Leben Sprüche – sinn
1867 Sprüche gefunden
Unser ganzes Kunststück besteht darin, daß wir unsere Existenz aufgeben, um zu existieren.
Für den ist kein Übel im Leben, der sich wahrhaft überzeugt hat, dass nicht zu leben kein Übel sei.
In Unbewußtheit leben ist das Süßeste, bis man erkennt, was Freude sei, was Schmerz.
Denn die im Leben um das Leben geizen, Entsagen unbelohnt des Lebens Reizen.
Es lebt nur, wer nicht sich allein lebt.
Wie weise und glücklich ist der, welcher so lebt, wie er am Ende wünschen wird, gelebt zu haben.
Das Leben besteht im wesentlichen aus Glauben und Geduld. Wer diese besitzt, kommt zu einem herrlichen Ziel.
Wesentliche Lebensaufgabe: das Leben jeden Tag von neuem zu beginnen, als wäre dieser Tag der erste – und doch alle Vergangenheit, mit all ihren Resultaten und unvergessenen Gewesenheiten darin zu sammeln und zur Voraussetzung zu haben.
Ein Leben ohne Ziel ist unstet.
Unser Leben gleicht einem Tanze; es ist so lang lustig, als der Spielmann aufgeigt; jählings springt eine Saite, und alles ist still.
Leben ist ein großes Fest, Wenn sich's nicht berechnen läßt.
Nicht vor dem Tode, nur vor dem Leben sollte man sich fürchten, denn nur dieses kann die Seele töten.
Das Leben ist eine in siebenfaches Goldpapier eingewickelte Bittermandel.
Keiner genießt den wahren Geschmack des Lebens außer dem, der willens und bereit ist, es hinter sich zu lassen.
Was will ich mehr! Noch halt mit beiden Händen ich Des Lebens schöne Schale fest, Noch trink und kann nicht enden ich Und denk nicht an den letzten Rest. »Doch einmal wird die Schale leer, Die letzte Neige schlürftest du.« So trank ich doch, was will ich mehr, Dem Tod ein volles Leben zu.
Das Leben mit andern ist gut, aber das Leben mit sich selber ist besser.
Nur nicht lange leben und nicht lange sterben, das übrige ist gleich! Das Leben ist ein Verbrennungsprozeß: ein trübes Dasein ist wie ein Scheiterhaufen, der angezündet wird, während es regnet!
Nichts, das lang währt, ist sehr angenehm, nicht einmal das Leben, und trotzdem liebt man es.
Leben ist, sich in einem Spiegel »Adieu« zu sagen.
Wenn man nicht feste, ruhige Linien am Horizonte seines Lebens hat, Gebirgs- und Waldlinien gleichsam, so wird der innerste Wille des Menschen selber unruhig, zerstreut und begehrlich wie das Wesen des Städters: Er hat kein Glück und gibt kein Glück.
Allerdings hat man, wenn man alt ist, nur noch den Tod vor sich; aber wenn man jung ist, hat man das Leben vor sich; und es fragt sich, welches von beiden bedenklicher sei.