Zeit Sprüche
Sprüche über Zeit und Vergänglichkeit
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O Schmerz! O Schmerz! Die Zeit verschlingt all unser Leben.
Das Sieb der Zeit ist weitmaschig, man muß sich recken, wenn man drinnen bleiben will.
Ihr erinnert mich, Wie kostbar die Minuten sind.
Wie sich auch die Zeit will wenden, enden Will sich nimmer doch die Ferne, Freude mag der Mai mir spenden, senden Möcht' Dir alles gerne, weil ich Freude mir erlerne, Wenn Du mit gefaltnen Händen Freudig hebst der Augen Sterne. Alle Blumen mich nicht grüßen, süßen Gruß nehm' ich von Deinem Munde. Was nicht blühet Dir zu Füßen, büßen Muß es bald zur Stunde, eher ich auch nicht gesunde, Bis Du mir mit frohen Küssen Bringest meines Frühlings Kunde. Wenn die Abendlüfte wehen, sehen Mich die lieben Vöglein kleine Traurig an der Linde stehen, spähen Wen ich wohl so ernstlich meine, daß ich helle Tränen weine, Wollen auch nicht schlafen gehen, Denn sonst wär' ich ganz alleine. Vöglein euch mag's nicht gelingen, klingen Darf es nur von ihrem Sange, Wie des Maies Wonneschlingen, singen Alles ein in neuem Zwange; aber daß ich Dein verlange Und Du mein, mußt Du auch singen, Ach das ist schon ewig lange.
Wie vom Wind erfaßt den Falter, Sehen wir die Zeit entflieh'n,
In allem hat unsere Zeit die fixe Idee, die Dinge nur inmitten ihrer wirklichen Umgebung zu zeigen, und unterdrückt dadurch das Wesentliche, den geistigen Akt, der sie von der Wirklichkeit isoliert.
Zeichen der Zeit Die Wolken nicht, die, dunkel hingestreckt, Uns nahe Stürme zu verkünden scheinen, Was mich an unsrer Zeit zumeist erschreckt, Ist ihre Lust am Niedern und Gemeinen. Ins Reich der Kunst hat es sich eingedrängt, Der Wahrheit hehren Namen schnöd mißbrauchend, Von keiner Scheu und keiner Scham beengt, Mit Wollust sich in Schlamm und Pfützen tauchend. Ergriff es erst von diesem Reich Besitz, Wer könnte ferner seinen Lauf noch wenden? Bald dringt es zu des tiefsten Lebens Sitz, Das Werk der Schmach, des Unheils zu vollenden! Ein heißer Schmerz flammt grimm in mir empor, Seh' ich der Menschheit Adel frech geschändet. Weh einer Kunst, die solchen Weg erkor, Und weh dem Volke, das ihr Beifall spendet!
Sie litten alle unter der Angst, keine Zeit füralleszu haben, und wussten nicht, dass Zeit haben nichts anderes heißt, alskeineZeit für alles zu haben.
Kein Mensch dreht die Zeit zurück …
Oft muss man die Zeit erhaschen, wie man einen Schmetterling an den Flügeln hält. Wird er aber dadurch nicht seine bunte Farbenpracht verlieren? Und nur bei Muße entfaltet auch die Muse ihr zartes, feenhaftes Leben.
Da alles, was in der Zeit ist,nacheinanderist, so wird dadurch, daß etwas ist, alles andere ausgeschlossen.
Die Zeit umdunkelt alles, Führt alles dem Vergessen zu.
Die Gesichtszüge der Zeit verraten eine düster kaltschnäuzige Anbetung alles Unangenehmen.
Im Grunde ist alles eins Man redt von Zeit und Ort, von Nun und Ewigkeit: Was ist denn Zeit und Ort und Nun und Ewigkeit?