Weisheit Sprüche

Weise Gedanken und Erkenntnisse

632 Sprüche in dieser Kategorie

Ich weiß nicht mehr, wer es sagte: „Die Weisheit schützt uns vor manchem Übel – und vor vielen Annehmlichkeiten.“

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Klassischer Weisheitsspruch: »Wo man singt, da laß dich ruhig nieder!« sagte der Simpelmaier und legte sich unter den Bienenstand.

Busch, in: Fliegende Blätter und Münchner Bilderbogen, 1859-71

Wer weise bleiben will, tue immer Gutes und erwarte immer Schlechtes dafür.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Die Weisheit ist eine vornehme Göttin, erst wenn alle anderen Götter den Abschied genommen, dann kehrt sie ein.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Weisheit ist der Tyrann der Schwachen.

Vauvenargues, Unterdrückte Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Die größte Weisheit ist, wenn man es schafft, sein Schicksal zu verbessern.

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Wirkliche Weisheit drückt sich stets sehr einfach aus.

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Der Weise rechnet stets mit allen Möglichkeiten.

Molière, Die gelehrten Frauen (Les Femmes savantes), Komödie, in Paris uraufgeführt 1672. 5. Akt, 1. Szene, Trissotin

Die Hochweisen Und stündet ihr ihm nicht bei Mit Kraft und list'gem Verstand, Gleich fiele dem lieben Gott Der Weltapfel aus der Hand!

Eyth, E., Gedichte, 2. vermehrte Ausgabe 1851

Alle Weisheit besteht in der Furcht Gottes, und zu aller Weisheit gehört das Tun des Gesetzes.

Altes Testament. Das Buch Jesus Sirach (#Sir 19,18)

Ein weisheitsvolles Herz ist höchste Göttergabe.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Die Weisheit wärmt zu jeder Frist, Deren Unterfutter die Torheit ist.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Ein Spruch aus Volkes Mund tut uns oft große Weisheit kund.

Wander (Hg.), Deutsches Sprichwörter-Lexikon, 5 Bde., 1867-80

Angenommene Weis' Zerschmilzt wie Eis.

Hertz (Hg.), Worte der Weisen aus allen Völkern und Zeiten, 1886

Der Fromme und der Weise. Werde vom Frommen ein Weiser. Der Fromme rettet sich selbst nur; aber der Weise hilft, wem und worin er es kann.

Herder, Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammlet (in: Zerstreute Blätter, 4. Sammlung), 1792. Erstes Buch

Viele leben und schweben in ihren Hypothesen, und beantworten jede Frage; während der Weise frei bekennt: "Das weiß ich nicht."

Kornmann, Nachträge zu den beyden Sibyllen der Zeit und der Religion, 1818 (posthum)

Wer einmal weise geworden ist, kann nicht in die entgegengesetzte Seelenstimmung verfallen und kann sie sich auch nicht willkürlich einbilden.

Nestle, Die Nachsokratiker, 2 Bde., 1923. Aus unbestimmten Schriften [141]

Bist du weise, So trägst du still, was ist und was geschieht, Und freust dich deiner eignen frommen Seele, Die alles überträgt, die nichts dir raubt.

Schefer, Laienbrevier, 2 Bde., 1834/35

Sokrates. – […] Vor dem Stifter des Christentums hat Sokrates die fröhliche Art des Ernstes und jene Weisheit voller Schelmenstreiche voraus, welche den besten Seelenzustand des Menschen ausmacht. Überdies hatte er den größeren Verstand.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Zweite Abteilung: Der Wanderer und sein Schatten

Der Honig. Der du nach Weisheit fliegst, bewahre den Fuß und den Flügel vor dem Honig der Lust; oder du klebest daran.

Herder, Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammlet (in: Zerstreute Blätter, 4. Sammlung), 1792. Zweites Buch

Nur der ist weise, der immer sich beherrscht; Den Armuth, Ketten, selbst der Tod nicht schrecken kann; Der seine Leidenschaften dämpft; Der eitle Sucht nach Ruhm und Ehre festen Muths besiegt; Und in sich selbst schon mehr besitzt Als ihm der Erdball geben, Das wankelhafte Glück ihm rauben kann.

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 2,7 Übersetzt von C. M. Wieland, Leipzig 1782 Originaltext: Quisnam igitur liber? sapeins sibi qui imperiosus, quem neque pauperies neque mors neque vincula terrent, responsare cupidinibus, contemnere honores fortis, et in se ipso totus, teres atque rotundus, externi ne quid valeat per leve morari, in quem manca ruit semper fortuna.