Leben Sprüche – zeit

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Wird einem das Leben alle Tage schwerer, so wird es ihm ja auch mit jedem Tag mehr abgekürzt.

Steffens, Christliche Religionsphilosophie, 2 Bde., 1839

Ihr sollt niemals aufhören zu leben, ehe ihr gestorben, welches manchem passiert und ein gar ärgerliches Ding ist.

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Leben und Tod; daraus ist alles zusammengesetzt.

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Das Leben zehrt den Tod auf, und nicht der Tod das Leben.

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Alle Dinge sind miteinander verbunden.

Chief Seattle, zugeschriebene Rede 1854

[Man kann den Wert des menschlichen Lebens mit einem treulosen Gläubiger vergleichen:] Es hält unsere Jugend und unsre männlichen Jahre von einem Tage zum andern mit Lügen hin; endlich gesteht es den Betrug, und gibt unserm Alter eine völlige abschlägige Antwort.

Young, Klagen oder Nachtgedanken (The Complaint or Night-Thoughts), 1742-45. 8. Nacht, Fußnote. Übersetzt von J. A. Ebert, 1790

Man muß die kurze Frist dieses Lebens nach dem Gesetze des ewigen Lebens zubringen.

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Jahre und Geschäfte, juristische vollends, ach das Leben selber ziehen den Menschen immer weiter herab, anfangs aus dem Äther in die Luft, dann aus der Luft auf die Erde [...].

Jean Paul, Titan, 4 Bde., 1800-1803. Vierter Band. 35. Jobelperiode. 140. Zykel

Alles auf Erden gibt sich die Hand nur für kurze Zeit.

Hebbel, F., Briefe. 29. Mai 1845

Ich schildere nicht das Sein, ich schildere das Unterwegssein; weniger von einem Lebensalter zum anderen als von Tag zu Tag, von Minute zu Minute.

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Wie eilig ordnet sich Geschehnes ein.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Flüchtig sind des Lebens Tage. Erdendasein ist ein Traum: Fülle nicht mit Sorg' und Klage Dieser Spanne kleinen Raum! Auf des Lebens kurzer Reise Sei uns Muth das Losungsworth! Nur durch Muth gelangt der Weise In den stürmesichern Port.

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Das Weltleben [schleift] alles Große am Menschen weg[], wie das Wetter an Statuen und Leichensteinen gerade die erhabnen Teile wegnagt.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. 24. Hundposttag

Vom Stundenzeiger des Lebens. – Das Leben besteht aus seltenen einzelnen Momenten von höchster Bedeutsamkeit und unzählig vielen Intervallen, in denen uns bestenfalls die Schattenbilder jener Momente umschweben. Die Liebe, der Frühling, jede schöne Melodie, das Gebirge, der Mond, das Meer – alles das redet nur einmal ganz zum Herzen: wenn es überhaupt je ganz zu Worte kommt. Denn viele Menschen haben jene Momente gar nicht und sind selber Intervalle und Pausen in der Symphonie des wirklichen Lebens.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Neuntes Hauptstück. Der Mensch mit sich allein

Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!

Büchner, Dantons Tod, 1835

Biographien sind nur die Kleider und Knöpfe des Menschen – die Biographie des Menschen selbst lässt sich nicht schreiben.

Twain, Autobiografische Schriften

Das Leben gleicht einem Fluss, nie taucht man zweimal in dasselbe Wasser.

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Unser Leben, womit läßt es sich vergleichen? Mit dem Tautropfen, vom Schnabel eines Wasservogels abgeschüttelt, in dem sich nun das Mondlicht spiegelt.

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Es dichtet des Lebens Federkiel Manch' schwer zu verstehende Glosse; Es erlebt mancher ein Trauerspiel, Und der Zuschauer hält's für 'ne Posse.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Zwischen uns und der Hölle oder dem Himmel steht nur das Leben.

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Was ist unser Leben als eine Reihe von Präludien, zu jenem unbekannten Lied, dessen erste feierliche Note der Tod anschlägt.

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