Leben Sprüche – zeit

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Jenes eilt ins Dasein, dieses aus dem Dasein, und von dem, was im Werden begriffen ist, ist manches bereits wieder verschwunden.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 6,15. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Wir leben in der Zeit; folglich müssen wir auch mit ihr und für sie leben und leben lernen.

Herder, Sophron. Gesammelte Schulreden, 1810 (posthum). Vom Fortschreiten einer Schule mit dem Zeitalter, 1798

Ein Traum Ein Traum, ein Traum ist unser Leben Auf Erden hier. Wie Schatten auf den Wogen schweben Und schwinden wir, Und messen unsre trägen Tritte Nach Raum und Zeit: Und sind (und wissen’s nicht) in Mitte Der Ewigkeit.

Herder, J. G., Gedichte. Aus: Amor und Psyche. Auf einem Grabmal, 1796

Schneller Gang ist unser Leben; Laßt uns Rosen auf ihn streun!

Herder, J. G., Gedichte. Aus: Lied des Lebens

Kinder kommen, Alte gehen.

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Der Wind beugt die Gräser, aber er bricht sie nicht.

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So ist das Leben schön, wenn es hektisch zugeht.

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Das halbe Leben ist bereits draufgegangen, bevor wir wissen, was Leben ist.

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Faunsflötenlied Ich glaube an den großen Pan, den heiter heiligen Werdegeist; sein Herzschlag ist der Weltentakt, in dem die Sonnenfülle kreist. Er wird und stirbt und stirbt und wird, kein Ende und kein Anbeginn. Sing, Flöte, dein Gebet der Lust! Das ist des Lebens heiliger Sinn.

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Das Leben ist wie ein geschicktes Zahnausziehen; man denkt, das Eigentliche soll erst kommen, bis man mit Verwunderung sieht, daß es schon vorbei ist.

Bismarck, O., Briefe. An seinen Bruder, 2. Juli 1855

Was ein Leben an Länge gewinnt, verliert es meist an Tiefe.

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Alle Wesen scheun Bedrückung, zittern vor des Todes Nöten. Gleich wie du ist jedes Wesen! Töte nicht und laß nicht töten!

Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 129. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

Mancherlei sammelt gar Mancher, Und weiß des Sammelns kein Ende, Und ob dem Mancherlei, ach! Sammelt er selber sich nicht. Hast du alles gesammelt, Was wird dein Sammeln nützen, Wenn du die Welt auch gewännst, So du dich selber zerstreust? – Die zerstreut waren, In eine Herde zu sammeln, Kam vom Himmel herab Selber des Ewigen Sohn; Sprach auch deutlich genug: Wer nicht mit mir sammelt, zerstreut! Und doch bleibet zerstreut Sorglos die thörichte Welt! –

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Es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe und ihr sollt auch leben.

Neues Testament. Das Evangelium nach Johannes (#Joh 14,19)

Warte nicht mit Essen und Trinken; denn die Welt, die wir verlassen müssen, gleicht einem Festmahle. Im Grabe gibt es keinen Genuß, und der Tod wartet nicht. Die Menschen alle gleichen den Pflanzen auf dem Felde; die einen erblühen, die anderen verwelken.

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Jedem ist seine Zeit zugewiesen.

Vergil, Aeneis, entstanden 29-19 v. Chr

Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr.

Altes Testament. Der Psalter (#Ps 103,15f)

Das Leben täuscht uns lange, Du zeigst, der Schminke bar, Des Lebens welke Wange, Oh Schmerz; wie bist du wahr!

Lenau, N., Gedichte. Aus: Der Schmerz

Ins Leben treten heißt zum Tode wallen.

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Deine flüchtigen Sekunden Miß mit deines Herzens Schlag! Deine Wahrheit ist dein Tag, Und mit ihm ist sie entschwunden. Antwort forderst du vergebens, Wo kein Puls des Blutes schlägt - Was dein Innerstes bewegt, Ist die Wahrheit deines Lebens.

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Wirf dich aufs Leben wie auf eine Beute dem Adler gleich im Sturz; denn wenn es dich selbst tausend Jahre freute, es wäre doch zu kurz.

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