Wahrheit Sprüche – weisheit
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Alle Wahrheit ist Schönheit, und alles Unschöne ist Unwahrheit.
Wahrheit ist ein lautes Metall und hat einen harten Klang.
Es gibt keine falsche Lehre ohne irgendwelche Beimischung von Wahrheit.
Ob eine Wahrheit grob ist oder nicht, darüber kann man ihr als solcher nichts anhaben; sie entspricht ihrem Wesen, wenn sie wahr ist; und wo sie hintrifft, das ist der Ort, der sie zur Grobheit oder Höflichkeit macht.
Die Verbreitung der Wahrheit ist die erste Forderung der Sittlichkeit, und an der Betätigung dieses Grundsatzes unterscheidet sich die neue Zeit von der alten, deren Moral darauf hinauslief, keine Wahrheit zu verbreiten und nur einzelnen Bevorzugten sie vorzubehalten.
Es ist das Los des Menschen, daß die Wahrheit keiner hat; sie haben sie alle, aber verteilt, und wer nur bei einem lernt, der vernimmt nie, was die anderen wissen.
Aber keine Wahrheit ist eine Privatangelegenheit, niemand hat das Recht, sie dazu zu machen.
Die Wahrheit hat Kinder, die sie nach einiger Zeit verleugnet; sie heißen Wahrheiten.
Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist. Nicht an der Wahrheit liegt es daher, wenn die Menschen noch so voller Unweisheit sind.
Die sogenannten Wahrheiten habe ich doch ein wenig im Verdacht der Unbeständigkeit.
Der Tod tilgt alles bis auf die Wahrheit.
Wer Erscheinung als Erscheinung und das Wesen sieht als Wesen, Dringt bis zu dem Kern der Wahrheit, hat die rechte Bahn erlesen.
»Binsenwahrheiten«: Die eine Hälfte führte vor einigen Jahrhunderten auf den Scheiterhaufen; die andre besteht aus Unwahrheiten, die aus Bequemlichkeit für wahr gelten.
Nur das Wahre ist groß, das wirklich Ehrliche.
Daher hat keine Wahrheit die andere zu fürchten. Trug und Irrtum hingegen haben jede Wahrheit zu fürchten.
Die Wahrheit ist nützlicher für den, der sie erfährt, als für den, der sie sagt.
Das Wahre und Gute ist mannigfach zeitlich gefärbt und bedingt; auch z. B. das Gewissen ist zeitlich bedingt; aber die Hingebung, zumal die mit Gefahren und Opfern verbundene, an das zeitlich bedingte Wahre und Gute ist etwas unbedingt Herrliches.
Es gibt keine Wahrheit, die nicht noch wahrer wäre bei beschränkterer Denkungsart.
Die Wahrheit ist freilich etwas Verschiedenes auf den verschiedenen Ebenen des Lebens.
Jede Wahrheit, besonders, wenn sie etwas Neues an sich hat, ist einem Mißbrauch von unverständigen Leuten ausgesetzt.
Die Wahrheit ist faul wie ein Krokodil im Schlamm des ewigen Nils. Die Zeit gilt für sie nicht; es kommt ihr auf ein Menschenalter nicht an; sie ist ja ewig. Aber die Wahrheit hat einen Impresario, der, sterblich wie der Mensch, es immer eilig hat. Dieser Impresario heißt Irrtum. Der Irrtum kann nicht faul im Grab die Ewigkeiten an sich vorüberziehen lassen. Er stößt überall an und wird überall gestoßen. Allen liegt er überall im Wege. Niemand läßt ihn ruhen. Er ist der wahre Stein des Anstoßes.