Leben Sprüche – zeit

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Schlafend geräth man in's Leben hinein und entkommt ihm auch schlafend; Was in der Mitte so liegt, ist es was andres als Traum?

Musenalmanach für das Jahr 1830

Pflücke die Knospe so lange es geht, und die Blüten wenn sie noch prangen, denn bald sind die Rosenblätter verweht, wie schnell kommt der Tod gegangen.

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So wie die Wolken am Himmel, so schwebt mein Leben spurlos dahin.

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Leben und Tod sind zwei verschlossene Schreine, deren jeder den Schlüssel zum anderen enthält.

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Das Leben ist eine Baustelle, die nie fertig wird, weil ständig die Pläne geändert werden.

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Das Diesseits kann man mit einem Vorraum vergleichen.

Awot. 4.21

Das Diesseits ist eine Herberge für einen kurzen Aufenthalt.

Mischna, Mo'ed Katan 9

Gegen deinen Willen lebst du und stirbst du.

Awot. 4

Das Leben ist wie eine Spirale und man kotzt immer an der selben Kurve.

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Das Leben ist kürzer, als man denkt.

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Und hättest du den Ozean durchschwommen, Das Grenzenlose dort geschaut, So sähst du dort doch Well auf Welle kommen, Selbst wenn es dir vorm Untergange graut. Du sähst doch etwas. Sähst wohl in der Grüne Gestillter Meere streichende Delphine; Sähst Wolken ziehen, Sonne, Mond und Sterne; Nichts wirst du sehn in ewig leerer Ferne, Den Schritt nicht hören, den du tust, Nichts Festes finden, wo du ruhst.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 1. Akt, Finstere Galerie, Mephistopheles zu Faust

Das irdische Leben ist nur vergänglicher Trug.

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Wir bauen hier so feste, und sind doch hier nur Gäste, doch wo wir sollen ewig sein bauen wir so wenig ein.

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Jedes Sein, auch wenn es verderbt ist, ist gut, insofern es ein Sein ist; es ist schlecht, insofern es verderbt ist.

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Wir kämpfen um unser Leben. Doch siegen wird der Tod.

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Das Leben ist simpel: Wir werden geboren, rennen hin und her und eines Tages sind wir tot.

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Die Dinge des Lebens sind gerade deshalb so wertvoll, weil ihnen nur eine begrenzte Zeitspanne zubemessen ist.

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Wie ein reifer Apfel häng ich an des Dienstes Apfelbaum; daß ich noch am Baume hänge, glaube ich oft selber kaum. Fröste kommen, Stürme rütteln, und ich seh, wie mancher fällt. Ich allein, ich bleibe hängen, weiß der Teufel, was mich hält.

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Wie schön, wie schön, ist dieses kurze Leben, Wenn es eröffnet alle seine Quellen! Die Tage gleichen klaren Silberwellen, Die sich mit Macht zu überholen streben.

Keller, G., Gedichte. Dankbares Leben, 1851/54

Denn in den Räumen dieser Wunderwelt ist eben Nur ein Traum das ganze Leben; Und der Mensch, das seh ich nun Träumt sein ganzes Sein und Tun, Bis zuletzt die Träum' entschweben.

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Das Leben ist ein langer Prozeß der Ermüdung.

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