Liebe Sprüche – trauerkarte
509 Sprüche gefunden
Du weißt es nicht Du weißt es nicht, wie wohl es tut, Wenn Deine feste, kühle Hand, Die mir so manche Qual gebannt, In meiner ruht. Dann ist's, als ob versiegen wollt' Der Glutstrom, der mein Herz durchrollt, Dann naht so selig kühl, Starkflutend, ein Gefühl, Als könnt' auch ich auf Erden Noch einmal friedlich werden, Als könnt' ich überwinden Und jene Stätte finden, Auf der mir sternenweit Die Lust und auch das Leid.
Ein Traum Ich sah dich vor der Himmelstür Im Traume einsam stehen. "Willst du denn mit den andern hier Nicht in den Himmel gehen?" "Der Herr schaut alle Herzen an", Tönt dirs vom Mund, dem blassen. "Und ich hab, du geliebter Mann, Mein Herz bei dir gelassen!"
Besser wen nächtlich weckt Liebe mit Schmerz, Als wer zum Lager trägt lieblos das Herz.
Wenn ich manchmal in meinem Sinn ein Begegnen dem andern vergleiche: du bist immer die reichende Reiche wenn ich der dürftige Bettler bin. Wenn du mir leise entgegenlebst und, kaum lächelnd, mit einem Male deine Hand aus Gewändern hebst, deine schöne, schimmernde, schmale …: inmeinerHände hingehaltene Schale legst du sie leichtgelenk, wie ein Geschenk.
Ich möchte Bündigeres, Einfacheres, Ernsteres; ich möchte mehr Seele und mehr Liebe und mehr Herz.
... weihe dem Mann eine Träne, der für die Liebe geschaffen; niemand erwidert ihm das Bedürfnis seines Herzens und er ist zum Leiden geschaffen.
Damit sie kommen Eine Kerze genügt. Ihr Licht, das matte, fügt sich besser, schmeichelt mehr, wenn sie kommen, die Schatten, die Schatten der Liebe. Eine Kerze genügt. Das Zimmer sei heut' abend ohne helles Licht. Tief in Träumerei versunken, voll Empfänglichkeit und bei schwachem Licht – so in Träumerei versunken gebe ich mich Gaukelbildern hin, damit sie kommen, die Schatten, die Schatten der Liebe
Ich komme zu dir in der Nacht Ich komme zu dir in der Nacht, Und auf die Stirn gar lind und sacht Leg ich der Liebe treue Hand, Daß sie die bösen Schmerzen bannt. Ich neige mich auf dein Lager nieder Und streichle deine zarten Glieder. Den brennend sehnsuchtskranken Mund Küß' ich mit einem Kuß gesund. Mein Lieb, hörst du mich denn nicht kommen? Ich gleite durch die weite Nacht, Hab' meinen Flug zu dir genommen, Ich weiß, auch deine Seele wacht. Sie sucht des Freundes Bild im Schatten Und will vor Harren fast ermatten, Denn lange, lange währt die Frist, Bis ihr der Freund beschieden ist. – Fühlst du mich nicht? O laßt euch rühren, Geheime Geister der Natur! Laßt Blick und Hand und Hauch sie spüren, Als sei ein Traum die Trennung nur!
Ein Sehnen. Sprödes, knospenscheues Mädchen, Könnt’ ich einmal noch dich küssen Scheu wie einst, da du errötet, Hab’ auch selbst erröten müssen! Die gesenkte braune Wimper Hielt den süssen Groll zusammen, Hielt die zage Glut verborgen, Deines Busens erste Flammen. Könnt’ ich einmal noch beklommen, Reinen Herzens so dich schauen, Da ich reuevoll und bangend Hing an deinen Augenbrauen! Was ich gierig je genossen, Trüben Lebens wilde Lüste, Gäb’ ich hin für jenes Zagen, Da ich scheu zuerst dich küsste.
