Leben Sprüche – sinn

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Unser ganzes schnelles Leben ist am Ende überhaupt ein langsamer Opfertod gewesen für alles, was wir geliebt, erstrebt, erhofft haben.

Schleich, Das Ich und die Dämonien, 1920

Unser Herr fragt nicht so sehr nach der Bedeutsamkeit unserer Tätigkeiten, als vielmehr nach der Liebe, mit der wir sie verrichten.

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Wenn man das Leben in zweiter Auflage haben könnte, käme ich aus dem Korrekturlesen nicht mehr heraus.

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Selbst das eigene Leben ist nur ein Schauspiel. Jeder muß seine Rolle gut spielen, gleichgültig, was für eine es ist.

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Mir persönlich gefällt dieses Leben, weil es kein anderes gibt.

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Zwei Lehrer sendet Gott in die irdische Erziehungsanstalt der Geister, ins Menschenleben: Die Lust und den Schmerz.

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Wenn dem Menschen nicht immer etwas teurer ist als das Leben, so ist das Leben nicht viel wert.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Uns aber treibt das verworrene Streben Blind und sinnlos durchs wüste Leben.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor

Das Leben: Ach, ewiglich Beut nie rastenden Leids Stromwoge das menschliche Dasein.

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Ob es Süßeres sonst als das Leben noch gibt?

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Ein schlechtes Leben [ist] besser als ein schöner Tod.

Euripides, Iphigenie in Aulis, nach 406 v. Chr

Das Leben ist, so süß das Wort auch klingen mag, doch nichts als Müh' und Not!

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Sei mit dem Leben, o Mensch, doch sparsam! ... Du hast Vorrat am Dasein nicht viel.

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Wie nichtig ist doch das Leben!

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Leben heißt sich wandeln; und das Nachleben unsrer geschriebenen Gedanken ist von diesem Gesetze nicht frei; sie werden nur um den Preis weiterleben, daß sie von dem ursprünglichen Sinn, den sie beim Verlassen unsrer Seele hatten, immer mehr abkommen. Was man künftig an uns bewundern wird, das wird uns ganz fremd sein.

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Einmal Lebt ich, wie Götter, und mehr bedarfs nicht.

Hölderlin, F., Gedichte. Aus: An die Parzen

Unser Leben ist endlich; das Wissen ist unendlich. Mit dem Endlichen etwas Unendlichem nachzugehen, ist gefährlich.

Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland, übersetzt von Richard Wilhelm 1912. 1. Esoterisches. Buch III. 1. Stilles Bescheiden

Das Leben ist so schön, doch ach! es währet nicht; Drum fuß' auf dem, was sich so schnell verzehret, nicht.

Saadi, Kassiden. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1850

Nicht, daß ihr wie das Vieh lebt, habt ihr Leben, vielmehr, daß ihr nach Ruhm und Wissen ringt.

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... Niemand wollte es [das Leben] gerne lassen und sterben, da doch immer ein Unglück über das andere käme und wäre da kein Aufhören bis in den Tod.

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... du [das Leben] bist nur Narr des Todes, denn durch die Flucht strebst du ihm zu entgehn und rennst ihm ewig zu.

Shakespeare, Maß für Maß (Measure for Measure), Erstdruck 1623