Leben Sprüche – zeit

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Das Leben: ein langes Verfahren, müde zu werden.

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Das Leben ist einmalig. Der Tod ist endgültig.

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Das Leben! Ein besuchtes Theater! Aber ich glaube, man gibt dafür zu viele Einlasskarten aus.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)

Hyperions Schicksalslied Ihr wandelt droben im Licht Auf weichem Boden, selige Genien! Glänzende Götterlüfte Rühren euch leicht, Wie die Finger der Künstlerin Heilige Saiten. Schicksallos, wie der schlafende Säugling, atmen die Himmlischen; Keusch bewahrt In bescheidener Knospe, Blühet ewig Ihnen der Geist, Und die seligen Augen Blicken in stiller Ewiger Klarheit. Doch uns ist gegeben, Auf keiner Stätte zu ruhn, Es schwinden, es fallen Die leidenden Menschen Blindlings von einer Stunde zur andern, Wie Wasser von Klippe Zu Klippe geworfen, Jahr lang ins Ungewisse hinab.

Hölderlin, F., Gedichte

»Das Leben ist eine Krankheit, die ganze Welt ein Lazarett!« »Und der Tod ist unser Arzt –«

Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Vierter Teil. Die Stadt Lucca. Kapitel 5

Am Schachbrett des Lebens Beim Schachspiel saß ich. Ein Springerzug Ließ jäh meine Wangen erblassen. Das Herz hinauf bis zum Hals mir schlug: Die Königin mußte ich lassen. Ich nehme den goldenen Becher zur Hand Und leere ihn bis zum Grunde. Die Königin fuhr in das weite Land, Lacht über das Herz, das wunde. Jahre vergehen. Ich sitze still Gebückt überm Schachbrett wieder. Das Leben verloren? Verloren das Spiel? Verweht die Rosen, die Lieder? Wer bist du, Partner? Ich kenne dich doch! Deine Augen, die braunen, sie brennen. Märchen einst. Märchen auch heute noch. Jugend, so will ich dich nennen. Du selige Jugendpoesie Breit über mir aus die Hände. Ich sinne und spiele die alte Partie. Sie geht niemals zu Ende.

Bern/Zoozmann (Hg.), Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl aus vergangenen Jahrhunderten und aus unseren Tagen, Erstauflage hg. von Maximilian Bern, spätere Auflagen neu bearbeitet und hg. von Richard Zoozmann, 3 Bde., 1924-29 (EA: 1902)

Das Leben ist ein Schlaf, ein gedrückter heißer Schlaf, Vampyren sitzen auf ihm, Regen und Winde fallen auf uns Schlafende, und wir greifen vergeblich aus zum Erwachen.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Viertes Heftlein. 39. Hundposttag

Ihre körperliche[n] Reize befanden sich gerade in dem sonderbaren Zeit-Punkt, wo sie anfangen, ihre anziehende Kraft mit der abstoßenden zu vertauschen.

Lichtenberg, Sudelbuch L, 1796-1799. [L 302]

Die Menschen freuen sich über den Aufgang und auch über den Untergang der Sonne und werden nicht gewahr, dass dabei auch ihr Leben dahinschwindet.

Böhtlingk (Hg.), Indische Sprüche. Sanskrit und Deutsch, 3 Bde., 1863-65. Bd. 1, 1411. Ramayana II, 105

Das Leben fließt wie ein Wasser dahin und nimmer wieder.

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Wir sprechen von unsrem Herzen, unsern Planen, als wären sie unser, und es ist doch eine fremde Gewalt, die uns herumwirft und ins Grab legt, wie es ihr gefällt, und von der wir nicht wissen, von wannen sie kommt, noch wohin sie geht.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Erstes Buch. Hyperion an Bellarmin

Des Knaben Alter ist Idylle. Der Jüngling braust des Herzens Fülle in Oden aus und Dithyramben. Der Mann schwankt hin und in Jamben. Der Greis beklagt in Elegien der guten Zeiten schnelles Fliehen. Der Tod macht auf den ganzen Kram ein bittres Epigramm.

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Wir alle wünschen uns ein langes Leben, in dem die Zeit rasch dahineilt!

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Unser langgepries'nes Leben Ist ein einz'ger Augenblick, O genieß' ihn! Götterkräfte geben Dir ihn nimmermehr zurück.

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Die Flöhe und die Wanzen gehören auch zum Ganzen.

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Wir wollen auf den Abendstern und auf die ersten Nebel warten. Wir blühen und verblühen gern in Gottes großem Garten.

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In den menschlichen Dingen ist ein Kreislauf, er geht um und läßt nicht immer dieselben glücklich sein.

Herodot, Historien. I, 207

Im Leben muß man manchmal einen Zug zu verpassen wissen.

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Es gibt Leben, die Spuren hinterlassen wie Reifen im feinen Sand.

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Jedes Existierende ist ein Analogon alles Existierenden; daher erscheint uns das Dasein immer zu gleicher Zeit gesondert und verknüpft.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 2. Buch, 11. Kap.

Sind wir ja eben deshalb da, um das Vergängliche unvergänglich zu machen.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Kunst und Altertum. Dritten Bandes erstes Heft, 1821