Man schmeichelt sich ins Leben hinein, aber das Leben schmeichelt uns nicht.
Wird nur erst der Himmel heiter, Tausend zählt ihr, und noch weiter.
Wähntest du etwa, Ich sollte das Leben hassen, In Wüsten fliehen, Weil nicht alle Blütenträume reiften?
Jedes Existierende ist ein Analogon alles Existierenden; daher erscheint uns das Dasein immer zu gleicher Zeit gesondert und verknüpft.
Sind wir ja eben deshalb da, um das Vergängliche unvergänglich zu machen.
Am farbigen Abglanz haben wir das Leben.
Daß ich für alle fossilen Gegenstände seit geraumer Zeit eine besondere Vorliebe gehegt, ist Ihnen nicht verborgen geblieben.
Warum treibt sich das Volk so und schreit? Es will sich ernähren, Kinder zeugen und die nähren, so gut es vermag. Merke dir, Reisender, das, und tue zu Hause desgleichen! Weiter bringt es kein Mensch, stell' er sich, wie er auch will.
Hätt' ich gezaudert zu werden, Bis man mir's Leben gegönnt, Ich wäre noch nicht auf Erden, Wie ihr begreifen könnt, Wenn ihr seht, wie sie sich gebärden, Die, um etwas zu scheinen, Mich gerne möchten verneinen.
Sind uns die kurzen bunten Lumpen zu mißgönnen, die ein jugendlicher Mut, eine angefrischte Phantasie um unsers Lebens arme Blöße hängen mag? Wenn ihr das Leben gar zu ernsthaft nehmt, was ist denn dran? Wenn uns der Morgen nicht zu neuen Freuden weckt, am Abend uns keine Lust zu hoffen übrig bleibt, ist's wohl des An- und Ausziehens wert?
Der ganze Strudel strebt nach oben; Du glaubst zu schieben und du wirst geschoben.
Wer einen Stein nicht allein erheben mag, der soll ihn auch selbander liegen lassen.
Auch das Leben verlangt ruhige Blätter im Kranz.
Perfektibilität Möcht' ich doch wohl besser sein, Als ich bin! Was wär' es! Soll ich aber besser sein, Als du bist, so lehr' es! Möcht' ich auch wohl besser sein Als so mancher andre! »Willst du besser sein als wir, Lieber Freund, so wandre.«
Des Menschen Leben ist mühselig, doch überwiegt das Leben alles, wenn die Liebe in der Schale liegt.
Selige Sehnsucht Sagt es niemand, nur den Weisen, Weil die Menge gleich verhöhnet, Das Lebend'ge will ich preisen, Das nach Flammentod sich sehnet. In der Liebesnächte Kühlung, Die dich zeugte, wo du zeugtest, Überfällt dich fremde Fühlung, Wenn die stille Kerze leuchtet. Nicht mehr bleibest du umfangen In der Finsternis Beschattung, Und dich reißet neu Verlangen Auf zu höherer Begattung. Keine Ferne macht dich schwierig, Kommst geflogen und gebannt, Und zuletzt, des Lichts begierig, Bist du, Schmetterling, verbrannt. Und solang du das nicht hast, Dieses: Stirb und werde! Bist du nur ein trüber Gast Auf der dunklen Erde.
Unser ganzes Kunststück besteht darin, daß wir unsere Existenz aufgeben, um zu existieren.
Wer sich nicht nach der Decke streckt, Dem bleiben die Füße unbedeckt.
Leben ist ein großes Fest, Wenn sich's nicht berechnen läßt.
Alles, was geschieht, ist Symbol.