Schicksal Sprüche – sinn

118 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Schicksal sinn

Was oft die Menschen denken, Worauf ihr Sinn gericht, Kann Gott bald anders lenken, Sein Will' ist unser nicht.

Titz, J. P., Gedichte. Aus: In coelis sancti Jubila vera canunt, 1652

Wer das wahre Kreuz bei sich trägt, über den hat der Teufel keine Macht, aber das wahre Kreuz ist weder eins von Silber noch von Gold, sondern es ist der Sinn, der willig und mit Dank trägt, was ihm Gott auferlegt.

Internet

Die Weisesten merken höchstens nur, wie das Schicksal sie leitet und sind es zufrieden.

Internet

Dunkel und verhüllt sind die Endzwecke des Schicksals und doch befördern wir täglich durch unser Tun und Denken – wenn auch scheinbar das Gegenteil – den geheimen Gang desselben.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Ein konsequenter Mensch glaubt an das Schicksal, ein launenhafter an den Zufall.

Internet

Schicksal ist nie eine Frage der Chance, sondern eine Frage der Wahl.

Internet

Überhaupt ist das Los des Menschen und seine Bestimmung zur irdischen Glückseligkeit weder ans Herrschen noch ans Dienen geknüpfet. Der Arme kann glücklich, der Sklave in Ketten kann frei sein; der Despot und sein Werkzeug sind meistens, und oft in ganzen Geschlechtern, die unglücklichsten und unwürdigsten Sklaven.

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Zweiter Teil. Neuntes Buch. IV. Die Regierungen sind festgestellte Ordnungen unter den Menschen, meistens aus ererbter Tradition

Wer sich seine Lebensschicksale selbst zu bestimmen weiß, ist in der Regel doch nur ein Egoist.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Es gilt, sein Schicksal hinzunehmen, es zu lieben und es umzuschaffen zu etwas Besserem; Ziel und Methode sind damit gegeben.

Internet

Das Schicksal ist nichts Unpersönliches. Es wäre nicht, was es heißt, wenn nicht der Schickende hinter ihm stände.

Internet

Ein Mensch, der mutig sein Schicksal bejaht, die Verantwortung dafür übernimmt und sich frei dafür entscheidet, wird dadurch tiefer und wesentlicher, während ein Mensch, der die Verantwortung ablehnt und sich der Aufgabe zu entziehen sucht, bedeutungslos und flach wird.

Internet

Je in einen größern Chor der Harmonie, Güte und Weisheit aber diese meine Mutter gehört, je fester und herrlicher die Gesetze sind, auf der ihr und aller Welten Dasein ruhet, je mehr ich bemerke, daß in ihnen alles aus einem folgt und eins zu allem dienet, desto fester finde ich auch mein Schicksal nicht an den Erdenstaub, sondern an die unsichtbaren Gesetze geknüpft, die den Erdenstaub regieren. Die Kraft, die in mir denkt und wirkt, ist ihrer Natur nach eine so ewige Kraft als jene, die Sonnen und Sterne zusammenhält; ihr Werkzeug kann sich abreiben, die Sphäre ihrer Wirkung kann sich ändern, wie Erden sich abreiben und Sterne ihren Platz ändern; die Gesetze aber, durch die sie da ist und in andern Erscheinungen wiederkommt, ändern sich nie. Ihre Natur ist ewig wie der Verstand Gottes, und die Stützen meines Daseins (nicht meiner körperlichen Erscheinung) sind so fest als die Pfeiler des Weltalls. Denn alles Dasein ist sich gleich, ein unteilbarer Begriff, im Größesten sowohl als im Kleinsten auf einerlei Gesetze gegründet. Der Bau des Weltgebäudes sichert also den Kern meines Daseins, mein inneres Leben, auf Ewigkeiten hin.

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Erster Teil. Erstes Buch. I. Unsre Erde ist ein Stern unter Sternen

Schicksal ist das, was so ist, wie es ist, ohne daß man sagen könnte, warum, und das woran alle Klugheit und Überlegung menschlicher Handlungen nichts ändern kann.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XX - Schï Gün Lan. 3. Kapitel: Erkenntnis der Amtspflichten / Dschï Fen

Größer noch als die »Sinnlosigkeit« des Schicksals ist seine Gerechtigkeit.

Bauer, Christian Morgensterns Leben und Werk, 1933 (Vollendet von Margareta Morgenstern und Rudolf Meyer. Mit Beiträgen von Friedrich Kayssler und anderen)

Schicksal und sich schicken scheinen mir nicht ohne Bedeutung nahe verwandt. Wie wir uns schicken, so ist unser Schicksal – Sollte dann nicht sein Schicksal leicht und gefällig werden?

Novalis, Schriften, 4 Bde., hg. von Paul Kluckhohn und Richard Samuel, Leipzig 1929

Darauf kommt es dem Schicksal auch nicht an, daß der Mensch das höchste Glück erlebe, sondern darauf, daß er sich vollende und immer mehr die Fesseln des Egoismus und der Mängel, die die Welt der Täuschungen ihm anhängt, abstreife.

Internet

Jedem Geschöpf ist nicht nur alles das von Nutzen, was ihm von der Vorsehung bestimmt wird, sondern auch zur nämlichen Zeit, am besten, wann es ihm bestimmt worden ist.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

O dieses Menschenleben! Wenn es glücklich ist, Ein Schatten kann es wandeln.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr. V. 1300f. Übersetzt von Johann Gustav Droysen, 1842

Wer die eigenen Lebensbegebenheiten durchmustert, kann nicht länger leugnen: jedes Übel ist zuletzt Quelle des Guten für uns; das Schicksal ist die unsichtbare Vaterhand Gottes.

Zschokke, Stunden der Andacht zur Beförderung wahren Christentums und häuslicher Gottesverehrung, 1809-16 (26. Auflage in 8 Bänden 1846)

Der eine sagt: "Wie man sich bettet, schläft man stets;" Der andre meint: "Wie es das Schicksal will, so geht's."

Internet

Früh schon sprach mein Schicksal zu mir: Du sollst nicht dies und du sollst nicht das, denn du würdest sonst nicht genug leiden. Früh schon sprach mein Schicksal zu mir: Dies sollst du, das, und das sollst du, das, denn du würdest sonst nicht genug leiden.

Morgenstern, Epigramme und Sprüche, 1922 (posthum)