Leben Sprüche – zeit

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Dem Tod zu Ehren, verbrauchen wir unser Leben.

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Vorsatz Den flüchtigen Tagen Wehrt keine Gewalt; Die Räder am Wagen Entfliehn nicht so bald. Wie Blitze verfliegen, So sind sie dahin, Ich will mich vergnügen, Solang ich noch bin!

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Liebst du das Leben, so vergeude die Zeit nicht, denn sie ist der Stoff aus dem das Leben gemacht ist.

Franklin, Poor Richard's Almanack (dt.: Der arme Jakob), 1732-58

Strom und Menschenleben versanden oft in der Ebene.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Das Rätsel unseres Lebens und jenes ungeheure Ding, das wir erschaudernd und eilig Zufall nennen!

Merian (Hg.), Klarheit. 365 deutsche Gedanken, auch Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1938

Das Leben ist ein Ding, über das man nicht nachdenken darf.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Das Leben ist ein vielbesagtes Wandern, ein wüstes Jagen ist's von dem zum andern, und unterwegs verlieren wir die Kräfte.

Lenau, N., Gedichte. Aus: Eitel nichts, 1844

Und hörst du auch fremde Länder und Kontinente erklingen: du kannst ja gar nicht aus deinem Kreise springen! Von Stund an, wo sie dich pudern, bis zum gemieteten Grab spielt sich alles und alles und alles unter zweihundert Menschen ab.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Aus: Deine Welt, in: Die Weltbühne, 17.04.1928, Nr. 16 (Theobald Tiger), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928

Es lebt der Mensch, Wenn's lang ist zwar, Selten länger, denn achtzig Jahr, Davon er zehn Jahre zubringt, Nur weil er ißt und trinkt, In Kurzweil und dergleichen Spiel Der Schlaf wohl zwanzig Jahr hinnimmt, Sechzehn bleibt der Mensch ein Kind, Und ist nichts nutz zu solcher Zeit, Mit Krankheit ist vier Jahr ein Streit, Bleibt also nur der vierte Teil Vom Alter bis zum Seelenheil.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Wir begnügen uns mit 100 Jahren und weniger, weil wir kaum jemals ein Beispiel sehen, dass diese Frist überschritten wird. Wäre die Lebensdauer des Menschen 2 oder 300 Jahre, wie es die des Raben, Karpfen und Elefanten sein soll, er würde 2 oder 300 Jahre alt werden wollen und jammern, wenn ihm angekündigt würde, er habe schon zu 150 Jahren zu sterben, obwohl er sich doch jetzt mehr als 100 Jahre gar nicht wünscht.

Nordau, Paradoxe der conventionellen Lügen, 1885

Wellengespräch Eine Welle sagt zu andern: Ach! wie rasch ist dieses Wandern! Und die zweite sagt zur dritten: Kurz gelebt ist kurz gelitten!

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Das Leben ist keine Sättigung, nur ein Imbiss.

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Ich bin das Gesicht der Familie; Fleisch vergeht, ich lebe weiter, hinterlasse Eigenschaften und Spuren durch alle Zeit für alle Zeit und gleite von Ort zu Ort über die Vergessenheit.

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Wer das Leben als Provisorium betrachten kann, wird es leichter ertragen.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Was ist unser ganzes Dasein? – Ein Nachschleppen der Vergangenheit.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Des dummen Wanderns ist's auf Erden schon genug. Bewahre mich, mein Gott, mit Seelenwanderung.

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Das Schulgeld des Lebens heißt Zeit und Gesundheit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Immer das Gleiche – das ist ein Produkt beständiger Verwandlung, in der sich das Wesen behauptet. Mit jedem Hauche ein anderer – das ist immer derselbe, unter der Wirkung eines jeden Angriffs.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Menschenleben – ach! Leben überhaupt – ist Dichtung. Uns selber unbewußt leben wir es, Tag um Tag wie Stück um Stück, – in seiner unantastbaren Ganzheit aber lebt es, dichtet es uns. Weit, weitab von der alten Phrase vom ›Sich-das-Leben-zum-Kunstwerk-machen‹; wir sind nicht unser Kunstwerk.

Andreas-Salomé, Lebensrückblick: Grundriß einiger Lebenserinnerungen, 1951 (posthum)

Die Gegenwart Kurz, ach kurz ist diese Spanne Leben! Und – wie's unsichtbare Hände weben, Bleibt's, o Sterblicher! gewebt. Nichts ist, das den kalten Boten ferne; Eilend kommt und löscht er die Laterne: Wer gelebt hat, hat gelebt. – Leere denn des Lebens vollen Becher Still und fröhlich, eh' das Lämpchen schwächer, Dem Verlöschen näher scheint. O genieß, genieß, was dir beschieden; Gönne deinem armen Herzen Frieden: Sey, o Mensch! dein eigner Freund. Laßt uns froh das Heute heute nützen, Nur genießen heißt wahrhaft besitzen; Wer nur sehnend vorwärts strebt, Immer aus der Zukunft Füllhorn naschet, Wer die Gegenwart nicht eilend haschet, Hat geträumt, hat nicht gelebt. Leb', o lebe; denn mit raschem Schritte Eilt der Bote vom Palast zur Hütte, Löscht, wie's kommt, die Fackel, strebt Jeglichen Moment nach neuer Beute: Willst du leben, thu es heute, heute! Wer gelebt hat, hat gelebt.

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Ihr meint, das Feuer sei ausgegangen? Aber es hat nur die Scheiter verbrannt, und selber brennt es stets irgendwo. Seht – mit dem Leben ist es ebenso!

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