Leben Sprüche – sinn

1867 Sprüche gefunden

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Klage nicht, das Leben sei dir eine Last; Frage dich, ob besser du verdient es hast!

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Das Leben ist nicht leicht! Eine komplizierte und kostspielige Sache! … Man braucht zu allem Geld…

Flaubert, G., Briefe. An George Sand, 1867

Das Leben, wie es uns auferlegt ist, ist zu schwer für uns, es bringt uns zuviel Schmerzen, Enttäuschungen, unlösbare Aufgaben. Um es zu ertragen, können wir Linderungsmittel nicht entbehren.

Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930

Willst du der Menschheit Lagen kennen? Ein kurzer Reim kann sie dir alle nennen; Sie heißen: Leiden, Tragen, Missen, Und Ruh'n und Wirken und Genießen!

Lavater, Devisen, in: Johann Kaspar Lavater's ausgewählte Schriften, hg. von Johann Kaspar Orelli. Erster Theil, Zürich 1841

Der Mensch, in seinem Gemäuer gefangen, besinnt sich lange nicht oft genug darauf, daß er lebt, Leben ist und es mit dem Lebendigen zu tun hat, solange er lebt.

Raabe, Alte Nester. Zwei Bücher Lebensgeschichten, 1880. Zweites Buch. 11. Kapitel

Er hat das Leben nicht gelebt, Es ging an ihm vorüber!

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Ist das Leben wie eine Olive eine bittere Frucht, so greife nur beide scharf mit der Presse an, sie liefern das süßeste Öl.

Jean Paul, Titan, 4 Bde., 1800-1803. Erster Band. Erste Jobelperiode. 3. Zykel

Wisset, daß dieses Leben ein Elend ist und keine Seligkeit.

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Meinen Eltern verdanke ich das Leben und meinem Lehrer das gute Leben.

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Unser Leben würde herrlich werden, wenn wir nur all seiner Niedrigkeit gewahr würden.

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Das Wesen des Lebens ist nicht im Körper, sondern im Bewußtsein.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Hüben und Drüben Wer langes Leben wünscht im irdischen Gewimmel, Der weiß nicht, was er tut: er kürzt sich ja den Himmel.

Hebbel, F., Gedichte

Das Leben ist ein Darlehn, keine Gabe – Du weißt nicht, wieviel Schritt du gehst zum Grabe, Drum nütze klug die Zeit: auf jedem Schritt Nimm das Bewußtsein deiner Pflichten mit. Gewöhne dich – da stets der Tod dir dräut – Dankbar zu nehmen, was das Leben beut; Die Wünsche nicht nach Äußerm zu gestalten, Sondern den Kern im Innern zu entfalten; Nicht fremder Meinung untertan zu sein, Die Dinge nicht zu schätzen nach dem Schein; Nicht zu verlangen, daß sie sollen gehn, Wie wir es wünschen – sondern sie verstehn, Daß wir uns bei Erfüllung unsrer Pflichten (Da sie's nach uns nicht tun) nach ihnen richten.

Bodenstedt, Die Lieder des Mirza-Schaffy, 1851. Vermischte Gedichte und Sprüche

Umsonst Was ist das Leben? Ein Irren Nach einem Nie-Genug, Und in ererbten Geschirren Ein Ackern mit rostigem Pflug. Ein Kämpfen mit all den leid'gen Sorgen, mit Qual und Not, Ein ewiges Sich-Verteid'gen Gegen Liebe und Tod!

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Berechne jeden Tag, wie viel der Stunden du Verwendet hast auf Mittagsruh, Wie viel auf Schmauserei, wie viel Auf Tanz und Spiel Und auf Geschwätz, das nicht Gespräch gewesen ist, Und dann, o Mensch, zieh ab und sieh, wie alt du bist.

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Laß mein Leben nicht vergeblich gewesen sein.

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Wie kurz ist unser Leben, und doch sinnen wir auf Mittel, uns die Stunden rasch und angenehm vergehen zu lassen.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Wer für sich die Spur des Lebens sucht und schweigend aus dem Drange nach vorwärts lebt, wird immer von allen Beharrenden, mit denen er in Berührung und Reibung kommt, als unzeitgemäß, unbequem, ärgerlich, verkehrt empfunden und von ihnen bedrückt werden.

Müller, Die Bergpredigt verdeutscht und vergegenwärtigt, 1906

Das Menschenleben gleicht der Flut: Den Launen des Schicksals sich fügen, ist gut.

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Lebe dein Leben, Fürchte es nicht!

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Wir begnügen uns nicht mit dem Leben, das wir aus unserem eigenen Sein haben; wir wollen in der Vorstellung der anderen ein imaginäres Leben führen, und darum strengen wir uns an, in Erscheinung zu treten.

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