Leben Sprüche – sinn

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Dann erst genieß ich meines Lebens recht, wenn ich mir's jeden Tag aufs neu' erbeute.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 3. Akt, 1. Szene, Tell

Man lebe, wie man soll, so hat es keine Not!

Fleming, P., Gedichte. Deutsche Gedichte. Poetische Wälder. Aus: In Groß-Neugart der Reußen, 1631

Niemand ist zu gut für diese Welt. Menschen, von denen dies gesagt wird, sind vielmehr in irgend einem Betrachtenicht gut genug.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1905

Wer die Kunst versteht, mit sich selbst leben zu können, kennt keine Langeweile.

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Recht zu leben – das sollte unser großes und leuchtendes Meisterwerk sein! Alle anderen Dinge wie Herrschen, Horten und Häuserbauen sind höchstenfalls Anhängsel und Beiwerk.

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Alles Leben ist Lüge.

Liliencron, Leben und Lüge, 1908

Das Leben ist wie die Gelegenheit: einmal verloren, können wir sie niemals wieder finden.

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Das Leben selbst ist der beste Erzieher des Menschen.

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Pflege das Leben, wo du es triffst.

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Alles Träumen Tauget nichts, Wert ist's kaum Des Stückchen Lichts Alles schwindet Um uns her, Groß ist nur der Vergangenheit Meer. – Tief gelegen Hinter mir, Ist der Traum, Der goldne mir. Alles Träumen Tauget nichts, Wert ist's kaum Des Stückchen Lichts.

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Vor und nach dem irdischen Leben gibt es kein irdisches, aber doch ein Leben.

Jean Paul, Vorschule der Ästhetik nebst einigen Vorlesungen in Leipzig über die Parteien der Zeit, 2. Auflage 1813 (EA: 1804). Erste Abteilung. 5. Programm. Über die romantische Poesie. § 24. Poesie des Aberglaubens

Es ist vielen möglich, die Bahn ihrer Jahre nach persönlichem Willen in Größe oder in Kleinheit zu durchschreiten. Indessen, wer nur Behagen will, verdient es nicht, da zu sein.

Spengler, Jahre der Entscheidung. Deutschland und die weltgeschichtliche Entwicklung, 1933

Wer weiß, ob unser Leben nicht ein Tod nur ist, Gestorbensein dagegen Leben?

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Ernst ist das Leben, heiter die Kunst. Da aber das Leben auch eine Kunst ist, ist auch das Leben heiter.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Jedes Lebendige freuet sich seines Lebens; es fragt und grübelt nicht, wozu es da sei; sein Dasein ist ihm Zweck, und sein Zweck das Dasein.

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Zweiter Teil. 8. Buch. V. Die Glückseligkeit der Menschen ist allenthalben ein individuelles Gut, folglich allenthalben klimatisch und organisch, ein Kind der Übung, der Tradition und Gewohnheit

Wer, wie er muß, nicht leben will, lebt gar nicht!

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Nicht wie wir wollen – wie wir können, leben wir!

Menander, Fragmente. 7

Das Leben sagt kein »gardez« an, wenn Gefahr im Verzuge ist.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Wie wenn das Leben wär nichts andres Wie wenn das Leben wär nichts andres Als das Verbrennen eines Lichts! Verloren geht kein einzig Teilchen, Jedoch wir selber gehn ins Nichts! Denn was wir Leib und Seele nennen, So fest in eins gestaltet kaum, Es löst sich auf in Tausendteilchen Und wimmelt durch den öden Raum. Es waltet stets dasselbe Leben, Natur geht ihren ew'gen Lauf; In tausend neuerschaffnen Wesen Stehn diese tausend Teilchen auf. Das Wesen aber ist verloren, Das nur durch ihren Bund bestand, Wenn nicht der Zufall die verstäubten Aufs neu zu einem Sein verband.

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Das Leben ist ein Traum, der sich selbst bezweifelt.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1842

Das Leben ist eine Schuld, welche man bezahlen muß, ein Depositum, welches man zu jeder Stunde, wenn es gefordert wird, zurückgeben muß.

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