Liebe Sprüche – hochzeit
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Ich bin wie Leib dem Geist, wie Geist dem Leibe dir! Ich bin wie Weib dem Mann, wie Mann dem Weibe dir! Wen darfst du lieben sonst, da von der Lippe weg Mit ew’gen Küssen ich den Tod vertreibe dir? Ich bin dir Rosenduft, dir Nachtigallgesang, Ich bin der Sonne Pfeil, des Mondes Scheibe dir: Was willst du noch? was blickt die Sehnsucht noch umher? Wirf alles, alles hin: du weißt, ich bleibe dir!
Die Liebe ist der Stimmhammer des Herzens und setzt dem Ehrgeize und jedem anderen Geize oder Laster Ziel und Maß.
Wenn Lieb' und Treue stärken, So wird Entbehren einem Manne leicht.
Wo die Liebe herrscht, da fallen alle Schranken, da sinken alle Hüllen der Kultur, und das Letzte ist, was das Erste war: Adam und Eva.
Aus dem Stammbuch einer Verlobten: "Man heiratet den, der Nichts – und liebt den (weiter), der Alles weiß."
Lieb' und Leid Wie flüchtig rinnt die Stunde, Da in verschwiegner Glut Sich neiget Mund zu Munde Und Herz am Herzen ruht! Der Mond hört auf zu scheinen, Kühl geht des Morgens Hauch – Kurz Lachen, langes Weinen, Das ist der Liebe Brauch. Und doch, wiewohl sie Leiden Allzeit zum Lohne gibt, Nie mag von Liebe scheiden, Wer einmal recht geliebt. Er trägt die heißen Schmerzen Viel lieber in der Brust, Als daß er nie im Herzen Von solchem Glück gewußt.
Die Frau muss die Stärkere sein, wenn es die Seelenreinheit der Liebe gilt. Der Mann, wenn er liebt, ist zu schwach, um sich nicht zu allen Pflichten niederreißender Leidenschaft hinreißen zu lassen.
Ist heiter der Ernst, und der Scherz voll Mut, So lebt's mit der Liebe sich fröhlich und gut.
Die Liebe ist eine Geisteskrankheit, bei der man an der fixen Idee leidet, jemanden für's Leben besitzen zu müssen, der uns bis dahin völlig gleichgültig war, und nach dem Besitz noch gleichgültiger werden wird.
Lieb' im Glück und Lieb' im Leid Lieb' im Glück, du bist die Rose, Die, getragen von der Flut Duft'gen sonnenklaren Weines, Auf dem goldnen Becher ruht; Lieb' im Leide, du der Tropfen, Der dem Balsamstrauch entquillt, Und der, reich an milden Kräften, Wunden kühlt und Schmerzen stillt.
Liebe Liebe, wie leise sie spreche, sie spricht unaufhörlich fürs Herz hin! Liebe die nichts opfert und die nicht leidet, – ist lieblos! Treue der Liebe! du fließest in Gottes-Schoß, aus dem Herzen! Liebe, dein Accent ist ein Laut aus dem himmlischen Licht-Reich! Liebe, du bist ernst und froh und duldsam und tätig! Tod zerstört nicht die Lieb', – "er entflammt zur Unsterblichkeit sie nur". Liebe, bezahlt alles – und bleibt doch immer der Schuldner! Liebe, dein Schweigen ist schön, – und lieblicher oft, als dein Sprechen! Liebe genießt: im Entbehren, im Wirken, im Leiden für Andere! Liebe, deine Kraft ist leis' oft, dennoch Allwirksam! Was die Liebe vereint, das trennet kein trennendes Schicksal! Liebe! du wirst einst die Liebenden Alle vereinen!
Die Liebe ist ein himmlischer Rausch, Ein gottbeseligter Seelentausch.
Meine Sünde Soll ich ergründen Meine Sünden, Ich fand sie kleine Bis auf eine: Ich hab' ein Weib viel, viel mehr gern als den Himmel und Gott den Herrn.
Es goß mein volles Leben Sich selig vor dir aus, In Arme magst du's heben Und tragen in dein Haus. All Leid und alles Wissen Ihm abgeworfen sind, Es harret deiner Winke, Es ist nur wie ein Kind. Es will dich ganz umschlingen, Tauchen ins Auge dein Und trunken bei dir singen: "Wir werden Eines sein."
Gerne opferten wir unsere Liebe für des Geliebten Glück, aber das Herz duldet es nicht, es verlangt Gegenliebe.
Bei einem Paar ist immer ein Teil Tyrann. Wie kommt das? Am häufigsten liegt das daran, daß die Liebe nicht auf beiden Seiten gleich ist; der Teil, der mehr geliebt wird, gefällt sich darin, seine Macht zu erproben […].
Ist Lieben Schuld, so mag der Himmel mir verzeihen!
Die Liebe und die Gegenliebe spielen die vielhändige Ouvertüre zu jeder innigen Empfindung, die Gerechtigkeit deklamiert, recitiert und citiert, und das Glück singt seine große Bravourarie mit Begleitung des vollen Orchesters.
…die Liebe hat schon etwas Mysteriöses an sich … Es ist einfach eine Frage der Intelligenz, daß man die Wahl von Liebenden gar nicht erst diskutiert.
Liebe Liebe ist wie alter Flammenwilder Wein; Liebe will mit Fürsicht Fein genossen sein. Tumbe nur und Toren Trinken sich zur Qual, Und mit langen Ohren Taumeln sie ins Tal. Doch der Zecher fürnehm Ist im Rausche rar. – So bleibt Lieb bei Liebe An die hundert Jahr.
Phantasten können ein Menschenalter zusammen mit einem Weibe gelebt haben, ohne daß sie wußten, wie sie eigentlich aussah. Das ist der Schlüssel zum Geheimnisse der aller Welt unverständlichen Liebschaften gewisser großer und genialer Männer zu unbedeutenden oder obskuren Frauen.