Dich ahnte meine Seele… Dich ahnte meine Seele lange, Bevor mein Auge dich gesehn, Und selig-süße Schauer bange Fühlt' ich durch all mein Wesen gehn. …Ich sog von unbekannten Blüten Den Duft, der mir entgegenquoll, Und nie erblickte Sterne glühten Zu Häupten mir geheimnisvoll. Doch immer sah ich deinen Schatten Nur trübe wie durch Nebelflor Dein Antlitz schien daraus in matten, Gebrochnen Zügen nur hervor. Und als der Schleier nun gesunken, Der dich vor mir verhüllt – vergib, Wenn lang ich sprachlos und wie trunken, Betäubt von all dem Glücke blieb!
Vergib mir. Ich tat, Was Gott allein zu tun geziemt: Nahm deine Hand für meine Hand, Dein Herz für meines. Mich verwirrte Die schöne Nacht, Der goldne Stern im Strauch Und dann: der namenlose Duft der Linde. Verzeih.
Darbende Minne verkümmert rasch, wächst selten wieder.
Mein Leben möcht' ich lassen Um ein Lächeln von dir, Und du – ich kann's nicht fassen – Versagst es mir. Ist's Schicksal, ist's dein Wille, Du siehst mich nicht; – Nun wein' ich stille, stille, Bis mir das Herz zerbricht.
An * * Da steht man nun in fremder Stadt allein mit dem, was man gefehlt und man getan, und den man liebt, der will nicht bei dir sein und wandelt eigenwillig eigne Bahn. Und einer Liebe wunderreicher Hort bleibt unerschöpft und ewig unerlebt; ich stehe einsam hier, du einsam dort, und sind im Tiefsten doch so ganz verwebt.
Sie sollen es nicht sehen… Sie sollen es nicht sehen, Wie ich das Bild betrachte, Das mir so viele Leiden, So viele Schmerzen brachte. Sie sollen es nicht sehen, Wenn glühendes Verlangen, Verrätherisch mir färbet, Die sonst so blassen Wangen. Sie sollen es nicht sehen, Wie ich des Nachts alleine, Sein Bild an's Herz gedrücket In meiner Kammer weine.
Es kommt zu spät, was du mir lächelst, Was du mir seufzest, kommt zu spät! Längst sind gestorben die Gefühle, Die du so grausam einst verschmäht. Zu spät kommt deine Gegenliebe! Es fallen auf mein Herz herab All deine heißen Liebesblicke, Wie Sonnenstrahlen auf ein Grab. Nur wissen möcht ich: wenn wir sterben, Wohin dann unsre Seele geht? Wo ist das Feuer, das erloschen? Wo ist der Wind, der schon verweht?
Der geliebte Mensch scheint dort zu stehen, wo sonst stets etwas fehlt.
Ein liebeleeres Menschenleben Ist wie ein Quell, versiegt im Sand, Weil er den Weg zum Meer nicht fand, Wohin die Quellen alle streben.
Das wäre schlimm, wenn alle, welche lieben und lieben werden, daran sterben müßten.
An seine Boten Geht, ihr meine Tränen, geht und erweichet der ihr Herze, die wie eine Klippe steht, unbewegt von meinem Schmerze, die das, was mein Herze bricht, sieht und wills doch sehen nicht! Fliegt, ihr meine Seufzer ihr, nehmet eure Kraft zusammen! Blaset, wie ihr tut bei mir, auf bei ihr die Liebesflammen, dass sie, wenn sie sieht auf mich, lichter lohe brenn' als ich! Meine Boten, so fahrt hin, schafft mir Rat, so viel ihr könnet, und vergnüget meinen Sinn, der sich selbsten kaum besinnet! Bringt nicht ihr mir ihre Gunst, so ist alle Kunst umsunst.
Ein guter Moment, um einer Frau eine Liebeserklärung zu machen, ist bei der Rückkehr von der Beerdigung ihres Mannes.