Zeit Sprüche
Sprüche über Zeit und Vergänglichkeit
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Unendliche Zeit Wirklich, bist du zu schwach, dich der seligen Zeit zu erinnern? Über dem dunkelnden Tal zogen die Sterne herauf, Wir aber standen im Schatten und bebten. Die riesige Ulme Schüttelte sich wie im Traum, warf einen Schauer herab Lärmender Tropfen ins Gras: Es war keine Stunden vergangen Seit jenem Regen! Und mir schien es unendliche Zeit. Denn dem Erlebenden dehnt sich das Leben: es tuen sich lautlos Klüfte unendlichen Traums zwischen zwei Blicken ihm auf: In mich hätte ich gesogen dein zwanzigjähriges Dasein – War mir, indessen der Baum noch seine Tropfen behielt.
Es kommt alles darauf an, daß man die Zeit wohl braucht und keine Stimmung versäumt.
Der Tag läuft weg wie das Leben, man tut nichts und weiß doch nicht, wo die Zeit hinkommt.
Es liegt vor mir ein Stapel Fotos, versonnen schau ich vor mich hin auf all die Bilder, die mich zeigen, als so herrlich jung ich bin. Es sagt der Volksmund, daß die Jugend wohl einer Rosenknospe gleicht, und ich schau auf mein Gegenüber und leise Wehmut mich beschleicht. Da lacht vergnügt und unbekümmert entgegen mir mein eigen Ich und ich stell fest, daß seit dem Lachen ein halb Jahrhundert fast verstrich. Dann aber frag ich mich energisch, sollt ich verzagen denn vielleicht, weil das letzte Lebensdrittel im Lauf der Jahre nun erreicht? Und voller Selbstbewußtsein denk ich, es sieht doch auch ein Trockenstrauß, wenn er geschmackvoll ist gebunden, durchaus recht hübsch und reizvoll aus.
Nichts ist schneller als die Jahre.
…hast du die flüchtige Stunde versäumt, Mit Tränen wirst du es büßen.
Die Barmherzigkeit der Zeit besteht in ihrer Unbarmherzigkeit.
Alles verzehrt die Macht der Zeiten.
An Leib und Seele umgestalten Kann uns der Jahre Flüchtigkeit.
An der Quelle "An der Quelle saß der Knabe," Ungetrübt sein Herz und klar, Wie im Frühling oder Sommer Dieses kleine Bächlein war. "An der Quelle saß der Knabe," An der Quelle sitzt der Mann; Ach, wie doch so Vieles bleiben Und so viel sich ändern kann!
Das Mittelalter ist die Tiergeschichte der Menschheit, ihre Zoologie.
Zwei Worte Zu früh, zu spät – zwei Worte, welche eigen dem Menschenleben, auch dem deinen, sind. Du siehst, daß dir die Stunden schnell verstreichen und daß mit ihnen deine Zeit verrinnt. Du ahnst den Irrtum nicht, an dem du leidest; du hast ja Zeit, du hast unendlich Zeit, und wenn du dich in ihr zu früh entscheidest, entscheidest du für deine Ewigkeit Es war zu früh, als du die Rechnung schlossest und in das Defizit den Himmel warfst, zu früh, als du begeistert überflossest für Zwecke, denen du nicht dienen darfst. Es war zu früh; du warst nicht reif zum Denken, als du deinZiel nur an das Grab gestellt, denn du verstandest noch nicht, dich in die Gruft zu senken, um aufzustehn schon hier in dieser Welt. Es war zu spät, als plötzlich du erkanntest, daß du vielleicht, vielleicht nicht recht getan, zu spät, als du dich halb, nur halb ermanntest, denn das »Vielleicht« hielt dich auf falscher Bahn. Es war zu spät; du hattest dich entschieden und lebtest also nicht mehr in der Zeit. Zwar warst und bist du immer noch hienieden, doch war’s schon Tod und ist schon Ewigkeit.
Ein Schatz. Unendlich reich ist der Ärmste auch, Ein Schatz liegt ihm in Händen, O möchte er durch guten Gebrauch Den Schatz, die Zeit, verwenden!
Was müsste man alles wissen, sehen und erleben, um seine Zeit ganz zu kennen! Des Menschen Leben ist siebzig Jahre, das aufnahmefähige viel kürzer, wo ist da die Möglichkeit, den Zeitstrom in seiner Breite und Tiefe zu kennen?