Leben Sprüche – sinn

1867 Sprüche gefunden

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Bevor man das Leben über sich ergehen läßt, sollte man sich narkotisieren lassen.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). VIII. Stimmungen, Worte

Solange man lebt, muß man das Leben erhalten, sich ihm nicht entfremden, sondern darin eingreifen, wie es die Kräfte und die Gelegenheit erlauben.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 1. Januar 1832

Nichts ist umsonst geschaffen worden – vielleicht mit Ausnahme der Fliege.

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Im Leben ist der Mensch zehn Jahre im Kriege und zehn Jahre in der Irre, gleich dem Ulysses.

Feuerbach, Abälard und Heloise oder der Schriftsteller und der Mensch, 1834

Das Kostbarste, was der Mensch besitzt, ist das Leben.

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Das allgemeine Leben ist Gott oder die Natur, wie du's nennen willst.

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Das Leben will keine Zeit verlieren.

Arnim, B., Briefe

Wer nicht viel tragen kann, viel wohltun, viel vergeben, versteht die Weisheit nicht, und nicht die Kunst zu leben.

Lavater, Vermischte gereimte Gedichte vom Jahr 1766 bis 1785, 1785

Man muß das Leben wichtig nehmen. Wenn man das Leben wichtig nimmt, so nimmt der Gewinn an Wichtigkeit ab.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XXI - Kai Tschn Lun. 4. Kapitel: Untersuchung der Handlungen / Schen We. Zitiert wird hier Dschan Dsï

Es kommt im Leben auf die Kleinigkeiten an.

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Das Leben ist nichts als eine Reihe köstlicher Augenblicke, verdichtet zu einer „mauvaise quart d‘heure“.

Wilde, Eine Frau ohne Bedeutung (A Woman of No Importance), 1893. Übersetzt von Paul Wertheimer

Die Dauer meines Lebens liegt an mir, nicht am Himmel.

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Mannigfaltig ist die Gabe des Lebens, mannigfaltig das Erwachen in dasselbe; mannigfaltig seine Führung, sein Gebrauch.

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Wer auf der Erde ohne Bestimmung lebt, gleicht einem Schiff auf dem trockenen Land. Und wer nicht in das große Rad der Menschheit mit eingreift, der gleicht den zinnernen Taschenuhren der Kinder, die wohl Zeiger und Zifferblätter, aber im Inneren hohl sind.

Müller (Hg.), Beyträge zur Beförderung des guten Geschmacks, zur Bildung des Verstandes und Veredlung des Herzens. Versuch einer neuen prosaischen Anthologie von Johann Georg Christoph Müller, Verlag der Zeh'schen Buchhandlung, Nürnberg, o.J. [1815]

Man lebt nicht einmal einmal.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). IX. Sprüche und Widersprüche

Die Menschheit hat einen größeren Gewinn, wenn sie jeden nach seinem Gutdünken leben lässt, als wenn sie jeden zwingt, nach dem Gutdünken der andern zu leben.

Mill, Über Freiheit (On Liberty), 1859. Übersetzt von David Haek, 1896

Die Güter des Lebens scheinen oft ungenießbar, bloß darum, weil sie oft eine rauhe Hülse tragen und tragen müssen, aber der Kern ist darum denn doch auch gewährt.

Hölderlin, F., Briefe. An die Schwester 1800

Ach, menschliches Leben Geht schneller dahin Als Räder am Wagen! Wer weiß es, ob morgen Noch lebend ich bin?

Schmidt/Lautsch (Hg.), Klamer Eberhard Karl Schmidt's Leben und auserlesene Werke hg. von dessen Sohne Wilhelm Werner Johann Schmidt und Schwiegersohne Friedrich Lautsch, 3 Bde., 1826-1828

Malen ist eine Kunst, Dichten auch, und gar Musik; die größte Kunst aber ist Leben. Am eigenen Leben ein Künstler werden, ist allein wert, Zahnschmerzen zu dulden und Geld zu entbehren.

Villers, Briefe eines Unbekannten, hg. von Margarete Gideon, Manesse Verlag, o.J. [1881]. An die Gräfin Eleonore Hoyos, 1877

Ach, unser Dasein rühmst du vergebens: Wir leben nicht, wir harren des Lebens.

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Einige leben vor ihrem Tode, andere nach ihrem Tode. Die meisten Menschen leben aber weder vor noch nach demselben; sie lassen sich gemächlich in die Welt herein und aus der Welt heraus vegetieren.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869