Seele Sprüche – zeit

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Die Seele altert nicht wie der Körper.

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Das Beste gehört nicht uns zu, und wir wissen nicht, von wem wir es haben! – Was sind wir allesamt anders als Boten, die versiegelte Gaben zu unbekannten Leuten tragen? Die größte Schlacht und das höchste Gedicht, von wem kommen und zu wem gehen sie? Kein rechter Sieger auf irgendeinem Felde wird je rufen: Dies ist mein Werk und das soll es wirken!

Raabe, Abu Telfan oder Die Heimkehr vom Mondgebirge, 1867. 9. Kapitel

Alles, was vergangen ist alles, was gegenwärtig ist alles, was zukünftig ist, das erschafft Gott im Innersten der Seele.

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Die Seele ähnelt einem Glas: ist es einmal gebrochen, so kannst du es nicht wieder zusammenfügen.

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In der schwarzen Nacht der Seele ist es immer drei Uhr morgens, Tag für Tag.

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Das sind die wahren Stunden, Die meine Seele lebt, In denen durchempfunden Die Welt an mir vorüberschwebt.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Reinertrag Was wir sammeln, was wir speichern, mag's die Erben noch bereichern, einst vergeht's. Nur der Schatz der Seelenspenden wächst, je mehr wir ihn verschwenden, jetzt und stets.

Dehmel, R., Gedichte. Schöne wilde Welt. Neue Gedichte und Sprüche, 1913

Die Zeit ist schlecht, doch gibt's noch große Seelen.

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Das Leben ist kurz, und das Gemüt ist unendlich.

Schleiermacher, F., Briefe. An Henriette Herz, 23. Juli 1798

Anfangs fällt die Gestalt im Grabe ein, dann schleift sich sogar ihr Bildnis auf dem Grabsteine hinweg; – was bleibt? Was beide erschuf, die Seele!

Jean Paul, Dämmerungen für Deutschland, 1809. 9. Schlußpolymeter

Eigentum Ich weiß, daß mir nichts angehört Als der Gedanke, der ungestört Aus meiner Seele will fließen, Und jeder günstige Augenblick, Den mich ein liebendes Geschick Von Grund aus läßt genießen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lieder

Wir leben jener, der Seelen, Tod und jene leben unsern Tod.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 77.

Nimmer vergeht die Seele, vielmehr die frühere Wohnung tauscht sie mit neuem Sitz und lebt und wirkt in diesem.

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Wir glauben, daß wir ewig sind, denn unsere Seele fühlt die Schönheit der Natur. Sie ist ein Stückwerk, ist die Göttliche, die Vollendete nicht, wenn jemals du in ihr vermißt wirst. Sie verdient dein Herz nicht, wenn sie erröten muß vor deinen Hoffnungen.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Großer Gott, lass meine Seele zur Reife kommen, ehe sie geerntet wird!

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Ohne Geburt, ohne Tod, ohne Wandel ist die Seele. Sie steht über dem Wandel, sie steht über dem Tod, sie ist ewig wie Gott.

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Du kannst vor dem davonlaufen, was hinter dir her ist, aber was in dir ist, das holt dich ein.

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Oft sagt' ich euchs: es würde nacht und kalt Auf Erden und in Not verzehrte sich Die Seele, sendeten zu Zeiten nicht Die guten Götter solche Jünglinge, Der Menschen welkend Leben zu erfrischen.

Hölderlin, Der Tod des Empedokles, entstanden 1797-1800, unvollendetes Drama, posthum veröffentlicht in drei Fassungen 1846. 1. Akt, 5. Auftritt, Empedokles

Man kann, solange die Seele arbeitet, sich nicht an längst Vollbrachtem vergnügen.

Auerbach, Sämtliche Schwarzwälder Dorfgeschichten, entstanden 1842-80 (diverse Einzeldrucke), 10 Bde., 1884. Neunter Band. Des Lorles Reinhard, 1876

O tiefe Wildnis, ruhsamer Wald, wie bist du in Ewigkeit jung und rein! Vom blutigen Kreuzweg der Menschen entweiht dich keine Spur. Wildnis, o Wiege verlassener Seelen! Wie ein Wandervogel auf dem Baumast, so nahm die aus Ewigkeiten kommende Seele den menschlichen Leib zur kurzen Rast, ehe sie weiter fliegt in die Ewigkeiten. Und der Leib wieder liebt es zuweilen, seitab von der heißen Pilgerstraße in der Waldwildnis zu ruhen.

Rosegger, Jakob der Letzte, 1888

Eine zu schnelle Kur kündigt auch bei Seelen den Rückfall an.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. 20. Hundposttag