Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

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Das größte Glück der Ehe hängt von so vielen Übereinstimmungen ab, daß es eine Torheit wäre, wenn man sie alle zusammenbringen wollte. Man muß sich zunächst der wichtigsten versichern.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Man soll sich beim Eingehen einer Ehe die Frage vorlegen: Glaubst du, dich mit dieser Frau bis in’s Alter hinein gut zu unterhalten? Alles andere in der Ehe ist transitorisch, aber die meiste Zeit des Verkehrs gehört dem Gespräche an.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Siebentes Hauptstück. Weib und Kind

Ehen, aus leidenschaftlicher, blinder Liebe geschlossen, geraten selten.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Die Liebe

Man fühlt in der Ehe doppelt das Unverstandensein, weil das ganze frühere Leben darauf hinausging, ein Wesen zu finden, das versteht. Und ist es vielleicht nicht doch besser ohne Illusion? Aug' in Auge einer großen einsamen Wahrheit? - Dies schreibe ich in mein Küchenhaushaltebuch am Ostersonntag 1902, sitze in meiner Küche und koche Kalbsbraten.

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Die Ehe ist der Anfang und der Gipfel aller Kultur.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 1. Teil, 9. Kap.

Wenn ihr die Ehe geschlossen habt, dann dürft ihr nicht zurück, wenn es auch schlimm ausgeht. Betet nur, es ist sehr vonnöten.

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Adam predigte die eheliche Treue.

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Es war eine gemischte Ehe, halb Frau, halb Mann!

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Das Hospital Elmire war zur Witwe worden Und nahm sich vor, nicht mehr zu frein. Allein sie war noch jung; was macht man ganz allein? Ich dächte doch, sie könnte wieder frein; Der Witwenstand ist ein betrübter Orden! Elmire sah's und schritt zur zweiten Wahl; Allein sie war das erstemal Nicht gar zu wohl verwahret worden. Denn leider sind die Zeiten so betrübt, Daß es viel böse Männer gibt. Elmire tat daher ein feierlich Gelübd', Indem sie sich zur zweiten Ehe schickte: Sie wollte, wenn es ihr mit ihrem Manne glückte, Ein Hospital für fromme Männer baun; Denn sie war reich. Und kurz, sie ließ sich wieder traun. O welche Lust erfolgt oft nach dem Leide! Das war ein Mann, ein allerliebster Mann! Fromm wie ein Kind, gefällig wie die Freude, Und der auf nichts, als ihr Vergnügen sann. Wie hätte sie sich ihn denn besser wünschen mögen? Sie ließ geschwind den Grund zum Hospitale legen. - Vier Wochen strichen hin. Nun war der Grund gelegt, Und bald wird man das erste Stockwerk sehen: Doch nein, Elmire kömmt, und heißt, vom Zorn bewegt, Die Maurer auseinandergehen. Wie? Sollt' es nicht mehr gut in ihrer Ehe stehen? Das kann nicht möglich sein, sie sind ja kaum getraut! Nun kurz und gut, es ward nicht fortgebaut; Und ungefähr nach einem halben Jahre Lag dieser Mann auch auf der Bahre. Der liebe Mann! Die Frau schwört Stein und Bein, Ihr Leben lang nicht mehr zu frein; Und doch war sie nach zweiundfünfzig Wochen - Der Bau muß ja vollendet sein! - Bereits das dritte Mal versprochen. Oh, das war erst ein würdiger Gemahl! Verständig, zärtlich und verbindlich, Nicht eigensinnig, nicht empfindlich; Er bat da nur, wo jener wild befahl; Die Blicke seiner Frau erfüllt er als Befehle - Kurz, beide waren recht ein Herz und eine Seele. Die gute Frau! Ich gönn ihr diesen Mann. Allein sie wollte doch nicht trauen. Sie fing nicht gleich wie eh'mals an zu bauen. Ich lobe sie darum, und hätt es selbst getan. Der Henker mag den Männern trauen, Wenn man so leicht zweimal sich irren kann. Sie fand nunmehr nach einem halben Jahre Den Gatten noch so liebenswert Als an dem Tag, da er, gefragt vor dem Altare, Ihr durch ein seufzend Ja sein zärtlich Herz erklärt. Der Bau wird fortgesetzt. Ich seh' Elmiren kommen. Wie freundlich sieht sie diesmal aus! »Ach Meister, fördert doch das Haus! Warum habt Ihr's denn angenommen? Ich geb' Euch ja das Geld voraus; Laßt doch noch mehr Gesellen kommen!« Ei, das geht gut! Ich kann mich nicht genug erfreun; Das muß ein rechter Ehmann sein! Die Mäurer fördern sich, und binnen vierzehn Tagen Sieht man das erste Stockwerk stehn; Und nun läßt sich Elmire wieder sehn. Man sieht's ihr an, sie hat etwas zu sagen; Vielleicht sah sie die Mäurer müßig stehn? Denn leider pflegt's so herzugehn. Vielleicht hat man am Bau etwas versehn? Das sollte mich doch selbst verdrießen. Jetzt öffnet sie den Mund; nun wird sich's zeigen müssen. »Ach«, fängt sie heftig an zu schrein, »Hört auf, und reißt den Plunder ein! Ich lasse keinen Stein mehr tragen; Wofür verbaut' ich denn mein Geld? Für Männer, die die Weiber plagen? Denn and're gibts nicht auf der Welt.« Die böse Frau! Man sollte sie verklagen.

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Ehe ist ein verkehrtes Fieber, das mit Hitze anfängt und mit Kälte aufhört, meint der Arzt.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Sollten wir in dieser Zeit der Schlankheitsdiäten nicht noch die Worte "durch dick und dünn" in das Ehegelübde aufnehmen?

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Ehe: eine Gleichung, wo bei zwei Größen sich leicht eine dritte findet, meint der Mathematiker.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ehe: eine Gemeinschaft, bestehend aus einem Herrn, einer Herrin und zwei Sklaven, insgesamt zwei Personen.

Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

Ehe: die gegenseitige Zärtlichkeit von zwei Schleifsteinen.

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Die Ehe ist ein Roman, der manchmal mehrere Auflagen erlebt, meint der Schriftsteller.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Der Grund, warum so wenige Ehen glücklich sind, ist, daß die jungen Damen ihre Zeit damit verbringen, Netze zu machen, statt Käfige.

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Denn nichts ist besser und wünschenswerter auf Erden als wenn Mann und Weib, in herzlicher Liebe vereinigt, ruhig ihr Haus verwalten, den Feinden ein kränkender Anblick, aber Wonne den Freunden; und mehr noch genießen sie selber.

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Die Frau macht das Haus des Mannes zum Himmel oder zur Hölle.

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Liebe leiht Flügel; es sind aber wächserne, die an der Fackel der Ehe schmelzen.

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Selbst eine gute Ehe ist Bußzeit.

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Wie erstaunt ist mancher Gatte darob, dass er die dumme Frau besitzt, die er gewählt!

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906