Leben Sprüche – zeit

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Das Interim Hat den Schalk hinter ihm. Wieviel Schälke muß es geben, Da wir alle ad interim leben.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Sprichwörtlich

Leben wandelt in Tod die Natur, die Formen vertauschend, Und mit des Fleisches fremdem Gewand umhüllt sie die Seele.

Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 2. Auflage 1922 (EA: 1908). 66.

Wandlung ist das Geheimnis der Welt. In steter Entfaltung Unabsehlich gestuft bildet das Leben sich aus.

Geibel, E., Gedichte. Spätherbstblätter. Distichen aus dem Wintertagebuche, 7.

Es ist Gnade, zu sterben, die Hölle, tot zu leben.

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Auf dieser Welt muß entweder bald gestorben oder geduldig gelebt werden.

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Das Leben nimmt keine Rücksicht auf unsere Zukunftspläne.

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Die Angelegenheiten unseres Lebens haben einen geheimnisvollen Gang, der sich nicht berechnen läßt.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 2. Buch, 11. Kap.

Lange leben heißt gar vieles überleben, geliebte, gehaßte, gleichgültige Menschen, Königreiche, Hauptstädte, ja Wälder und Bäume, die wir jugendlich gesät und gepflanzt. Wir überleben uns selbst und erkennen durchaus noch dankbar, wenn uns auch nur einige Gaben des Leibes und Geistes übrig bleiben.

Goethe, J. W., Briefe. An Auguste Gräfin zu Bernstorff-Stolberg, 17. April 1823

Bebt dir die Seele vor dem Gang der Sterne im Wechsel zwischen Nacht und Himmels Blau? Geheimnisvoll und mächtig steht im Kerne das Schöpfungswunder zwischen Mann und Frau, in allen Himmeln und auf allen Erden gilt das Gesetz, das dir die Straße weist, und Menschen wurden, Menschen sollen werden, dies ist des Lebens Kette, die nicht reißt. Dich trug die stete Welle aus den Weiten und trägt dich stetig durch die Weiten hin; gebunden gehst du wie die Stunden schreiten, und du bist Ende, Stufe und Beginn. Das Blut, das deine Väter dir gegeben, strömt heilig sicher und vom Licht geweiht in deine Erben ein – so rollt dein Leben hin zwischen Ewigkeit und Ewigkeit.

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Laß die Welt ihren Gang gehen, wenn er nicht aufgehalten werden kann, wir gehn den unsern.

Hölderlin, F., Briefe. An seinen Bruder am 2. Juni 1796

Willst du dir ein gut Leben zimmern, Mußt ums Vergang'ne dich nicht bekümmern.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Zahme Xenien, Kap. 8, Axiom

Wir wissen alle nicht, wann der liebe Gott zu uns sagt: "So, das war's jetzt! Es wird Zeit nach Hause zu kommen." Es ist nicht das Alter, das mich erschreckt und nicht eine Zahl. Ich merke nur sehr deutlich, dass meine Zeit immer begrenzter und kostbarer wird.

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Das Notabene (Nach Bellmann) Holt mir Wein in vollen Krügen! (Notabene: Wein vom Sundgau) Und ein Weib soll bei mir liegen! (Notabene: eine Jungfrau) Ewig hängt sie mir am Munde. (Notabene: eine Stunde…) Ach, das Leben lebt sich lyrisch (Notabene: wenn man jung ist), Und es duftet so verführisch (Notabene: wenn's kein Dung ist), Ach, wie leicht wird hier erreicht doch (Notabene: ein Vielleicht noch…) Laß die Erde heiß sich drehen! (Notabene: bis sie kalt ist) Deine Liebste sollst du sehen (Notabene: wenn sie alt ist…) Lache, saufe, hure, trabe – (Notabene: bis zum Grabe).

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Das Leben ist kurz, jedes Blatt werde mit etwas bezeichnet, was unermeßlich ist, und jede Minute zeige etwas Unvergängliches und Ewiges!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Es bleibt, was ist seit Stern' und Sterne ziehn, Doch wird es uns nur kurze Zeit geliehn. Wir sind ein Strom, sein Bett besteht ein Weilchen, Doch was ihn füllt, sind immer neue Teilchen.

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Dem Sturme, der hinbraust zwischen Trümmern, gleicht unser Leben; es gleicht nur Stunden. Drum will ich mich um zwei Tage nicht kümmern: Um den, der noch kommt, und um den, der geschwunden.

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Wir, wirleben!Unser sind die Stunden, Und der Lebende hat recht.

Schiller, F., Gedichte. Aus: An die Freunde, 1802

Das Leben ist eine unheilbare Krankheit.

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Es liegt in eurem Willen, nicht in der Anzahl der Jahre, daß ihr hinlänglich gelebt habt.

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Denn wer den Besten seiner Zeit genug Getan, der hat gelebt für alle Zeiten.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallenstein, Prolog, 1798

Die Ros ist ohn warum; sie blühet, weil sie blühet, Sie acht nicht ihrer selbst, fragt nicht, ob man sie siehet.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675