Leben Sprüche – sinn
1867 Sprüche gefunden
Vielleicht ist Leben Tod und Tod Leben, und essen und trinken nur ein Selbstbetrug der Sinne. Denn was ist anderes der Tod als ein ewiger Schlaf, und ist das Leben nicht alles ein Essen und Trinken?
Es geht aber um den inneren Menschen, um den Europäer, nicht um die niedrigste Funktion eines Menschen, nämlich sein Leben zu erhalten oder es in äußeren Umständen prosperierend zu gestalten.
Daher werden die Meisten, wenn sie am Ende zurückblicken, finden, dass sie ihr ganzes Leben hindurch ad interim gelebt haben, und verwundert sein, zu sehen, dass das, was sie so ungeachtet und ungenossen vorübergehn ließen, eben ihr Leben war, eben das war, in dessen Erwartung sie lebten. Und so ist denn der Lebenslauf des Menschen, in der Regel, dieser, dass er, von der Hoffnung genarrt, dem Tode in die Arme tanzt.
Aus der Enge in die Weite drängt die Seele, lockt das Leben. O entfalte, Herz, dein Streben, eh's der Tod ins All befreite.
Es [das Leben] ist nicht dazu da, verstanden zu werden; es will geliebt sein mit ganzer Seele. Der Lebenskampf quält uns nur so lange, als wir noch nicht stark genug für die große Liebe sind. Nur der widerwillige Kämpfer leidet; wir sind selig in jedem Augenblick, wo wir uns völlig der Weltgewalt hingeben.
Unser Leben ist arm und taugt nicht viel, wenn wir es bequem haben unter den Menschen.
Das Leben wird in Ewigkeit entweder Chaos sein oder Schöpfung; Sklaverei oder Wagnis der Freiheit; Verzweiflungsschrei oder Tat aus dem Glauben. Es wird immer ein Gang sein am Abgrunde hin; alles Licht in ihm ist ein Trotzdem, eine Überwindung des Tods, ein Muß aus tiefster Seele, ein strömender, sonnenhaft geballter Wille, der durch die Nacht bricht und sich gegen die Nacht behauptet.
Wirst du anderen zum Segen, so lebst du ein doppeltes Leben.
Umsonst wirst du von einem Lebennachdir träumen, wenn du das Lebenumdich nicht zu erkennen weißt.
Ich habe gelebt für das Ganze, bald lebe ich mit ihm.
Den Baum des Wissens hielten sie umschlungen; den Baum des Lebens aber faßten sie nicht.
Unser Leben kann man mit einem Wintertag vergleichen: wir werden zwischen 12 und 1 des nachts geboren, es wird 8 Uhr, ehe es Tag wird, und vor 4 Uhr des Nachmittags wird es wieder dunkel, und um 12 Uhr sterben wir.
Gibt's mehr als einen Silberblick im Leben?
Leben war noch nie Verbrechen, Und der Lebende hat Recht!
Um das Leben zu erkennen, muß man sich vom Leben absondern.
Freunde! Nicht taugt die Moral Zum Lied, längst schwor ich sie ab; Wen schert Vernunft, der einmal Sich ganz der Tollheit ergab! Kein Lied ist zu schlecht, Wenn mit Huren man zecht, Epikur stellt es fest. Wird Apollo bekränzt, Wenn uns Bacchus kredenzt? Trinkt, lacht! Zum Teufel den Rest! Hundert Jahre versprach Hippokrates jedem Kumpan. Wird auch das Bein schließlich schwach, Was kommt es uns darauf an? Wenn nur die Hand bis zuletzt, Die das Glas an die Lippe setzt, Nicht locker läßt –. Komme das Alter heran, Stoßt mit mir an, Trinkt, lacht! Zum Teufel den Rest! Wie er zur Welt kam, versteht Vortrefflich ein jeder Wicht, Aber fragst du, wohin er geht, So weiß es der Klügste nicht. Doch spar dir darob den Verdruß, Überlaß dem Himmel den Schluß, Daß wir sterben, steht fest. Doch ist nicht minder gewiß, Daß wir leben; das andre vergiß! Trinkt, lacht! Zum Teufel den Rest!
Unser Leben ist von Notwendigkeit umzirkelt, und doch liegt des Lebens wahre Bedeutung in dem Gewinne der Freiheit, der Kraft des eignen Willens.
Das Leben der Menschheit ist ein Ganzes, dessen zeitliche und örtliche Schwankungen nur für unsere schwachen Organe ein Auf und Nieder, ein Heil und Unheil darstellen, in Wahrheit aber einer höhern Notwendigkeit angehören.
Das Leben Was ist das Leben? – Nur ein Tag! Wozu hier so viel Müh' und Sorgen? Wer zählet ängstlich jeden Stundenschlag? Gleich viel, es end' am Abend oder Morgen!
Lasst uns also unser Leben wie ein Kinderspiel ansehen, in welchem nichts ernsthaft ist als Redlichkeit, ein gut Herz und Wohlanständigkeit (Pflicht gegen sich selbst).
Das ganze Leben eines Menschen ist nichts als ein Augenblick. Genießen wir ihn.