Leben Sprüche – sinn

1867 Sprüche gefunden

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Was ist unser ganzes Dasein? – Ein Nachschleppen der Vergangenheit.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Und fürwahr: der verliert sehr viel von diesem schönen Leben, der nicht bisweilen eine glückliche Dummheit wagt. Das Leben ist sehr traurig, wenn es nur vernünftig ist.

Hille, Die Hassenburg. Roman aus dem Teutoburgerwalde, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 4, hg. von seinen Freunden, 1905 (posthum)

Das Schulgeld des Lebens heißt Zeit und Gesundheit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Menschenleben – ach! Leben überhaupt – ist Dichtung. Uns selber unbewußt leben wir es, Tag um Tag wie Stück um Stück, – in seiner unantastbaren Ganzheit aber lebt es, dichtet es uns. Weit, weitab von der alten Phrase vom ›Sich-das-Leben-zum-Kunstwerk-machen‹; wir sind nicht unser Kunstwerk.

Andreas-Salomé, Lebensrückblick: Grundriß einiger Lebenserinnerungen, 1951 (posthum)

Wäre des Lebens Zweck nur das Leben, so könnte es einen erbärmlicheren nicht geben.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Kommt man in der einen Welt nicht auf seine Kosten, dann eben in einer anderen.

Voltaire, Candide oder der Optimismus (Candide ou l'optimisme), dt. auch: 'Candide oder die beste aller Welten' oder 'Kandid oder die beste Welt', 1759 (unter dem Pseudonym Docteur Ralph)

Leben heißt ein Tyrann sein.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker

Die Gegenwart Kurz, ach kurz ist diese Spanne Leben! Und – wie's unsichtbare Hände weben, Bleibt's, o Sterblicher! gewebt. Nichts ist, das den kalten Boten ferne; Eilend kommt und löscht er die Laterne: Wer gelebt hat, hat gelebt. – Leere denn des Lebens vollen Becher Still und fröhlich, eh' das Lämpchen schwächer, Dem Verlöschen näher scheint. O genieß, genieß, was dir beschieden; Gönne deinem armen Herzen Frieden: Sey, o Mensch! dein eigner Freund. Laßt uns froh das Heute heute nützen, Nur genießen heißt wahrhaft besitzen; Wer nur sehnend vorwärts strebt, Immer aus der Zukunft Füllhorn naschet, Wer die Gegenwart nicht eilend haschet, Hat geträumt, hat nicht gelebt. Leb', o lebe; denn mit raschem Schritte Eilt der Bote vom Palast zur Hütte, Löscht, wie's kommt, die Fackel, strebt Jeglichen Moment nach neuer Beute: Willst du leben, thu es heute, heute! Wer gelebt hat, hat gelebt.

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Der Zustand vor jedem Dasein war besser, war unsere Heimat.

Busch, Bildergeschichten. Julchen, 1877

Das Leben, Freunde, ist langweilig. Das dürfen wir nicht sagen.

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Die Frage nach einem Sinn und Wert des menschlichen Lebens macht ruhigen Zeiten wenig Sorge, denn der Stand und das Wirken der Gemeinschaft enthält dann so bestimmte Ziele und zeigt sie so deutlich dem einzelnen, daß es gar nicht zu Zweifeln und Fragen kommt.

Eucken, Der Sinn und Wert des Lebens, 4. Auflage 1914 (EA: 1908). Einleitung

Das Leben ist uns, wie das Kind der Amme – zum Auferziehen gegeben.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Man ist nur eigentlich lebendig, wenn man sich des Wohlwollens andrer freut.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Wilhelm Meisters Wanderjahren. Betrachtungen im Sinne der Wanderer

Zu sterben ist ein Nichts. Nicht zu leben ist schrecklich.

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Ist also das Leben trotz überwiegender Unlust ein relatives Gut? warum sonst Todesfurcht?

Bleibtreu, Der Aufgang des Abendlandes, 1925 (unter dem Pseudonym John Macready veröffentlicht)

Das Leben ist ein andauerndes Staunen über das Wunder, zu leben.

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Leben ist verhindertes Sterben.

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Wir sind hier zu lernen, was Leben ist.

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Wie der Mensch drauflos lebt, als ob kein Tod wäre, so kann er sich eigentlich nichts als endlich und nur das Unendliche wirklich vorstellen. Denn wenn er sich vorstellt, alle Menschen und Planeten fänden ein zeitliches Ende, so wird er doch nie glauben, damit sei das All zu Ende.

Bleibtreu, Der Aufgang des Abendlandes, 1925 (unter dem Pseudonym John Macready veröffentlicht)

Leben heißt arbeiten.

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Und je freier man atmet, je mehr lebt man.

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