Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

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"Er soll dein Herr sein" ist die Formel einer barbarischen Zeit, die lange vorüber ist.

Goethe, Die guten Weiber (Die guten Frauen als Gegenbilder der bösen Weiber, auf den Kupfern des dießjährigen Damenalmanachs), 1800. Seyton zu Eulalie

In der Ehe geht, wie auch sonst, Zufriedenheit über Reichtum.

Molière, Der Arzt wider Willen (Le Médecin malgré lui), uraufgeführt 1666, Erstdruck 1670

Das Zusammensein mit ihr zu Hause fällt mir schwer.

Tolstoi, Tagebücher. 1863 (nach wenigen Monaten Ehe)

Der größte Reichtum ist eine gute Frau.

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O ja, es gibt eine platonische Liebe – aber nur unter Eheleuten.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Vor einigen Tagen erfuhren wir, daß noch ein anderer ausgezeichneter Pianist aus Warschau in den heiligen Ehestand trete, daß auch er sich hinauswage auf jenes hohe Meer, für welches noch kein Kompaß erfunden worden. Immerhin, kühner Segler, stoß ab vom Lande, und möge kein Sturm dein Ruder brechen!

Heine, Lutetia. Berichte über Politik, Kunst und Volksleben, 1854. Anhang. Musikalische Saison von 1844

Weil man aber nicht heiraten will, braucht das Leben noch nicht ohne Erotik zu sein. Auch das Erotische muß eine Unendlichkeit haben, aber eine poetische Unendlichkeit, die sich ebensosehr in einer Stunde wie in einem Monat denken läßt [...].

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Erster Teil. Die Wechsel-Wirtschaft. Übersetzt von Alexander Michelsen und Otto Gleiß, 1885

Mir ist die Ehe etwas Hohes, wahrhaft das Sakrament – ich möchte das Leben nicht ohne Ehe denken. [...] Doch bleibt der Entschluß dazu in unserer heutigen Welt immer ein halbes Wunder. Aber wie spiegelt mir mein eigenes Leben, daß der Entschluß aus dieser wunderbaren Erhöhung aller Kräfte, aus dem produktiven Zustand hervorgeht, aus der Einsamkeit. So war ich, vor wie vielen Jahren, einsam und glücklich in Paris, und ein Jahr später saß ich verheiratet in Rodaun, und ich werde es bis an meinen Tod nicht bereuen.

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Die Natur knüpft ihre Verbindung nicht notwendig auf Lebensdauer; diesen grausamen Mißgriff hat sie nicht begangen, ein Mädchen von fünfzehn Jahren einem Manne auszuliefern, der es nicht immer lieben kann. Es bedurfte der Gesetze, um dergleichen Unfug zu legalisieren.

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Ich habe beobachtet, daß eigentlich nur solche Ehen in die Brüche gehen, die wegen der Schönheit und aus Liebessehnsucht zustande gekommen sind: Die Ehe braucht festere und dauerhaftere Grundlagen, große Behutsamkeit ist, wenn man sich zu ihr entschließt, vonnöten, kochende Liebesglut taugt dazu nicht.

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Zuerst glaubt jede Frau den Beteuerungen eines Mannes, daß er ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen wolle - erst in der Ehe merkt sie dann, daß sie einen Analphabeten geheiratet hat.

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Manche Frauen haben ihr ganzes Leben hindurch eine doppelte Bindung aufrechtzuerhalten, die gleich schwer zu lösen und zu verschleiern ist; bei der einen fehlt nur der Vertrag, bei der anderen das Herz.

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Eine von den Haupt-Konvenienzen der Ehe ist die, einen Besuch, den man nicht ausstehen kann, zu seiner Frau zu weisen.

Lichtenberg, Sudelbuch F, 1776-1779. [F 781]

Es ist manchmal für den Ehegatten angenehm, eine eifersüchtige Frau zu haben, stets hört er von Dingen sprechen, die er liebt.

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Manche Ehepaare gehen nur auseinander, weil die Frau auseinanderging.

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Klopfe deinen Pelz aus mit Hitze, dein Weib aber mit Sanftmut.

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Der Mann macht das Werk. Aber die Frau macht den Mann.

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In der Ehe pflegt gewöhnlich einer der Dumme zu sein. Nur wenn zwei Dumme heiraten – das kann mitunter gut gehen.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schnipsel [10], in: Die Weltbühne, 09.08.1932, Nr. 32 (Peter Panter)

Wißt ihr, wie ihr eine Stunde vor eurem Erwachen aussaht, oder während der ersten Stunde eures Schlafes, als ihr weder Mensch noch Tier waret und unter der Herrschaft der Träume standet, die durch das hörnerne Tor kommen? Das ist ein Geheimnis zwischen eurer Frau und euch!

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Die Ehe beginnt mit einem Prinzen, der einen Engel küßt, und sie endet mit einem glatzköpfigen Mann, der über den Tisch schweigend auf eine fette Frau blickt.

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Das eheliche Schlafzimmer ist das Zusammenleben von Roheit und Martyrium.

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. I. Eros