Leben Sprüche – sinn

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So ist nun unser Leben! Man hat seinen Becher noch nicht zur Hälfte ausgetrunken, und schon streckt sich eine neue Hand danach aus.

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13

Dein Leben wird nach hundert Jahren auch sehr dumm erscheinen […] Wenn sich überhaupt jemand daran erinnern wird, daß du auf der Welt gwesen bist.

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13

Wie gut aber auch ein Mensch sein Leben ausgewählt hat – es währt nur einige Jahrzehnte.

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13

Das Leben war ein Werk der Gottheit: Aber der Gebrauch desselben sollte unser Werk sein.

Meyern, Dya-Na-Sore, oder die Wanderer. Eine Geschichte aus dem Sams-kritt übersetzt, 3 Bde., 1787-91

Das Leben ist ein Instrument, Von Gott uns in die Hand gegeben; Von ihm zu Weisheit und Verstand Ganz rein gestimmt: nur, Harmonien Für Geist und Herz daraus zu ziehen, Das überließ er unsrer Hand.

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Das sind die Stufen der Erkenntnis: das Leben ein Zweck, das Leben ein Leid, das Leben ein Traum, das Leben ein Ulk, das Leben ein Spiel, das Leben ein Gottesdienst!

Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Leben ohne Eitelkeit Sieh, mein Außenbild ist fügsam, sieh, mein Haben, so genügsam, achtet wohl des Gleichgewichts. Hat es wenig, dankt für viel es, wahrt des Weges, Maßes, Zieles und Verzichts. Doch mein Innensein verzichtet, eh es sich genügsam richtet, achtet nicht des Gleichgewichts. Immer steig' es oder fall' es, hat es vieles, will es alles oder nichts!

Kraus, Worte in Versen I-IX, 1922-1930. I, 1916

Junge Knospen und falbes Laub, Ruhende Sterne und wirbelnder Staub, Freude zuweilen und gleiche Qual, Ein ewiges Steigen zu Berg und Thal, Getrennte Netze wieder zu weben – Wir nennen es Leben!

Hoddick (Hg.), Aphorismenschatz der Weltliteratur. Weltliche Texte für Rede und Schrift, 1898

Die Menschen verkaufen ihr Leben zu billig, nicht nach seinem Wert.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

Im Alter erträgt man das Leben; in der Jugend mißbraucht man es.

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Das Leben ist bekanntlich sehr schwierig und sehr kompliziert, und es gibt viele Wege zum Zentralfriedhof [...].

Freud, S., Briefe. An Wilhelm Fließ, 28. Mai 1888

Freilich ist es nicht viel wert, das Leben; wir ertragen es nur kraft eines fast unüberwindlichen Triebs, den die Natur uns mitgegeben hat. Sie hat diesem Triebe aus dem Untergrund der Pandorabüchse noch die Hoffnung hinzugefügt.

Voltaire, Kleine philosophische Aufsätze. Vom Wert des Lebens und vom Tod. Aus Briefen an Frau du Deffand

Siehe, ich lebe. Woraus? Weder Kindheit noch Zukunft werden weniger …Überzähliges Dasein entspringt mir im Herzen.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Duineser Elegien, 1912/1922

Wie lange müsste eigentlich das Leben dauern, um nicht kurz zu scheinen? ... Einige Ewigkeiten?! ...

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Mein Leben beginnt jeden Morgen neu und endet jeden Abend; Pläne und Absichten darüber hinaus habe ich keine; d. h., es kann natürlich zum Tagewerk gehören, vorauszudenken [...], aber eine ›Sorge‹ für den kommenden Tag darf es nie sein.

Stein, E., Briefe. 12. Februar 1928

Das Leben ist eine Skatpartie. Das Geschick allein hilft nicht. Aber selbst wenn die Minderbegabten oft die meisten Wenzel haben, können sie nur durch ihr Glück das Spiel auch noch nicht gewinnen.

Weber, Ohne Maulkorb. Gereimte Satiren, 1905

Die größte Geißel dieses modernen Lebens ist es, Dingen Bedeutung beimessen zu müssen, die in Wahrheit gar keine besitzen.

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Die Kürze unseres Erdenlebens ist eine Gewißheit, die weder unsere Freuden stören noch unseren Kummer lindern kann.

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Leichter Sinn Und wie wär' es nicht zu tragen Dieses Leben in der Welt? Täglich wechseln Lust und Plagen, Was betrübt und was gefällt. Schlägt die Zeit dir manche Wunde, Manche Freude bringt ihr Lauf; Abereinesel'ge Stunde Wiegt ein Jahr von Schmerzen auf. Wisse nur das Glück zu fassen, Wenn es lächelnd dir sich beut! In der Brust und auf den Gassen Such' es morgen, such' es heut. Doch bedrängt in deinem Kreise Dich ein flüchtig Missgeschick, Lächle leise, hoffe weise Auf den nächsten Augenblick. Nur kein müßig Schmerzbehagen! Nur kein weichlich Selbstverzeihn! Kommen Grillen, dich zu plagen, Wiege sie mit Liedern ein. Froh und ernst, doch immer heiter Leite dich die Poesie, Und die Welle trägt dich weiter, Und du weißt es selbst nicht wie.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Drittes Buch. Athen

Das Leben ist restlose Vereinigung des Unvereinbaren.

Hofmannsthal, Buch der Freunde, 1922

Man muss nicht nur die Bücher exzerpieren lernen, sondern das Leben selbst.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)