Seele Sprüche – liebe

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Dieselbe Sorgfalt wie auf den Körper muß man auch auf die Seele verwenden. Meist denkt man nicht daran und verletzt sie.

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Jede Seele aber, die zu tief fühlt, ist ein Ballon, der in den Himmel steigen möchte, und der die Grenzen der Atmosphäre nicht überschreiten kann.

Tillier, Mein Onkel Benjamin (Mon oncle Benjamin), 1843

Man kann keinem Menschen ins Herz schaun; viel weniger in die Seel', denn die steckt noch hinter dem Herzen.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Es war das große Traurige, daß eine Seele stets allein ist.

Jacobsen, Niels Lyhne, 1880. 14. Kapitel

Die Schönheit des Körpers zieht an, die der Seele bindet.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Eine schöne Seele nennt man es, wenn sich das sittliche Gefühl aller Empfindungen des Menschen endlich bis zu dem Grad versichert hat, daß es dem Affekt die Leitung des Willens ohne Scheu überlassen darf und nie Gefahr läuft, mit den Entscheidungen desselben im Widerspruch zu stehen.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Über Anmut und Würde, 1793

In der Tiefe des Gemütes verbirgt die Menschheit ihre Schätze.

Varnhagen von Ense, K. A., Vermischte Schriften, 3 Bde., 3. Auflage 1875-76. Angebliche Äußerung Rahels gegenüber Gustav von Brinckmann

Es ist keine Seele so verhärtet, daß nicht ein weicher Punkt, eine echte Regung, eine süßklingende Saite in ihr schliefen; sie wird sich freilich oft dieses inneren Schatzes nicht bewußt, wenn die Erweckung von außen fehlt.

Marlitt, Das Geheimnis der alten Mamsell, 1868

Es gibt im Seelenleben des Menschen feine, liebliche Dinge, die so zart sind, dass sie zerstört werden, wenn man sie mit Worten berührt.

Pauly, Aphorismen, 1905

Behutsam Gieb deine Hand und komm, den Atem still gesenkt, unter den Riesenbaum. Hier stirbt im Wipfelneigen mit Seufzerlaut der Wind in dämmergrauen Zweigen, die blasses Mondlicht sanft und zärtlich übersprengt. Verträumt ruht da der Blick, der nicht ans Leben denkt in trägem Schoss. Nun lass das Glück, das einst uns eigen, und all die Liebe frei und ungehemmt entsteigen gleich unserm Haar, um das sich Eulenschwirren drängt. Und lass das Hoffen! Nur das düstre Sonnenscheiden und dieses rätselschwere Schweigen lass uns beiden in unsre herbverschlossnen stummen Seelen ein. Im Frieden dieser Nacht verzagt der Worte Wille, denn wie ein Gottesfrevel muss es schreckhaft sein, erweckt man die Natur, die finster ruht und stille.

Zweig (Hg.), Gedichte von Paul Verlaine. Eine Anthologie der besten Übertragungen, hg. von Stefan Zweig 1902. Übers. von Stefan Zweig

Verstand und Gemüt schämen sich immer voreinander.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Große Seelen fühlen immer edelmütige Unterwerfung, Verehrung gegen das, was über ihnen ist; nur kleine, niedrige Seelen fühlen anders.

Carlyle, Über Helden, Heldenverehrung und das Heldentümliche in der Geschichte (On Heroes, Hero-Worship, and The Heroic in History), 1841

Nur von der Seele her kann der Himmel aufbrechen über die Erde.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Es sind oft kleine seelische Dinge, die für große Entwicklungen ausschlaggebend sind.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Arme Seele Bist du nah, und Stirn und Wange Schimmern meinem Blick – Findt die Seele wirr und bange Kaum in sich zurück. Kann das Aug, wohin ich's sende, Nichts mehr von dir sehn – Hört die Seel durch alle Wände Deinen Atem gehn. Tut am Haus die Türe klappen, Wird's so öd, so weit – Muß die arme Seel nachtappen In der Dunkelheit.

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Meine Frau ist eine wahre Seelen-Apotheke.

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Ich kenne nichts Schöneres als den Einblick in eine ruhige, von keiner Leidenschaft getrübte Frauenseele.

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Mein Leib der Erde, mein Herz Rom, meine Seele Gott.

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Es mordet seine Seele, wer sie geizig bei sich hält.

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Die Entfernung hemmt nicht der Seelen stete Verbindung.

Nietzsche, F., Briefe. An einen Freund, 6. März 1860

So viel ist wohl gewiß, daß in besondern Zuständen die Fühlfäden unserer Seele über ihre körperlichen Grenzen hinausreichen können und ihr ein Vorgefühl, ja auch ein wirklicher Blick in die nächste Zukunft gestattet ist.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 7. Oktober 1827