Schicksal Sprüche
Sprüche über Schicksal
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Wir schaffen ja nichts mit unserer starrenden Schwermut, also bestimmten die Götter der elenden Sterblichen Schicksal, lange in Gram zu leben.
Gleichschätzung macht Ruh Wenn du die Dinge nimmst ohn allen Unterscheid, So bleibst du still und gleich in Lieb und auch in Leid.
Und wieder tritt das Leben mir mit vorgestelltem Fuß entgegen, und wieder reißt des Zufalls Gier vom Munde mir mein Häppchen Segen. Und wieder ist der Weg verbaut, den meine Hände wühlend schufen. Zum hohen Ziel, das ich geschaut, weist mich kein Pfad, gehn keine Stufen. Gott liebt den Menschen nicht, der frei hinaufsteigt zu den Zukunftspforten. Die Häscher seiner Polizei, des Schicksals, lauern allerorten.
Was dir geschieht, ist dir von Gott beschieden; doch deines Schicksals Wurzel ist der Traum.
Jeder ist seine eigene Parze und spinnt sich selber seine Zukunft.
Unsere Schicksale kommen aus uns selbst, wie die Wolken nur aus der Erde.
Nenne nicht das Schicksal grausam, Nenne seinen Schluß nicht Neid! Sein Gesetz ist ew'ge Wahrheit, Seine Güte Götterklarheit, Seine Macht Notwendigkeit. Blick umher, o Freund, und siehe Sorgsam, wie der Weise sieht! Was vergehen muß, vergehet; Was bestehen kann, bestehet; Was geschehen will, geschieht.
Von einem Ort aufbrechen, auf dem Weg zu einem anderen sein - das ist die Geschichte eines jeden von uns.
Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnenpferde der Zeit mit unsers Schicksals leichtem Wagen durch; und uns bleibt nichts, als mutig gefaßt die Zügel festzuhalten, und bald rechts, bald links, vom Steine hier, vom Sturze da, die Räder wegzulenken. Wohin es geht, wer weiß es? Erinnert er sich doch kaum, woher er kam.
Nicht beiseite sehen, nicht drumrum gehen und ausweichen, nicht darüber hinwegträumen… Standhalten, Aug in Auge seine Kraft erproben und Herr darüber werden! Geschick ist nur, wozu du selbst mit eigner Kraft und eignem Willen die Reihe deiner Tage webst… und Glück doch auch nur, was du selber aus deines Wunsches Tiefe hebst! Was du vor dir bist nur entscheidet und wird des Ganzen immer Kern... nicht Glück, nicht Zufall oder Stern! Und was dann auch dagegen streitet, der Freie macht sich stets zum Herrn! Miß nicht nur an deinem Wunsche... er überfliegt sich gar zu leicht, miß an dem, das du erreicht! Aber was du träumst und möchtest, was an Sehnsucht dich bewegt, sei und bleibe, was durch alle Zweifel dich, durch Kampf und Stille weiter stets und höher trägt!
Tragische Geschichte 's war einer, dem's zu Herzen ging, Daß ihm der Zopf so hinten hing, Er wollt es anders haben. So denkt er denn: wie fang ich's an? Ich dreh mich um, so ist's getan – Der Zopf, der hängt ihm hinten. Da hat er flink sich umgedreht, Und wie es stund, es annoch steht – Der Zopf, der hängt ihm hinten. Da dreht er schnell sich anders 'rum, 's wird aber noch nicht besser drum – Der Zopf, der hängt ihm hinten. Er dreht sich links, er dreht sich rechts, Es tut nichts Guts, es tut nichts Schlechts – Der Zopf, der hängt ihm hinten. Er dreht sich wie ein Kreisel fort, Es hilft zu nichts, in einem Wort – Der Zopf, der hängt ihm hinten. Und seht, er dreht sich immer noch, Und denkt: es hilft am Ende doch – Der Zopf, der hängt ihm hinten.