Weisheit Sprüche

Weise Gedanken und Erkenntnisse

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Proleten-Weisheit Ich kann es nicht leugnen: Regierung muß sint, Doch muß auch 'mal Revolution sint: Nach langem Frieden und Sklavendruck Muß auch einmal Sensation sint. Es muß auch "stete Entwicklung" sint, Ich kann es nicht leugnen, ich löge: Was wäre sonst die ganze Wissenschaft wert, Wenn sie jählings zum Teufel flöge? Doch muß auch ein wenig Katastrophe sint, Daß die Ausnahm die Regel beweise – Selbst wenn sie den ganzen Ordnungsgang Klapps! über den Haufen schmeiße ...

Scharf, Gesammelte Lyrik und Prosa. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel und einer Rezension von Eduard v. Keyserling, hg. von Walter Hettche, Aisthesis Archiv 16, Aisthesis Verlag 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Aisthesis Verlags. Lieder eines Menschen (1892)

Der Weise sucht nicht das Vergnügen herbeizulocken, sondern den Schmerz zu vermeiden.

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Der Stein der Weisen liegt im Adlernest.

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Wann wird die echte Weisheit einst geboren? Die erste Stunde nach dem letzten Thoren!

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Der Weise schweigt. Er kennt die Gründe.

Busch, Bildergeschichten. Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter, 1883

Wie wenige Weise gibt es, die das Glück nicht ändert, deren Lasterhaftigkeit nicht mit der Gunst des Schicksals wächst.

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Das Kunststück der Lebensweisheit ist, den Schlaf jeder Art zur rechten Zeit einzuschieben wissen.

Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

Aus dem Stein der Weisen macht ein Dummer Schotter.

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Erfahrungen sind Ersparnisse, die ein Geizhals beiseite legt. Weisheit ist eine Erbschaft, mit der ein Verschwender nicht fertig wird.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). IX. Sprüche und Widersprüche

Sonderbare Gäste Daß mancher Fant bei mir gesessen, sollte mir hinterdrein übel bekommen. Er hat die Weisheit mit dem Löffel gegessen, den er von meinem Tische genommen.

Kraus, Worte in Versen I-IX, 1922-1930. III. Inschriften

Lieblingskinder der Weisheit sind gewöhnlich Stiefkinder des Glücks.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Gib mir, o Gott, Weisheit aus Erfahrung und aus – bittersten Leiden! Nur gib mir die größere nicht – aus Vergehen und Schuld!

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Wer nicht immer weiser wird, der ist nicht einmal weise.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Über die Hälfte unserer Lebenszeit handeln wir als Toren, und gar mancher muß sterben, wenn er eben begonnen hat, weise zu sein.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Zwischen Weisheit und Wissen klafft ein breiterer Abgrund als zwischen Religion und Kirche.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

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Die Weisheit hat eine größere Ähnlichkeit mit manchen unserer Jugendtorheiten als mit der nachmaligen Klugheit.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.

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Weise werden mit der Zeit Blätter gibt's viele, doch Wurzel nur eine; In all den Lügentagen meiner Jugendzeit Spreizte ich meine Blätter und Blüten im Sonnenscheine, Jetzt bin ich zur Wahrheit zu welken bereit.

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Neuheit ist nicht die Sache des Weisen.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [211.]

So, wie die Grundregel der Weisheit darin besteht, daß man sich selbst erkenne – obgleich dies das Allerschwerste ist –, so besteht auch die Grundregel der Barmherzigkeit darin, daß man sich selbst genüge [...].

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