Leben Sprüche – sinn

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Aus Warten besteht das Leben.

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Aber auf der langen Strecke des Lebens liegt das wahrhaft Erlebte unregelmäßig und oft weit voneinander entfernt; es bildet kaum einen Weg und große Strecken sind leer. Und dennoch mag es geschehen, daß es den Weg bezeichnet, den ein Mensch gegangen ist.

Binding, Erlebtes Leben, 1927

Das Leben ist ein Traum, Man merkt, man fühlt ihn kaum; Denn schnell wie Wolken ziehn, Ist dieser Traum dahin. Wohl dem, der gut geträumt, Wohl dem, dess Saat hier keimt Zur Ernte für die Zeit Der Unvergänglichkeit. Das Leben ist der Blick Auf einer Zukunft Glück, Das jeder haben kann, Der hier es wohlgetan. Wohl dem, der nach der Nacht Des Grabes froh erwacht, Den nicht die Stimme schreckt, Die aus dem Schlummer weckt. Wer bei der Arbeit Schluß Die Rechnung fürchten muß, Hat wahrlich keinen Blick Auf einer Zukunft Glück.

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Das Leben ist uns dann am schwersten, wenn es leer ist.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Klage nie das Leben an! Denn du selber bist das Leben!

Peters, Strahlende Kräfte! Wege zum Glück durch Charakter-, Willens- und Menschenbildung, 1916

Das Leben ist schwerer als die Schwere von allen Dingen.

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Sie glauben gar nicht, welch ein elender Abklatsch schlechter Romane das Leben ist.

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Welch' sittliche Qualen – und all' das um nach einigen Augenblicken zu sterben! Womit sich befassen und wozu? Die Zeit aber – sie ist ein Nichts, doch dein Leben ist inhaltsvoll, und der heutige Tag ist hundert Jahre wert, falls du in seiner Zeit Gott findest.

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Der Weg des Lebens ist breit, aber viele kennen ihn nicht und wandeln den Weg des Todes.

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Nicht so hast du zu leben, daß die Menschen von dir eine gewisse Meinung gewinnen, sondern so, daß du selbst gut von dir denkst. Die Furcht, andere könnten von dir schlechter Meinung sein, ist schon Ehrsüchtigkeit.

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Es ist höchste Zeit, daß der Mensch endlich seinen Wert erkenne. In der Tat, was soll das, ist er denn irgendein ungesetzlich geborenes Wesen? Geziemt es ihm, sich zu verstecken und nach allen Seiten umzusehen? Nein, ich will meinen Kopf kühn und gehoben tragen. Das Leben ist mir nicht deshalb gegeben, damit ich es zur Schau trage, sondern, damit ich es lebe. Ich bin mir der Pflicht bewußt, daß ich die Wahrheit zu reden habe, die volle Wahrheit auf allen Wegen. Nicht um die Meinung, die die Leute über mich haben, habe ich mich zu kümmern, sondern um meine wahre Bestimmung.

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Schmal ist der Pfad, der zum Leben führt, und wenige können ihn finden, denn er ist im Menschen selbst, auch weil nur wenige den Weg des Lebens suchen. Die meisten suchen den Weg für andere, deshalb finden sie ihn niemals für sich.

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Lebe ein allen offenes Leben.

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Das Leben ist weder ein Leiden noch eine Wonne, sondern eine Arbeit, welche wir zu verrichten und ehrlich zu vollbringen verpflichtet sind.

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Überall Leid Allüberall, wohin ich ging und kam, Fand ich ein Weh; so einsam lag kein Land, Daß nicht der Weg zu ihm die Sorge fand, Und wo kein Baum gedieh, gedieh noch Gram; Und magst du ziehn nach Süd und Nord, Gen Ost und West, nach allen Winden, Du wirst doch stets dasselbe Lösungswort, Die Arbeit und des Lebens Mühsal finden. Dasselbe Kämpfen um dein täglich Brot, Das sich nicht lohnt, so schwer verdient zu sein, Erwartet dich am Hudson wie am Rhein; Ihr Bürgerrecht hat überall die Not. Und häufst du durch langer Jahre Fleiß Reichtümer auf, – wo ist für ganze Haufen Von Gold ein Arzt, der dir ein Mittel weiß, Nur einen Jugendtag zurückzukaufen? –

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Den einen faßt das Leben lind Den einen faßt das Leben lind, Mag hoch die Flut auch schwellen, Es tragen, wie ein Liebeskind, Geduldig ihn die Wellen. Den andern will der Wogen Spiel Entrücken seinen Wegen, Und bis zum Tod, nach seinem Ziel Schwimmt er dem Strom entgegen. Ein dritter bleibt am Ufer steh'n, – Des Lebens Glück und Leiden, Er darf sie nur von ferne seh'n Und sehnt sich wohl nach beiden! O Tag um Tag vorbei ihm schwebt, Heut klarer, morgen trüber, Er hat das Leben nicht gelebt, Es ging an ihm vorüber!

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Ich will an Leben und an gutem Ruf nur soviel, als Gott will, und ich werde davon immer mehr haben, als ich verdiene.

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Es hat Weltweise gegeben, welche das Leben für eine Strafe hielten, aber den Tod für eine Strafe zu halten, das konnte ohne Offenbarung in keines Menschen Gedanken kommen, der nur seine Vernunft brauchte.

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Wer einen Tag gelebt hat, hat ein ganzes Menschenalter gelebt.

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Doch wer da lebt, die Erde zu gestalten, Kann drauf nicht lang und tiefe Ruhe halten.

Lenau, Die Albigenser. Versepos, entstanden 1838/1842

Du musst dir selbst leben können, ehe du für andere lebst.

Hölderlin, F., Briefe. An den Bruder am 2. Juni 1796