Hoffnung Sprüche – zukunft
455 Sprüche gefunden
Hoffnung und Furcht wechseln sich ständig ab.
In Hoffnung streut des Pflügers Hand Den Samen in das Gottesland. In Hoffnung steigt trotz Sturm und Riff Der Kaufmann in sein schwankes Schiff. In Hoffnung zieht zu Kampf und Strauß Der König auf die Walstatt aus. In Hoffnung trägt des Jünglings Herz Der Sehnsucht namenlosen Schmerz. In Hoffnung senkt ins dunkle Grab Das Weib den Gatten und den Vater hinab. Und Hoffnung ließ auf dieser Erden Noch keinen nimmer zu Schanden werden. Drum, armes Herze, verzage du nimmer: Was auch geschieht, so hoffe du immer!
Hoffnung sieht das Unsichtbare, fühlt das Unfaßbare und erzielt das Unerklärbare.
Hoffnung auf Hoffnung geht zu Scheiter, Aber das Herz hofft immer weiter: Wie sich Wog' über Woge bricht, Aber das Meer erschöpft sich nicht. Daß die Wogen sich senken und heben, Das ist eben des Meeres Leben; Und daß es hoffe von Tag zu Tag, Das ist des Herzens Wogenschlag.
Weißt du, warum wir hoffen? Wir können nicht ohne Bild leben. Ohne Hoffen haben wir kein Bild in der Seele; da ist nichts.
Der Pilot Glaube stehet still erhoben Überm mächt'gen Wellenklan, Lieset in den Sternen droben Fromm des Schiffleins sichern Gang. Liebe schwellet sanft die Segel, Dämmernd zwischen Tag und Nacht Schweifen Paradieses Vögel, Ob der Morgen bald erwacht? Morgen will sich kühn entzünden, Nun wird's mir auf einmal kund; Hoffnung wird die Heimat finden Und den stillen Ankergrund.
Ich kam voll Hoffnung und ich geh voll Schmerz.
Wer mit den wenigsten Hoffnungen an das Leben herantritt, dessen harren die größten Siege.
Nichts auf Erden darf uns die Hoffnung rauben, und es gibt keinen Fluch, den der Himmel nicht in Segen verwandeln könnte.
Der Lebende soll hoffen.
Man muß stets hoffen, wenn man verzweifelt, und zweifeln, wenn man hofft.
Die Hoffnung ist die Säule, welche die Welt trägt.
Die Hoffnung, die aus der Welt geschöpft wird, ist, ohne davon zu reden, daß sie zuletzt täuscht, nie eine völlige; es bleibt immer ein gewisser Grad von Ungewißheit und Ängstlichkeit darin.
Es blüht auf öder Haide Ein winzig Blümelein; Es blickt aus tiefstem Leide Ein stiller Hoffnungsschein. – Es dörrt ein Blatt die Sonne Am blühendsten Rosenstrauch; Es zieht durch die höchste Wonne Ein leiser Wehmutshauch.
In Hoffnung schwört Ihr teurere Gelübde, als Ihr in Dank sie einlöst.
In die Nähe soll man nicht hoffen, aber in die Ferne.
Hoffnung ist das Beste, – wenn man sonst nichts hat.
Nur durch die Hoffnung bleibt alles bereit, immer wieder neu zu beginnen.
Das Menschenherz ist ein Kirchhof begrabener Hoffnungen.
Ich pflanze täglich die Hoffnung und sehe sie täglich welken.
Kriecht die Hoffnung aus dem Loche Kriecht die Hoffnung aus dem Loche meiner Glücksverlassenheit? Putzt sich eine Glanzepoche aus der Trübnis dieser Zeit? Irgendwo vernahm ich Laute wie von schüchternem Applaus, und ich sah ein Licht, das schaute wie verlegene Liebe aus. Blitzt' es nicht auch in der Ferne wie von schimmerndem Metall? – Zweifellos: es drängen Sterne durchs Gewölk sich überall … Andrerseits ist zu erwägen: Hoffnung hat ein großes Maul, und des Dichters armem Brägen deucht ein Huf oft schon ein Gaul.