Leben Sprüche – sinn
1867 Sprüche gefunden
Wie schade, daß wir unsere Lektion vom Leben immer erst dann erhalten, wenn wir davon keinen Gebrauch mehr machen können.
Leben, Traum und Tod Leben, Traum und Tod ... Wie die Fackel loht! Wie die Erzquadrigen Über Brücken fliegen, Wie es drunten saust, An die Bäume braust, Die an steilen Ufern hängen, Schwarze Riesenwipfel aufwärts drängen ... Leben, Traum und Tod ... Leise treibt das Boot ... Grüne Uferbänke Feucht im Abendrot, Stiller Pferde Tränke, Herrenloser Pferde ... Leise treibt das Boot ... Treibt am Park vorbei, Rote Blumen, Mai ... In der Laube wer? Sag, wer schläft im Gras? Gelb Haar, Lippen rot? Leben, Traum und Tod.
Wie wenige Menschen leben ihr Leben voll und reich aus und bringen etwas Tüchtiges zu Stande; und bei der übergroßen Mehrzahl bleibt es Stückwerk, und Schmerz und Kämpfe reiben sie auf. Wieder andere sterben dahin, ohne einmal recht zu wissen, daß sie je gelebt haben; das denke ich mir das Schimpflichste.
Das Leben ist nur eine Schlacht! Es sausen rechts und links In leichtem Tanz vorüber die Geschosse Wie Bälle, die ein spielend Schicksal schlägt. Wer erst die Kugel tief im Herzen trägt, dem gilt es gleich, Von welchem Feind sie kommt.
Leben ist Tun und Leiden. Je wissender der Mensch, desto tiefer sein seelisches Leid.
Das Leben duldet keinen Aufschub.
Aber das Leben ist im Grunde so fatal ernsthaft, daß es nicht zu ertragen wäre ohne solche Verbindung des Pathetischen mit dem Komischen.
Denn aus der Kräfte schön vereintem Streben Erhebt sich, wirkend, erst das wahre Leben.
Erst unter Kuß und Spiel und Scherzen, erkennst du ganz, was Leben heißt; o lerne denken mit dem Herzen, und lerne fühlen mit dem Geist.
Es gibt Vieles, was das Leben reich, angenehm, stolz und ersprießlich macht. Aber es gibt nur Eines, was es groß machen kann: das ist die Größe dessen, der es führt.
So spricht das Leben: Die Welt ist mein, Mich preisen die Blumen und Vögelein, ich bin der Tag und der Sonnenschein. So spricht das Leben: Die Welt ist mein. So spricht der Tod: Die Welt ist mein. Dein Leuchten ist nur eitel Pracht, Senkt Stern und Mond in ewige Nacht. So spricht der Tod: Die Welt ist mein. So spricht das Leben: Die Welt ist mein, und machst du Särge aus Marmelstein, Kannst doch nicht sargen die Liebe ein. So spricht das Leben: Die Welt ist mein. So spricht der Tod: Die Welt ist mein. Ich habe ein großes Grab gemacht, ich habe die Pest und den Krieg erdacht. So spricht der Tod: Die Welt ist mein. So spricht das Leben: Die Welt ist mein, Ein jedes Grab muß ein Acker sein, Mein ewiger Samen fällt hinein. So spricht das Leben: Die Welt ist mein.
Solange der Mensch noch etwas für sich selbst sein will, kann das wahre Sein und Leben in ihm sich nicht entwickeln, und er bleibt eben darum auch der Seligkeit unzugänglich [...].
Wie kann ein Gut des Lebens so viel sein, als das Leben selbst, welches alle Güter einschließt?
Der Weg der Lebensgestaltung (der sog. ‹Entwicklungsgeschichte›) ist ein Drängen nach Freiheit.
Das Leben froh genießen, ist eine Kunst gar wert, Die Professorenweisheit, Magisterwitz nicht lehrt. Mußt sie vom Leben lernen, das lehrt ohn' Unterlaß, Dann wird das Universum dir Universitas.
Das Leben der meisten ist ein Fliehen aus sich selbst heraus.
Das Leben ist uns von der Natur als Wohltat gegeben. Wenn es infolge Gebrechen aufhört, eine solche zu sein, steht es jedem frei, es nach seinem Gutdünken zu beenden.
Alles Leben ist Kampf des Individuellen mit dem Universum.
Man ist nie glücklicher als wenn uns starkes Gefühl bestimmt, nur in dieser Welt zu leben. Mein Unglück ist nie in dieser sondern in einer Menge von möglichen Ketten von Verbindungen zu existieren, die sich meine Phantasie unterstützt von meinem Gewissen schafft, so geht ein Teil meiner Zeit hin, und keine Vernunft ist im Stand darüber zu siegen. Dieses verdiente sehr auseinander gesetzt zu werden. Lebe dein erstes Leben recht, damit du dein zweites genießen kannst. Es ist immer im Leben wie mit der Praxis des Arztes, die ersten Schritte entscheiden. Das ist doch Unrecht irgendwo, in der Anlage oder im Urteil?
Man nennt das irdische Leben die Vorschule des Himmels. Es ist merkwürdig, daß sie so gute Teufel zieht.
Je öfter wir Sterbende sehen, desto mehr lernen wir für das Leben. Im Tode ist das Leben enthalten – dieses ist ein verschlossenes Gefäß, jener der Schlüssel dazu. Shakespeare sagt: "Beachtet wird da Leben erst zuletzt!"