Hoffnung Sprüche – zukunft

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Die Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendbrot.

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Aufgegeben Stets öder wird's auf meinem Pfade, Am Herzen nagt mir dumpfe Pein. O Hoffnung, du Scheherezade! Wieg' mich mit deinen Märchen ein! Die Nacht, der ich entgegenschreite, Verhülle mir mit ros'gem Flor, Und gib mir tröstend zum Geleite Holdsel'ger Zukunftsträume Chor. Wird ihnen die Erfüllung nimmer In diesem schwanken Erdenhaus, So breite deinen milden Schimmer Weit über's dunkle Grab hinaus. O nahe mir wie Frühlingsrauschen, Vor dem des Eises Rinde springt, Und laß mich deinen Märchen lauschen, Bis froh mein Herz davon erklingt! Die Hoffnung drauf: »Ein Märchen nennst Du selbst, was ich zu künden weiß, Und sagst damit, daß du erkennst, Wie fern und fremd du meinem Kreis. Zu tief ist deiner Stirn das Zeichen Ruchlosen Zweifels eingebrannt! Nie wieder wird er von dir weichen, Du bist und bleibst an ihn gebannt. Und so ist mir die Macht benommen, Dir vorzuspiegeln holden Wahn. Mein Zuspruch könnte dir nicht frommen, Denn, ach! Du glaubtest nicht daran!« sollt' es auch das Fell euch kosten!

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Der Mensch ist vor allen andern Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen; man könnte sagen, es ist ein unsterblicher Geist im Zustande der Hoffnung [...].

Schlegel, F., Philosophische Vorlesungen. Vierte Vorlesung

Man soll von keinem Menschen die Hoffnung aufgeben, daß er sich ändern kann, aber der Mangel an Kraft wird am allerschwersten gebessert.

Freytag, Soll und Haben, 1855

Hoffnung und Furcht sind unzertrennlich, denn es gibt keine Furcht ohne Hoffnung und keine Hoffnung ohne Furcht.

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Ein Mensch, der etwas zu hoffen hat, lebt erst richtig.

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Es gibt keine bessere Medizin als die Hoffnung. Sie ist eine Antriebsfeder, wichtiger und stärkend kraftvoller, als die Erwartung auf ein Morgen.

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O Hoffnung, du Scheherezade!

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Hoffnung ist die einzige gute Göttin, die noch unter den Menschen weilt, die andern sind von uns fort zum Olymp geflohen; fort ist die Treue, die mächtige Göttin, fort die Besonnenheit der Männer; auch die Huldgöttinnen, Freund! haben die Erde verlassen. [...] Aber so lang einer lebet und siehet das Licht der Sonne, bleibe er, ehrfurchtsvoll gegen die Götter, der Hoffnung treu, er flehe zu den Göttern und opfere, glänzende Schenkel verbrennend, der Hoffnung zuerst und zuletzt.

Feuerbach, Zur Theogonie. Oder Beweise, daß der Götter Ursprung, Wesen und Schicksal der Menschen Wünsche und Bedürfnisse sind. Nach den lateinischen Schriftstellern, 1857. Elegien V. 1133-1136 & 1141-1144, übersetzt von Ludwig Feuerbach

Der Genesene an die Hoffnung Tödlich graute mir der Morgen: Doch schon lag mein Haupt, wie süß! Hoffnung, dir im Schoß verborgen, Bis der Sieg gewonnen hieß. Opfer bracht ich allen Göttern, Doch vergessen warest du; Seitwärts von den ewgen Rettern Sahest du dem Feste zu. O vergib, du Vielgetreue! Tritt aus deinem Dämmerlicht, Daß ich dir ins ewig neue, Mondenhelle Angesicht Einmal schaue, recht von Herzen, Wie ein Kind und sonder Harm; Ach, nur einmal ohne Schmerzen Schließe mich in deinen Arm!

Mörike, E., Gedichte. 1867

Das bloß harrende Hoffen ist nur das Hoffen der Toren. Ich muß kämpfen, um zu hoffen, wie ich hoffen muß, um zu ertragen.

Schleiermacher, F., Briefe. An Henriette Herz, 21. November 1803

Wir gehen weniger an einem gewissen Kummer, als an enttäuschten Hoffnungen zu Grunde.

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Man darf die Hoffnung, selbst an der Grenze der Verzweiflung nicht sinken lassen, mag sie uns auch noch so oft verhöhnt, geäfft und sich schnöde von uns gewendet haben.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Hoffnung! O der süße einzige Balsam des Lebens bezaubert oft meine Seele.

Goethe, Clavigo, 1774. 4. Akt, Marie zur Schwester Sophie

Hoffnung ist schnell und fliegt mit Schwalbenschwingen; Aus Kön'gen macht sie Götter, Kön'ge aus Geringen.

Shakespeare, König Richard III. (The Tragedy of King Richard the Third), Erstdruck 1597

Hoffnung und Erinnerung sind Rosen, von einem Stamme mit der Wirklichkeit, nur ohne Dornen.

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Auf der Wiese der Hoffnung weiden viele Narren.

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Hoffnung? Warum hoffen. Steht die Bahn nicht offen zu weit mehr?

Morgenstern, Epigramme und Sprüche, 1922 (posthum)

Selbst die Hoffnung ist schmerzhaft, wenn sie von Angst überschattet ist.

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Ich hoffe noch Und zweifle doch.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Die Starken haben Willenskraft, die Schwachen Hoffnung.

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