Leben Sprüche – sinn

1867 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Leben sinn

Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild; Ein armer Komödiant, der spreizt und knirscht Sein Stündchen auf der Bühn', und dann nicht mehr Vernommen wird: ein Märchen ist's, erzählt Von einem Dummkopf, voller Klang und Wut, Das nichts bedeutet.

Shakespeare, Macbeth, Erstdruck 1623, hier übersetzt von Dorothea Tieck, Berlin 1832. 5. Aufzug, 5. Szene, Macbeth

Man sagt, es sey im Leben, Wie mit dem Würffelspiel; Wann nicht thut fallen eben, Was man woll haben wil, So muß man, was gefallen, Gedultig nehmen an.

Domann, J., Gedichte. Aus: Schön new Lied von der alten teudtschen Hansa, in Ton des Rolandes, 1618. Originaltext

Dieses Leben ist eine Schiffahrt, der Tod ist der sicherste Hafen. Unser Erdenleben ist ein Gefängnis für die Seele, der Tod ist die Befreiung daraus.

Internet

Nur schön zu leben oder schön zu sterben geziemt den Edlen.

Internet

Nein, das beste ist, zu leben, wie man grade leben kann.

Internet

Jeder Mensch, und sei er Sklav' auch, freuet sich, das Licht zu schauen [zu leben].

Internet

Der lebt wohl, der verborgen lebt.

Internet

Nicht sein Leben mit dem anfangen, womit man es zu beschließen hätte. Manche nehmen die Erholung am Anfang, und lassen die Mühe für das Ende zurück: allein erst komme das Wesentliche, nachher, wenn Raum ist, die Nebendinge.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [249.]

Das Leben imitiert die Kunst.

Internet

Nicht Leben ist ein Gut, sondern gut leben.

Seneca, Von den Wohltaten (De Beneficiis). III, 31. Übersetzt von J. M. Moser (1829). Originaltext: Non est bonum vivere, sed bene vivere

Das Leben der Toren ist unerfreulich und angsterfüllt; es wird durchgängig nur von der Rücksicht auf die Zukunft bestimmt.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 15. Brief. Übersetzt von Otto Apelt, 1924. Seneca zitiert hier Epikur Originaltext: Stulta vita ingrata est et trepida, tota in futurum fertur

Leben ist: einfach ein verdammtes Ding nach dem anderen.

Hubbard, One Thousand and One Epigrams, 1911

Der Reiz ist hin, der Zauber bricht! So ist des Lebens wildes Fieber: Delirium, das uns besticht; Wir sollten schrein, und lachen lieber. Und jede lichte Pause hebt Die Hülle von den blut'gen Narben; Und wer der Weisheit folgt, der lebt Als Märtyrer, wie Heil'ge starben.

Byron, Gedichte. Aus: The Spell is broke, 1810

Ist Leben doch des Lebens höchstes Gut! Ein Rasender, der es umsonst verschleudert!

Schiller, Maria Stuart, 1800. 3. Akt, 6. Auftritt, Mortimer

Gut gelebt und selig gestorben, Ist dem Teufel die Rechnung verdorben.

Brentano/Arnim, Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder, 3 Bde., 1805-1808

Und lernen leben in Gesellschaft wir, Ist Einsamkeit es, die uns sterben lehrt.

Internet

Wer die Menschen sterben lehrt, lehrt sie leben.

Internet

Die erste Hälfte des Lebens verbringt man, indem man sich nach der zweiten sehnt, die zweite, indem man die erste bedauert.

Internet

Das Wort »sein« bedeutet im Deutschen beides: Dasein und Ihmgehören.

Kafka, Die Zürauer Aphorismen, entstanden 1917-1918, von Max Brod unter dem Titel "Betrachtungen über Sünde, Hoffnung, Leid und den wahren Weg" veröffentlicht 1931

Jeder lebt hinter einem Gitter, das er mit sich herumträgt. Darum schreibt man jetzt soviel von den Tieren. Es ist ein Ausdruck der Sehnsucht nach einem freien natürlichen Leben. Das natürliche Leben für den Menschen ist aber das Menschenleben.

Internet

Mensch sein heißt leben, und nicht Sklave sein.

Internet