Sterben Sprüche

Sprüche über Sterben

587 Sprüche in dieser Kategorie

Schatten sind des Lebens Güter, Schatten seiner Freuden Schar, Schatten, Worte, Wünsche, Taten; Die Gedanken sind nur wahr. Und die Liebe, die du fühlest, Und das Gute, das du tust. Und kein Wachen, als im Schlafe, Wenn du einst im Grabe ruhst.

Grillparzer, Der Traum ein Leben, 1840

Der Mensch gelangt an den Rand seines Grabes wie der Zerstreute an die Tür seines Hauses.

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Alles, was geboren wird, stirbt.

Quintilian, Anleitung zur Beredsamkeit (Institutio oratoria)

Sollte die Freiheit zu streben, die uns die Götter in allen Umständen des Lebens gelassen haben, sollte diese ein Mensch dem andern verkümmern können?

Lessing, Philotas. Ein Trauerspiel, Erstdruck 1759 (anonym), uraufgeführt 1774. 8. Auftritt, Philotas zu Strato

Der Bruder stirbt nicht, sondern sein Elend.

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Wir verlieren das Leben mit Freuden, vorausgesetzt, daß man nicht darüber spricht.

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Sterben ist entsetzlich! Und leben ohne Ehre hassenswert!

Shakespeare, Maß für Maß (Measure for Measure), Erstdruck 1623

Ich war einst nicht und bin nicht mehr. Ich weiß nichts davon.

Inschrift. Antike römische Grabinschrift

Der Todt Wann wir auß dieser Welt durch sterben uns begeben, So lassen wir den Ort; wir lassen nicht das Leben.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Ich gehe fort, – auf einen anderen Stern, auf einen helleren.

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Denn die Geister hoher Weisen schweben Nicht in Nacht sich hüllend aus dem Leben In die Wohnung der Vergessenheit. Ihre Weisheit waltet fort hier oben; Ihrer Weisheit Götterwerke loben Die Entschwebten bis in Ewigkeit. Preis und Dank für ehrenwerte Taten; Preis und Dank für das, was sie geraten, Was sie wohl geordnet, wohl bestellt; Für die Fackel, die sie hoch gehalten, Die des Irrtums Chaos zu gestalten Wandelloser Wahrheit aufgehellt.

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Man fängt seine Testamente gewöhnlich damit an, daß man seine Seele Gott empfiehlt. Ich unterlasse dieses mit Fleiß, weil ich glaube, daß solche Rekommendationen wenig fruchten, wenn sie nicht durch das ganze Leben vorausgegangen sind, solche Rekommendationen sind Galgenbekehrungen; eben so leicht als unwirksam.

Lichtenberg, Sudelbuch L, 1796-1799. [L 227]

Solange meine Freunde nicht sterben, spreche ich nicht vom Tode.

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Unmittelbar Du glatter Mann mit dem geistlichen Kleid, Ich bitte dich, lass' mich im Sterben in Ruh. Ruf' ich zu Gott in meinem Leid, So brauch' ich keinen Vermittler dazu.

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Denke zuweilen darüber nach: wer wird wohl einst deinem Sarge folgen? Wer wird wohl einst geneigt sein, für dein Grab einen Kranz zu winden?

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Tantem felix – endlich glücklich!

Inschrift. Grabinschrift

Sokrates wählte lieber den Giftbecher, als daß er seine Zunge bezähmte; aber ich weiß nicht, ob es eine Freude ist, für den Irrtum anderer zu leiden.

Schröder (Hg.), Lichtstrahlen aus Friedrichs des Großen Schriften, gesammelt von Emilie Schröder, 3. vermehrte Auflage 1912 (EA: 1882). An Voltaire, 6. Juli 1737

Jeder Tod muß mit dem Leben aus einem Stück sein. Das Sterben macht uns nicht zu andern Menschen. Ich erkläre mir den Tod eines Menschen beständig aus seinem Leben.

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Ich werde die Sonne zum letztenmal sehen!

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Wenn ich heute stürbe, glaube ich, alt genug geworden zu sein. Ich bin dann wenigstens alt genug geworden, um sterben zu können.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906