu entziehen sucht, bedeutungslos und flach wird.

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