Seele Sprüche – gedanken
273 Sprüche gefunden
Kein Schicksal vermag etwas über das Innere seiner Seele.
Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden.
Das wäre eine schwache Innerlichkeit, der das äußere Kleid aufhelfen müßte: das Innere soll dem Äußeren aufhelfen.
Es gibt viele hochbegabte Naturen, die nur selten im Stande sind, die gesammelten Schätze ihres Innern zum bündigen Ganzen zu gestalten, weil ihnen sehr oft – wie sie selbst sagen – die »rechte Stimmung« dazu fehlt.
Die Seele dieses Menschen sitzt in seinen Kleidern.
Wer in sich blickt, der findet eine Welt, die schadlos er für die da draußen hält.
Über die Seele haben wir durch Vorsatz und Sammlung des Gemüts eine große Gewalt.
Dem rauhen Troß verbirg, verhehle Das Lenzgeheimnis deiner Seele.
Jede Seele ist so groß wie die Welt und in jeder Seele ist Raum genug, daß sich darin alle Tragödien der Welt von neuem abspielen, wie auch die Pfütze groß genug ist, um die ganze Sonne darin zu fassen.
Vergönne es mir, daß ich im Inneren meiner Seele schön bin und dass alle meine äußeren Reichtümer in Harmonie mit meinem inneren Ich sind.
Erkunden wollt' ich, wo der Garten Eden Und wo die Hölle sei, der Marterort; Da hört' ich meinen Meister also reden: »In dir sind beide; such sie dort!«
Die Seele des Menschen ist göttlich.
Nennt ihr das Seele, was so zage zirpt In euch? Was, wie der Klang der Narrenschellen, Um Beifall bettelt und um Würde wirbt Und endlich arm ein armes Sterben stirbt Im Weihrauchabend gotischer Kapellen, – Nennt ihr das Seele? Schau' ich die blaue Nacht, vom Mai verschneit, In der die Welten weite Wege reisen, Mir ist: Ich trage ein Stück Ewigkeit In meiner Brust. Das rüttelt und das schreit Und will hinauf und will mit ihnen kreisen ... Und das ist Seele.
Die Seele bildet den Leib.
Himmel und Hölle liegen in den Tiefen der Menschenseele.
Wie Gott alles sieht, selbst aber unsichtbar ist, so ist auch die Seele – das Wesen, unsichtbar, obzwar sie alles ist.
Ausgleich Wie des Sees Silberspiegel Leis bei halbbedecktem Himmel Jene mattverhüllte Sonne Schattenblinkend wiederscheint ... Zittert meine Seele sacht – Schwebend zwischen Licht und Dunkel – Und die Blendung ist gebrochen Und die Finsternis versöhnt.
In der Seele des Menschen befindet sich auch ein Miniaturbild von der Persönlichkeit seines Volkes.
Eine Seele ohne Gedanken muß, wie ein Gebäude ohne Einwohner, bald in Verfall geraten.
Wer seine Sinnen hat ins Innere gebracht, Der hört, was man nicht redt, und siehet in der Nacht.
Die Seele ist Gott, der in dem menschlichen Körper sein Asyl gefunden hat.