Leben Sprüche – sinn

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Die Wiederkehr ist der Weg des Sinns. Die Sanftheit ist die Wirkung des Sinnes. Alle Dinge dieser Welt entstehen aus dem Sein. Das Sein entsteht aus dem Nichtsein.

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Ins Leben treten heißt auch, in den Tod eingehen.

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Die schönste Kunst, das schwierigste zu erlernen, ist die Kunst zu leben.

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Das Leben, besonders das sittliche, hat Flug, dann Sprung, dann Schritt, endlich Stand; jedes Jahr läßt sich der Mensch weniger bekehren, und einem bösen Sechziger dient weniger ein Missionär als ein Autodafé.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Drittes Kapitel. Wichtigkeit der Erziehung

Ach das Leben wird wie das Meerwasser nicht eher ganz süß, als bis es gen Himmel steigt.

Jean Paul, Titan, 4 Bde., 1800-1803. Vierter Band. 35. Jobelperiode. 146. Zykel

Glücksspiele werden verboten – das längste ausgenommen, das Leben.

Jean Paul, Nachlass. Gedanken, 1805

Für manche ist das Leben ein Bette, worin sie immer nur gekrümmt liegen können.

Jean Paul, Nachlass. Gedanken, 1799

Das Leben gleicht einem gut geschriebenen Buche: man ist eher damit fertig, als man es wünscht; Toren durchblättern es flüchtig, aber Kluge lesen es mit Bedacht, weil sie wissen, daß sie es nur einmal lesen können.

Heinsius (Hg.), Stoff zu Ausarbeitungen und Reden in einer Menge wissenschaftlich-geordneter Aufgaben, Abhandlungen und Dispositionen, 2. Ausgabe 1818

Der Mensch sollte nach der ersten Liebe und der ersten Freundschaft sterben: so wäre doch das Leben ihm ein Leben.

Jean Paul, Nachlass. Gedanken, 1809

Dem Traume sind wir mehr Geschöpfe als Schöpfer; das Leben wird uns gereicht, aber wir ordnen es nicht, sondern wir unterordnen uns ihm.

Jean Paul, Nachlass. Philosophische Untersuchungen, 1801

Das Maß des Lebens ist eine Leistung an Gutem, nicht seine Länge.

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Das Dasein ist köstlich, man muß nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.

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Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.

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Als Sklaven und Herren ihrer Eigenliebe leben die Menschen dahin, nicht um zu leben, sondern um andere glauben zu machen, sie hätten gelebt.

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Leben heißt nicht atmen, sondern handeln; es heißt, sich unserer Organe, unserer Sinne, Fähigkeiten, kurz, sich aller der Teile von uns bedienen, welche uns die Empfindung unseres Daseins verleihen. Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, der die höchsten Jahre zählt, sondern der, der sein Leben am meisten empfunden hat.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Häufig betrachte ich das Leben so wie ein Zuschauer, gleichsam als hätte ich keinen Anteil daran. Und nur bei dieser Betrachtungsweise sieht man es richtig.

Tolstoi, Tagebücher. 1905

Das Leben stimmt nicht mit der Philosophie überein: Es gibt kein Glück ohne Müßiggang, und nur das Nutzlose bereitet Vergnügen.

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Man muß das Leben so einrichten, daß jeder Augenblick bedeutungsvoll ist.

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Ich habe versucht, das Leben gut zu behandeln, und es hat mich belohnt. Denn das Leben erwidert unweigerlich Lächeln mit Lächeln, Tritt mit Tritt!

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Die Lebenskunst hat mit der Fechtkunst mehr Ähnlichkeit als mit der Tanzkunst, insofern man auch auf unvorhergesehene Streiche gerüstet sein und unerschütterlich fest stehen muß.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 7,61. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht.

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