Leben Sprüche – zeit

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Entstehen und Vergehen, das ist das Gesetz der Welt.

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Das Menschenleben – das Nichts, das der Löwe richtiger einschätzt als der Mensch.

Weber, Durch die Lupe, 1907

Du bist auf dieser Welt nur Gast, Auf eine kurze Zahl von Tagen; Wird's dir so schwer, dich also zu betragen, Daß du nicht andern Gästen fällst zur Last?

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Herz, schöpf aus die tausend Quellen, die dir freudefunkelnd schwellen in dem Strahl des Sonnenlichts! Laß die heil'gen Lebensfluten nicht verrinnen und verbluten in das abgrundtiefe Nichts. Noch hast du die Kraft zu fangen, bald wohl ist der Tag vergangen, und des Abends Schatten fällt; bald, wer weiß, mußt du vollenden und du gehst mit leeren Händen aus der überreichen Welt.

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Wie der Arbeiter, welcher ein Gebäude aufführen hilft, den Plan des Ganzen entweder nicht kennt, oder doch nicht immer gegenwärtig hat, so verhält der Mensch, indem er die einzelnen Tage und Stunden seines Lebens abspinnt, sich zum Ganzen seines Lebenslaufes und des Charakters desselben.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Wie nahe liegt in unserm Leben wie auf den Alpen unser Sommer neben unserm Winter, wie klein ist der Schritt aus unsern Blumengärten in unsre Eisfelder!

Jean Paul, Biographische Belustigungen unter der Gehirnschale einer Riesin, 1796. Erste biographische Belustigung

Man erkennt das Leben erst, wenn es entflieht, und man begreift es erst, wenn man die Macht darüber verloren hat.

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Lebe so, als müßtest du sofort Abschied vom Leben nehmen, als sei die Zeit, die dir geblieben ist, ein unerwartetes Geschenk.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Bedenk', bedenk', o Menschenkind, Dein Leben ist wie Spreu im Wind, Der Tod hat schnelle Flügel! Wer weiß, wie bald der Morgen graut, Wo man das letzte Haus dir baut, Sein Dach auf grünem Hügel. Was jagst du mit so viel Beschwer Nach Gold und Macht, nach Ruhm und Ehr?

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Zwischen der Wieg und dem Sarg wir schwanken und schweben Auf dem großen Kanal sorglos durchs Leben dahin.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Epigramme. Venedig 1790

Wenn ihr ein Jahr gelebt und den Wechsel der Jahreszeiten erlebt habt: Winter, Frühling, Sommer, Herbst, dann habt ihr alles gesehen und nichts Neues werdet ihr mehr erblicken.

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Das Leben ist wie eine Speise, welche uns nur ihrer Gewürze wegen schmeckt.

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Unser Leben sei wie unser Atem: rhythmisch und leidend, stetig sich selbst erfüllend, keines Zweckes gedenkend.

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Ein Leben haben wir, und dies nur eine Leben, Dies, dies verschwenden wir im blinden Ohngefähr! Als wärs zu sparsamer Benutzung nicht gegeben, Als wenn's das zwanzigste von tausend Leben wär'!

Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Wir gehen wie Reisende über die Meere.

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Des Lebens Zeit ist kurz; Die Kürze schlecht verbringen, wär' zu lang.

Shakespeare, König Heinrich IV. (King Henry IV), 2 Teile, Erstdruck 1598-1600. 2. Aufz., Percy

Was ist denn … flüchtiger als das Leben, was ist uns schärfer auf den Fersen als der Tod?

Petrarca, F., Briefe. An Socrates in Avignon

Wir sind offenbar nur Übergangswesen und unser irdisches Dasein ist augenscheinlich nur der Vorgang oder die Fortsetzung des Daseins einer Puppe, die sich in einen Schmetterling verwandelt.

Dostojewski, Sinn der Läuterung, zusammengestellt von J. Schirmer, Berlin 1938

Wohl fühl ich, wie das Leben rinnt Wohl fühl ich, wie das Leben rinnt Und daß ich endlich scheiden muß, Daß endlich doch das letzte Lied Und endlich kommt der letzte Kuß. Noch hing ich fest an deinem Mund In schmerzlich bangender Begier; Du gibst der Jugend letzten Kuß, Die letzte Rose gibst du mir. Du schenkst aus jenem Zauberkelch Den letzten goldnen Trunk mir ein; Du bist aus jener Märchenwelt Mein allerletzter Abendschein. Am Himmel steht der letzte Stern, O halte nicht dein Herz zurück; Zu deinen Füßen sink ich hin, O fühl's, du bist mein letztes Glück! Laß einmal noch durch meine Brust Des vollsten Lebens Schauer wehn, Eh seufzend in die große Nacht Auch meine Sterne untergehn.

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Wer zu schnell lebt, stirbt unter den Balken des Strohdaches wie auf den Wogen des Meeres vor der Zeit.

Pestalozzi, Ein Schweizer-Blatt (Wochenschrift), 1782. Nr. 25 vom 20. Juni 1782

Sein ist eben »sein« und nicht »Sein«. Will man es nicht als Zeitwort gelten lassen, so muß man es unter die Ewigkeitsworte einreihen.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916