Leben Sprüche – nachdenklich

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Wandle mit Furcht und Zittern Als stündest du am Rand des Abgrunds, Als gingst du über dünnes Eis.

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Das Landleben ist vorzuziehen, denn dort sehen wir die Werke Gottes, aber in den Städten wenig mehr als die Werke der Menschen.

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Wolle nicht zurückbleiben auf deinem Weg. Wolle nicht umkehren und nicht vom Weg abgehen. Wer nicht vorangeht, bleibt zurück. Wer zu dem zurückläuft, das er verlassen hat, der geht rückwärts. Besser der Lahme auf dem Weg als der Läufer auf dem Irrweg.

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Gedenke zu leben.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 8. Buch, 5. Kap.

Benimm dich im Leben wie bei einem Gastmahl. Eine Speise wird herumgetragen und gelangt zu dir: Du langst dir zu und nimmst mit Anstand davon. Sie wird vorübergetragen: Du hältst sie nicht zurück. Sie ist noch nicht an dich gekommen: Du unterdrückst dein Verlangen und wartest ruhig, bis sie an dich kommt. So mach' es deinen Kindern, deinem Weibe, Ehrenstellen und Reichtümern gegenüber, und du wirst ein würdiger Tischgenosse der Götter sein.

Epiktet, Handbüchlein der Moral (Encheiridion), von Arrian angefertigter Auszug aus den Lehrgesprächen Epiktets, um 125 n. Chr. [15]

Du schwimmst regungs- und bewegungslos wie in einem festgefrorenen Äther, der dich einpreßt, sodaß der Geist vergebens deinem toten Körper gebietet.

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Das nachdenkende, betrachtende, forschende Leben ist eigentlich das höchste.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 9. Juli 1824

Tragt Sorge zum Licht. Die Prozession ist noch lang.

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Das Leben ist so wertvoll, behandle es mit Sorgfalt!

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Es ist ein großer Unterschied, ob man ein aufrichtig schlichtes oder ein unachtsames Leben führt.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 17. Kapitel. Übers. Otto Apelt (1923) Originaltext: Multum interest, simpliciter vivas an neglegenter

Die wahre feine Lebensart, welche mehr tut, als mit Blitzesschnelle eine gefallene Stricknadel aufheben, entspringt entweder aus der Tiefe des Geistes oder aus der Fülle des Herzens, und weder der Tanzmeister lehrt sie noch Chesterfield.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [97]

Eine Ruhe, im Sinn der Verholzung, besitz ich noch nicht. Ich hab nur sagen gewollt, daß ich mich fein still auf dem Platze halte, der mir zugewiesen, und von da aus in angemessener Bescheidenheit mit einer, sozusagen, mehr unparteiischen Heiterkeit diese Welt betrachte als ehedem.

Busch, W., Briefe. 1841 bis 1892. An Johanna Keßler

Merkwürdig, daß man herumgehen und doch tot sein kann.

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Es ist nötig, daß wir den Schwerpunkt des Lebens in unser Inneres verlegen.

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Wenn du dein ganzes Leben lang einsammelst, wann willst du das Gesammelte genießen?

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Der Mensch muß so leben, daß er Stunden und Zeiten hat, da er sein Gemüt sammelt, daß sein Leben an Durchsichtigkeit gewinne.

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Denken Sie weniger und leben Sie mehr.

Hamann, J. G., Briefe. An Herder, 18. Mai 1765

Wer einen Stein nicht allein erheben mag, der soll ihn auch selbander liegen lassen.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 13. Juni 1807

Auch das Leben verlangt ruhige Blätter im Kranz.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Elegien 2. Der neue Pausias und sein Blumenmädchen. Sie

Und man holt recht gut Luft, ohne zu wissen wie sie geholt werden muß und geholt wird.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Übungen im Stil. c) Bedenklicher Stil

Die letzten Stichworte in einem richtig geführten menschlichen Leben müssen Friede und Güte heißen.

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