Leben Sprüche – sinn

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Ich glaube, das körperliche Leben ist eine größere Wirklichkeit als das geistige Leben: wenn der Körper richtig erweckt ist zum Leben.

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Lebe dein eigenes Leben, denn du stirbst auch deinen eigenen Tod.

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Das Leben mit seinen verschiedenen Epochen ist eine Schatzkammer. Wir werden reich injedemGewölbe beschenkt;wiereich, das erkennen wir erst bei dem Eintritt in dasnächsteGewölbe.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1836

Das Leben ist wie ein Same. Es beginnt in der Erde, klein, unsichtbar, unhörbar, aber es ist da. Erst wenn eine Zeit vergangen ist, wenn es bereit ist, tritt es hervor.

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Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastisches Chaos. Verstanden werden kann das Leben nur als Leben im Licht der Ewigkeit.

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Viele Menschen, die in Wirklichkeit tot sind, spazieren auf der Straße herum, und viele, die in ihren Gräbern liegen, leben in Wirklichkeit noch.

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Nimm dieses Leben nicht zu ernst! Recht spaßhaft ist's im allgemeinen. Je besser du es kennenlernst, je muntrer wird es dir erscheinen.

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Wie es auch sei, das Leben, es ist gut.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese, aus: Der Bräutigam

Ein Traum ist alles Leben, und die Träume selbst ein Traum.

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Laß das lange Vorbereiten, fang dein Leben an beizeiten.

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Unser Leben ist gleich wie eine Schiffahrt. Denn gleich wie die Schiffleute vor sich haben den Port, da sie sicher aus aller Gefahr sind, also ist uns die Verheißung des ewigen Lebens auch geschehen, daß wir in derselben gleich wie in einem Port fein sanft und sicher ruhen sollen. Weil aber das Schiff schwach ist, und gefährliche Wetter auf uns einfallen, so bedürfen wir eines verständigen Schiffmanns. Nun ist unser Patron allein Gott, der das Schiff nicht allein lenken will, sondern auch kann regieren, auf daß, da es gleich von ungestümen Sturmwinden hin und her geweht wird, es gleichwohl unversehrt an den Port kommen möge.

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Das Leben ist ein Versuch, die Leere zu füllen. Die meisten tun es mit Essen, was redlicher ist als mit Geschwätz.

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Das Kommen, Gehen aller Menschen gleicht Dem Anfang, der das Ende nicht erreicht. Des Kreises Rätsel deutet nie der Mensch; Er lebt, bis Gott ihn aus dem Buche streicht.

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Nicht du bist, der da lebt: denn das Geschöpf ist tot; Das Leben, das in dir dich leben macht, ist Gott.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Ich bin überzeugt, aufs innigste überzeugt, das Leben ist auf die Dauer gegen niemanden ungerecht [...].

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1837. Aus einem Brief an Frau Dokt. S.[choppe] vom 25. Mai 1837

Im Lichte leben, das ist's!

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Leben ist doch des Lebens höchstes Ziel.

Grillparzer, Sappho. Trauerspiel in fünf Aufzügen, 1819

Leben heißt wirken und vernünftig wirken. Nach unserer Weise heißt es aber leiden und unvernünftig leiden.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

... um selig einst zu sterben, Denkt bei allem mir ans Ende! Doch, wollt Ihr, ein Tücht'ger leben, So erwägt und prüft den Anfang; Denn das Ende kommt von selber.

Grillparzer, Der Traum ein Leben, 1840

Ich lebe wieder! Leben heißt genießen.

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Ich lebe wieder! Ich fühl' es, weil ich leide [...].

Madách, Die Tragödie des Menschen (Az ember tragédiája), 1861. 13. Szene, Adam