Seele Sprüche – gedanken

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Kein Schicksal vermag etwas über das Innere seiner Seele.

Humboldt, Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen, 1792. VII. Religion. (Anmerkung: Gemeint ist die Seele des innerlich Freien.)

Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden.

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Das wäre eine schwache Innerlichkeit, der das äußere Kleid aufhelfen müßte: das Innere soll dem Äußeren aufhelfen.

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Es gibt viele hochbegabte Naturen, die nur selten im Stande sind, die gesammelten Schätze ihres Innern zum bündigen Ganzen zu gestalten, weil ihnen sehr oft – wie sie selbst sagen – die »rechte Stimmung« dazu fehlt.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Die Seele dieses Menschen sitzt in seinen Kleidern.

Shakespeare, Ende gut, alles gut (All's Well That Ends Well), Erstdruck 1623. 2. Aufzug, 5. Szene, Lafeu

Wer in sich blickt, der findet eine Welt, die schadlos er für die da draußen hält.

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Über die Seele haben wir durch Vorsatz und Sammlung des Gemüts eine große Gewalt.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 29. Oktober 1834

Dem rauhen Troß verbirg, verhehle Das Lenzgeheimnis deiner Seele.

Grün, Pfaff vom Kahlenberg. Ein ländliches Gedicht, 1850. Aus: List gegen List

Jede Seele ist so groß wie die Welt und in jeder Seele ist Raum genug, daß sich darin alle Tragödien der Welt von neuem abspielen, wie auch die Pfütze groß genug ist, um die ganze Sonne darin zu fassen.

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Vergönne es mir, daß ich im Inneren meiner Seele schön bin und dass alle meine äußeren Reichtümer in Harmonie mit meinem inneren Ich sind.

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Erkunden wollt' ich, wo der Garten Eden Und wo die Hölle sei, der Marterort; Da hört' ich meinen Meister also reden: »In dir sind beide; such sie dort!«

Chayyam, Strophen des Omar Chiijam, übersetzt von Adolf Friedrich Graf von Schack 1878

Die Seele des Menschen ist göttlich.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Nennt ihr das Seele, was so zage zirpt In euch? Was, wie der Klang der Narrenschellen, Um Beifall bettelt und um Würde wirbt Und endlich arm ein armes Sterben stirbt Im Weihrauchabend gotischer Kapellen, – Nennt ihr das Seele? Schau' ich die blaue Nacht, vom Mai verschneit, In der die Welten weite Wege reisen, Mir ist: Ich trage ein Stück Ewigkeit In meiner Brust. Das rüttelt und das schreit Und will hinauf und will mit ihnen kreisen ... Und das ist Seele.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Advent, 1897

Die Seele bildet den Leib.

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Himmel und Hölle liegen in den Tiefen der Menschenseele.

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Wie Gott alles sieht, selbst aber unsichtbar ist, so ist auch die Seele – das Wesen, unsichtbar, obzwar sie alles ist.

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Ausgleich Wie des Sees Silberspiegel Leis bei halbbedecktem Himmel Jene mattverhüllte Sonne Schattenblinkend wiederscheint ... Zittert meine Seele sacht – Schwebend zwischen Licht und Dunkel – Und die Blendung ist gebrochen Und die Finsternis versöhnt.

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In der Seele des Menschen befindet sich auch ein Miniaturbild von der Persönlichkeit seines Volkes.

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Eine Seele ohne Gedanken muß, wie ein Gebäude ohne Einwohner, bald in Verfall geraten.

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Wer seine Sinnen hat ins Innere gebracht, Der hört, was man nicht redt, und siehet in der Nacht.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675. Fünftes Buch, 129. Das Innere bedarf nicht des Äußeren

Die Seele ist Gott, der in dem menschlichen Körper sein Asyl gefunden hat.

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