Leben Sprüche – sinn
1867 Sprüche gefunden
Welch Fabelwerk ist unser Leben? Halb ist's Wesen, halb ein Schein; Zu kurz, nach eitlem Glück zu streben, Zu lang, ohn eitles Glück zu sein.
Das Leben ist ein Würfelspiel.
Genieße dein Sein mehr als deine Art zu sein, und der liebste Gegenstand deines Bewußtseins sei dieses Bewußtsein selber!
Nicht wünsch' ich zurück Der Jugend Glück, Ihr Träumen, Sehnen und Hoffen, Als noch die Zukunft vor mir lag Weit offen. Ich habe gestrebt, Solang ich gelebt, Und viel gekämpft und gelitten, Drum halt' ich wert, was ich als Preis Erstritten. Mir ist es genug, Daß frei von Trug Und Täuschung mir wurde beschieden Im tiefsten Innern Harmonie Und – Frieden.
Überhaupt gleicht das Leben oft dem Fang-Baume mit aufwärtsgerichteten Stacheln, an welchem der Bär leicht hinauf zum Honig-Köder klettert, wovon er aber unter lauter Stichen wieder zurückrutschet.
Alles in allem – welch eine Ballade war mein Leben.
Das menschliche Leben (Eine Allegorie) Dieses Lebens großer Weg Hat viel gefährliche Stellen. Allem Unglück vorzubeugen, Mein Teurer, verhalt ich mich so: Ich spann an meinen sterblichen Wagen, Den ich zum Grabe führe, zuerst Gerechtigkeit, die stets auf rechtem Wege bleibt, Und Liebe, sonder die es allzu langsam ginge. Wahrheit, Unabhängigkeit, Die bloß ein sanftes Leitseil dulden, Gehn munter in der Mitt' und bleiben Gern von des Reichtums Straß' entfernt. Gesundheit und ein gutes Gewissen Hüpfen fröhlich voran, Und reißen mich an Plätzen, Die tief und schlammig sind, hindurch. Nichts bleibt vom Glück und der Natur Mir ferner zu erbitten übrig, Als daß mein auserlesenes Gespann So lang' als selbst mein Wagen daure.
Der Faden des Lebens hängt doch am Faden des Todes!
Man kann aber nicht auf dem Meere fahren, ohne zu wissen wohin, und ebenso wenig kann man leben und sein Leben schaffen, ohne zu wissen: wozu?
Stil des Lebens heißt: Ethos, Instinkt, Haltung; sich so bewegen und halten, so kämpfen. Das ist der Ursinn der Sitte.
Mein Leben ist nicht diese steile Stunde, darin du mich so eilen siehst. Ich bin ein Baum vor meinem Hintergrunde, ich bin nur einer meiner vielen Munde und jener, welcher sich am frühsten schließt. Ich bin die Ruhe zwischen zweien Tönen, die sich nur schlecht aneinander gewöhnen: denn der Ton Tod will sich erhöhn – Aber im dunklen Intervall versöhnen sich beide zitternd. Und das Lied bleibt schön.
Das ist der Zwiespalt hier auf dieser Erden Und macht das Spekulieren diffizil: Das Leben ist nicht wert gelebt zu werden, Jedoch vom Sterben hat man auch nicht viel!
Jeder muß zufrieden sein mit der Zeit, die ihm zum Leben gegeben wird.
Welche Form auch das menschliche Leben annehme; es sind immer dieselben Elemente, und daher ist es im wesentlichen überall dasselbe, es mag in der Hütte, oder bei Hofe, im Kloster, oder bei der Armee geführt werden.
Nur das Lebendige hält Gabe der Göttlichen fest.
Das Leben, Freund, ist eine Kunst.
Frage nicht mehr nach dem „Wert des Lebens“, sondern nach dem Werte, den du deinem Leben geben kannst!
Die Wirklichkeit des Lebens besteht nicht aus Gefühl, sondern aus Aktivität.
Das Leben gleich einem Schauspielhaus: die Schlechtesten haben oft die besten Plätze.
Man muß die Nähe des Todes empfunden haben, [...] um zu wissen, wie schön das Leben ist.
Gefällt Vielen dein Leben, so kann es dir selbst nicht gefallen.