Gott Sprüche – hoffnung

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Wen der Herr erkor zum Boten, Muß mit festem Schritte gehn. Darf nicht nach den Blumen schauen, Die am Wege lockend stehn.

Brill, Der Singschwan, 1882

Ich habe Gott gesucht und fand ihn nicht. Ich schrie empor und bettelte um Licht. Da, wie ich weinend bin zurückgegangen, Faßt's leise meine Schulter: Ich bin hier. Ich habe dich gesucht und bin bei dir. Und Gott ist mit mir heimgegangen.

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Wie höflich ist Gott. Er sagte: "Er soll dein Herr sein!" Dann schwieg er und sah dich freundlich und erwartungsvoll an und glaubte, du sagtest nun deinerseits: "Und ich will Ihr Diener sein und Sie auf meinen Händen tragen!" Und immer noch schweigt er und wartet auf dies, dein Wort.

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Den wir am Anfang, den wir sehn am Ende stehn, Von dem wir kommen und zu dem wir alle gehn. Woher ich kam, wohin ich gehe, weiß ich nicht, Nur dies: von Gott zu Gott ist meine Zuversicht.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Gott verläßt die Guten nicht; Gott ist unsre Zuversicht!

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Welcher Mensch wünscht Mühsale und Verwirrungen? Sie zu tragen, das ist dein Auftrag, Herr, nicht sie zu lieben.

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Ich glaube einen Gott! – Dies ist ein schönes, löbliches Wort; aber Gott anerkennen, wo und wie er sich offenbare, das ist eigentlich die Seligkeit auf Erden.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Vater im Himmel! Auf vielerlei Weise redest Du zu einem Menschen; Du, dem Weisheit und Verstand allein gehören, Du willst Dich ihm doch verständlich machen. Ach, und auch wenn Du schweigst, so redest Du ja doch mit ihm [...] So laß es gesegnet sein auch dieses Schweigen, wie jedes Deiner Worte zu einem Menschen, laß ihn nie vergessen, daß Du auch dann redest, wann Du schweigst; schenke ihm diesen Trost, wenn er auf Dich baut, daß Du aus Liebe schweigst, wie Du aus Liebe redest, so daß nun, ob Du schweigest oder redest, Du doch derselbe Vater bist, dieselbe Väterlichkeit, ob Du durch Deine Stimme leitest oder durch Dein Schweigen erziehest.

Kierkegaard, Die Tagebücher 1834-1855, Auswahl und Übertragung von Theodor Haecker, 2 Bde., 1923. 1846

Laß mich, solang ich hier soll leben, in gut und bösen Tagen sein vergnügt, und deinem Willen mich ergeben, der mir zum Besten alles weislich fügt; gib Furcht und Demut, wann du mich beglückst, Geduld und Trost, wenn du mir Trübsal schickst.

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Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahrheit und das Leben, des Vaters Rat und ewigs Wort, den er uns hat gegeben zu einem Schutz, daß wir mit Trutz an ihn fest glauben sollen; darum uns bald kein Macht noch Gwalt aus einer Hand wird rauben.

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Wenn die Gnade Gottes über ein Menschenherz hereinbricht, dann wird es stark genug für alles.

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Ja, ich will euch tragen bis zum Alter hin. Und ihr sollt einst sagen, daß ich gnädig bin. Ihr sollt nicht ergrauen, ohne daß ich's weiß, müßt dem Vater trauen, Kinder sein als Greis. Ist mein Wort gegeben, will ich es auch tun, will euch milde heben: Ihr dürft stille ruhn. Stets will ich euch tragen recht nach Retterart. Wer sah mich versagen, wo gebetet ward? Denkt der vor'gen Zeiten, wie, der Väter Schar voller Huld zu leiten, ich am Werke war. Denkt der frühern Jahre, wie auf eurem Pfad euch das Wunderbare immer noch genaht. Laßt nun euer Fragen, Hilfe ist genug. Ja, ich will euch tragen, wie ich immer trug.

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Gott ist mit den Schwachen, damit sich der Starke ein Beispiel nehme.

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Der liebe Gott muß uns doch recht lieb haben, daß er immer in so schlechtem Wetter zu uns kommt.

Lichtenberg, Sudelbuch B, 1768-1771. [B 359]

Der du allein der Ewige heißt und Anfang, Ziel und Mitte weißt im Fluge unsrer Zeiten; bleib du uns gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand, damit wir sicher schreiten.

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Der Heilige Geist ist der »Ganz-gewiß-Macher«.

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Der Gedanke eines großen Wesens, welches über der unterdrückten Unschuld wacht und das triumphierende Verbrechen bestraft, ist durchaus volkstümlich. Wenn es keinen Gott gäbe, müßte man ihn erfinden.

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Das Höchste, was ein Mensch vermag, ist, daß er sich von Gott helfen lassen kann. Gott dringend nötig zu haben, ist des Menschen höchste Vollkommenheit.

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Gottes Nähe und Zuspruch können inwendig wohl auch ein Krankenbett zum Paradies machen.

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Richterphantasie Vor dem irdischen Gericht gingst du deiner Wege, doch es wartet, Bösewicht, droben mein Kollege.

Morgenstern, Epigramme und Sprüche, 1922 (posthum)

Die Vorsehung hat tausend Mittel, die Gefallenen zu erheben und die Niedergebeugten aufzurichten.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 1. Buch, 12. Kapitel