Leben Sprüche – zeit

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Wir weben jeden Tag an dem Gewande, das wir mit in die Ewigkeit nehmen und in der Ewigkeit tragen.

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Wechsel Lebensfreude, Lebensschmerz Wechseln immerwährend, Denn das eine wär' fürs Herz Geradezu verzehrend.

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Das Leben ist ein flüchtiger Gedanke, aber ein Gedanke voll Leben, groß genug um gelebt zu werden.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Das Leben ist so kurz, und die Menschen verstehen es nicht einmal, sich aus den doch noch bestehenden vierundzwanzig Stunden ein kleines, feines, flüchtiges Paradies zu machen!

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Das Leben ist kurz … weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine übrig bleibt, um es zu genießen.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Lied des Lebens Flüchtiger als Wind und Welle Flieht die Zeit; was hält sie auf? Sie genießen auf der Stelle, Sie ergreifen schnell im Lauf, Das, Ihr Brüder, hält ihr Schweben, Hält die Flucht der Tage ein. Schneller Gang ist unser Leben; Laßt uns Rosen auf ihn streun! Rosen, denn die Tage sinken In des Winters Nebelmeer; Rosen, denn sie blühn und blinken Links und rechts noch um uns her. Rosen stehn auf jedem Zweige Jeder schönen Jugendthat. Wohl ihm, der bis auf die Neige Rein gelebt sein Leben hat! Tage, werdet uns zum Kranze, Der des Greises Schläf' umzieht Und um sie in frischem Glanze Wie ein Traum der Jugend blüht. Auch die dunkeln Blumen kühlen Uns mit Ruhe, doppelt süß; Und die lauen Lüfte spielen Freundlich uns ins Paradies.

Herder, J. G., Gedichte

Der Mensch erfährt, er sei auch, wer er mag, ein letztes Glück und einen letzten Tag.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Sprichwörtlich

Das Leben ist nichts als eine lange Reihe von verpaßten guten Gelegenheiten.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Das ganze Leben besteht aus Teilen und setzt sich aus Kreisen zusammen, von denen immer ein größerer die kleineren umschließt. Einer von ihnen umfasst und begrenzt alle; er reicht vom Tag der Geburt bis zu dem des Todes.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 12. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Verflucht sei, wer sein Leben an das Große Und Würdge wendet und bedachte Plane Mit weisem Geist entwirft! Dem Narrenkönig Gehört die Welt.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 3. Akt, 6. Auftritt, Talbot

Ich weiß nicht, was das sein mag, das ewige Leben. Aber dieses hier, das diesseitige, ist ein schlechter Scherz.

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Nicht der Tod ist furchtbar, meistens ist es das Leben.

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Verweile nicht, dich zu entschließen, Und Tage zu genießen, Die uns die karge Zeit Nur wenig, wenig Monden leiht!

Uz, J. P., Gedichte. Aus: Sehnsucht nach dem Frühlinge

Freund! versäume nicht zu leben, Denn die Jahre fliehn, Und es wird der Saft der Reben Uns nicht lange glühn!

Kleist, E. C., Gedichte. Aus: Dithyrambe

Unsere Lebenszeit ist wie ein Baum – und die Stunden wie Axthiebe.

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Die Zeit So ist nun mal die Zeit allhie', erst trägt sie dich, dann trägst du sie, und wann's vorüber, weißt du nie!

Busch, Bildergeschichten. Hernach, 1908

Was ist euer Leben? Ein Rauch seid ihr, der eine kleine Zeit bleibt und dann verschwindet.

Neues Testament. Der Brief des Jakobus (#Jak 4,14)

Das Leben eines Volkes ist nur ein Gespinst von Elend, Verbrechen und Wahnwitz.

France, Die Insel der Pinguine, 1908

Das Leben verliert unterwegs an Reiz, daher möchte man so gern schon auf halbem Wege wieder umkehren.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Keiner sucht Trost, dass er nicht immer gelebthat– jeder, dass er nicht immer lebenwird.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Schlange vor dem Schalter. Alles geht, wenn auch langsam, so doch regelmäßig; du ruckst voran. Bis der Mann vor dir herankommt. Der Mann vor dir macht stets ungeahnte Schwierigkeiten, er will Herrn Eisenbahn persönlich sprechen und braucht für sich allein so viel Zeit wie alle andern Vormänner zusammen. So ist das Leben.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schnipsel [8], in: Die Weltbühne, 05.07.1932, Nr. 27 (Peter Panter)