Seele Sprüche – klassisch

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Die trockene Seele ist am weisesten und am besten.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 98.

Die Seele, die mit Tugend geschmückt ist, gleicht einer nie versiegenden Quelle. Sie ist rein und nicht getrübt, trinkbar und süß, dient dem Ganzen, ist reich, kann nicht schaden, noch irgendetwas verderben.

Epiktet, Fragmente. Nr. 2. Übersetzt von Hans Stich, 1884

Nie hätte das Auge je die Sonne gesehen, wäre es nicht selbst sonnenhafter Natur; und wenn die Seele nicht schön ist, kann sie das Schöne nicht sehen.

Plotin, Die Enneaden. I, 6. Übersetzung bei Georg Büchmann, 1889

In der schwarzen Nacht der Seele ist es immer drei Uhr morgens, Tag für Tag.

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Die Seele wird nicht satt Ein Bürgersmann, der eine Königstochter geheiratet hatte, umgab sie mit Glanz und Herrlichkeit, jedoch vergebens: alles kam ihr gering vor, nicht der Beachtung wert, weil sie ewig ihre hohe Herkunft im Sinn hatte. So auch die Seele – mag sie der Mensch mit allen irdischen Freuden umgeben, sie wird nicht befriedigt sein, denn sie ist eine Tochter des Himmels.

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Seele: du bist eine Lust meiner Gottheit, ein Durst meiner Menschheit, ein Bach meiner Hitze.

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Keine Seele hat je vollkommenen Frieden, außer jene, die keinerlei Willen mehr hat.

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Das sind die wahren Stunden, Die meine Seele lebt, In denen durchempfunden Die Welt an mir vorüberschwebt.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Es gibt keine Kraft unter dem Himmel, welche der Menschenseele gleichkäme.

Lagarde, Deutsche Schriften, 1878-81 (5. Auflage 1920, versammelt fortlaufend alle politischen Schriften)

Aber diese große Menschen haben mich gelehrt, daß die menschliche Seele unsterblich sei, und unüberwindlich wenn sie es sein will und nur den Mut hat sich ihrer edlen Haut zu wehren.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Über die Unsterblichkeit der Seele. IV

So reicht die Erde der Seele alle ihre Schätze dar. Aber die Seele wird nie satt. Warum? Weil sie die Tochter des Himmels ist.

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Wir glauben, daß wir ewig sind, denn unsere Seele fühlt die Schönheit der Natur. Sie ist ein Stückwerk, ist die Göttliche, die Vollendete nicht, wenn jemals du in ihr vermißt wirst. Sie verdient dein Herz nicht, wenn sie erröten muß vor deinen Hoffnungen.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Rein wie das feinste Gold, steif wie ein Felsenstein, Ganz lauter wie Kristall soll dein Gemüte sein.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Ohne Geburt, ohne Tod, ohne Wandel ist die Seele. Sie steht über dem Wandel, sie steht über dem Tod, sie ist ewig wie Gott.

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Oft sagt' ich euchs: es würde nacht und kalt Auf Erden und in Not verzehrte sich Die Seele, sendeten zu Zeiten nicht Die guten Götter solche Jünglinge, Der Menschen welkend Leben zu erfrischen.

Hölderlin, Der Tod des Empedokles, entstanden 1797-1800, unvollendetes Drama, posthum veröffentlicht in drei Fassungen 1846. 1. Akt, 5. Auftritt, Empedokles

Wer immer der Seele seines Mitmenschen nützen und ihn durch Worte erbauen will, soll vor allen Dingen selbst besitzen, was er andere lehren will.

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Verleihe meiner inneren Seele Schönheit; mögen mein Äußeres und mein Inneres eins sein.

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O tiefe Wildnis, ruhsamer Wald, wie bist du in Ewigkeit jung und rein! Vom blutigen Kreuzweg der Menschen entweiht dich keine Spur. Wildnis, o Wiege verlassener Seelen! Wie ein Wandervogel auf dem Baumast, so nahm die aus Ewigkeiten kommende Seele den menschlichen Leib zur kurzen Rast, ehe sie weiter fliegt in die Ewigkeiten. Und der Leib wieder liebt es zuweilen, seitab von der heißen Pilgerstraße in der Waldwildnis zu ruhen.

Rosegger, Jakob der Letzte, 1888

Doch Schönres find' ich nichts, wie lang ich wähle, Als in der schönen Form – die schöne Seele.

Schiller, Die Huldigung der Künste. Ein lyrisches Spiel, Erstaufführung in Weimar am 12. November 1804. Poesie

Aus der Grundstimmung der Seele erwachsen die Taten.

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Tritt also der Tod den Menschen an: so stirbt, wie es scheint, das Sterbliche an ihm, das Unsterbliche aber und Unvergängliche zieht wohlbehalten ab, dem Tode aus dem Wege.

Platon, Phaidon, entstanden um 380 v. Chr. 106e. Übersetzt von Friedrich Schleiermacher, 1809