Leben Sprüche – sinn
1867 Sprüche gefunden
Man überschätzt das Leben, und das macht dessen Verlust so schmerzlich.
Es gibt kühne Sportsleute, denen das Leben andrer ebenso wertlos erscheint, als das ihrige tatsächlich ist.
Dem Erlebenden dehnt sich das Leben.
Das Dasein ist ein unbebautes Land, Vom Lufthauch überweht, vom Sonnenstrahl umlodert; Und diese tote Wildnis fordert Das Leben erst von unsrer Hand.
Jeder Schatten ist im letzten doch auch Kind des Lichts, und nur wer Helles und Dunkles, Krieg und Frieden, Aufstieg und Niedergang erfahren, nur der hat wahrhaft gelebt.
Ist dein Leben deiner Lust Oder deines Leidens Bild? Lebst du weiter, weil du will(s)t Oder weil du mußt?
Das ganze Leben ist ein Verschlingen und Umschmelzen der Dinge in unser eignes Metall.
Das Leben baut nichts auf, wozu es nicht die Steine anderswo ausbricht.
Zwei kleine Worte Es gibt viel Jammer in der Welt, viel tausend gebrochene Herzen; an allen Ecken und Enden hallt der Aufschrei grosser Schmerzen. Ein Elend aber kenne ich – es kann kein größ'res geben; zwei kleine Worte schließen's ein – es heißt: Verfehltes Leben.
Aber mein Leben, jeder Augenblick dieses Lebens, was auch immer in Zukunft mit mir geschehen wird, wird nicht mehr sinnlos und vergeblich sein wie bisher; es hat einen unbezweifelbaren Sinn bekommen: er liegt in dem Guten, das ich in jeden Augenblick meines Lebens hineinzulegen vermag.
Leben heißt lachen mit blutenden Wunden.
Dass du sowohl lange als kurz leben kannst, darauf richte dich ein.
Leben, was bist du, denn ein Heimverlangen. Seele, was bist du, denn ein Senker zur Nacht. Gut und Blut, was seid ihr, denn trübere Schemen. Abends, wann der Regen fällt.
Das Leben ist der wichtigste Teil des menschlichen Daseins.
Wenn man wüsste, was Lebensglück kostet, möchte niemand es kaufen.
Doch selbst, wenn alles … nur Traum und Utopiawäre, unser Lied ist und wirsind. … Ein Leben und Buch voll Wahrheit, Irrtum und Widerspruch, voll Sehnsucht, Glauben, Verzweiflung, Erfüllung, Verzicht und Erlösung, voll Hohnlachen, Groll und Empörung, voll Sonne, Gewitter, Freude und Elend, Klage, Jammer und Jubelschall, voll Quellenrauschen und Gipfelhauch, voll Stille und Sturm, Ruhe und Reigentanz der unergründlichen Seele.
Im Leben geht es nicht zu wie in den Fabeln. Es hat nicht jeder Abschnitt seinen gereimten Schlußspruch.
Leben ist Trieb, Wille, Flamme, Angriff.
Das Leben ist wie eine Prozession. Wer langsam geht, findet sie zu schnell und steigt aus. Wer schnell geht, findet sie zu langsam und steigt auch aus.
Das Leben wird ursprünglich als Wir erlebt, als Sippe, Horde etc. Der Einzelne fühlt sich kaum als Individuum.
Hymnus an das Leben Du, brausend aus ewig schwangerer Nacht Und ewig zeugendem Lichte, Aus feuchtem Brodem und Glut entfacht, Verwegenstes der Gedichte: Geträumt von Gott, dem ursprünglichen Geist, Dem Grund des Abgrunds entquollen, Du, das da schäumt und zittert und kreist – Wie rollen Geheimnisvoll die Rhythmen des Alls Durch deine dämonischen Fluten, Im Wirbel der Wollust, im Schrei des Metalls, In gewitterflammenden Ruten! Im adlerschwebenden Gletschersang Der unbesieglichen Seelen, Im schattendämmernden Untergang – In Höhlen Der schwelenden Wut und des heimlichen Leids, Im Feuer der stolzen Empörung, In blühender Rosen berückendem Reiz, In seliger Sehnsucht Erhörung. In lachender Laune weltheiterem Laut, In Genien, der Urkraft ergeben, Was da atmet und schwingt, was da leuchtet und taut: Du Leben!