Leben Sprüche – sinn

1867 Sprüche gefunden

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Leben heißt hinunterschweben (Wehe, wer verwegen rennt!) Trocknen Fußes auf dem Strom, Der im fernen Weltmeer mündet.

Ibsen, Peer Gynt, 1867

Leben heißt andere schlagen und geschlagen werden.

Oesch (Hg.), Russische Sprichwörter. Ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Was ist denn Leben? Ein ewiges Zusichnehmen und Vonsichgeben.

Ringelnatz, J., Gedichte. Turngedichte, 1923. Aus: Kniebeuge

Du lebst dahin, die Tage weben Zu Jahren sich, du merkst es kaum; Doch was du lebst, ist’s auch ein Leben? Ist’s nur des Alltags Wellenschaum?

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Für andere und mit anderen leben, heißt überhaupt leben!

Heiberg, Menschen untereinander, 1888

Der Weise wünscht, er wäre nie geboren, Ihn hätte nie im Erdenfrost gefroren Und niemals ihn die Glut der Welt versengt; Unheil nur wird durch die Geburt verhängt; Nur Wechsel herrscht und Trübsal hier auf Erden: Drum ist es besser, nicht gezeugt zu werden.

Schack (Hg.), Epische Dichtungen aus dem Persischen des Firdusi, 2 Bde., hg. von Adolph Friedrich von Schack 1853

Manche Menschen gelangen eigentlich niemals zum Genuß des Daseins. Sie spähen immerfort nach dem Zeitpunkte aus, wo ihre Wünsche sich erfüllen sollen. Und unversehens wird ein schwarzer Deckel geöffnet, und man legt sie hinein als Toren, die um des Zuvielerstrebten nichts ihr eigen nennen dürfen. Nur der, welcher jeden Tag zu einem Festtag glücklichen, wenn auch bescheidenen Genießens macht, ihn nützt und denkt: "Für den kommenden gibt's keine Schlüssel, die Pforten des Glücks sind geöffnet oder versperrt! Keiner vermag es zu wissen!" der ist weise.

Heiberg, Menschen untereinander, 1888

Mancher hat das Leben eine Wüste genannt – wegen der Öde, die er in ihm fand, oder wegen der Kamele, die ihm begegneten?

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Das Wunderbarste, das ewige Phänomen ist das eigene Dasein.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke philosophischer Enzyklopädistik

Ist das Leben? Arbeit und Arbeit! Und warum? Nur weil mein Vater seinen Platz in Eden nicht bewahrt. Was geht das mich denn an? Ich war noch nicht geboren, sucht' es nicht; noch freut der Zustand mich, den mir Geburt gebracht.

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Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.

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Das Dasein braucht keine Berechtigung, es ist über allem.

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Leben [...] heißt Kämpfer sein.

Seneca, Mächtiger als das Schicksal. Ein Brevier, übersetzt von Wolfgang Schumacher 1942. Moralische Briefe an Lucilius, 96. Brief

Das Leben ist weder eine Qual, noch ein schöner Traum, es ist nicht mehr und nichts weniger als eine Arbeit, eine harte und zuweilen sehr unerfreuliche Arbeit. – Je früher, desto besser ist die Erziehung durch das Schicksal. Lernt kämpfen, beizeiten kämpfen die Welt bezwingen und euch selbst! Darin liegt die Freiheit und die Tugend.

Frenzel, Lucifer. Ein Roman aus der Napoleonischen Zeit, 5 Bde., 1873

Das Dasein ist gar kein Prädikat oder keine Determination von irgendeinem Dinge.

Kant, Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes, 1762/63

Man halte sich ans Neue Testament, welches immer die beste vorhandene Lösung des Daseinsrätsels gibt.

Burckhardt, J., Gespräche

Jede Stunde deines Lebens ist kostbar. Ein Gewicht der Ewigkeit hängt daran. Ein ewiger, unwiederbringlicher Verlust oder Gewinn.

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Ich lebe von meinem Wunsch zu leben.

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Das Leben wiederholt sich nicht, man muß sorgsam damit umgehen.

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Unser Leben ist ein Strom, der sich ins Meer ergießt.

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Der Zweck des Erdenlebens der Menschheit ist der, dass sie in demselben alle ihre Verhältnisse mit Freiheit nach der Vernunft einrichte.

Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Dargestellt in Vorlesungen, gehalten zu Berlin, im Jahre 1804/05, 1806. 1. Vorlesung