Schicksal Sprüche

Sprüche über Schicksal

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Sein Schicksal bildet sich der Mensch selbst. Und: seinen Menschen bildet sich das Schicksal. So umarmen sich denn doch Freiheit und Notwendigkeit.

Sailer, Deutsches Sprichwörter- und Sprüchebuch. Ein Lehr- Lese- und Unterhaltungsbuch für Deutsche, 1819. Sprüche und Glossen. Erstes Hundert [2.]

Daß dir dein Schicksal oft schwer aufliegt, das glaub' ich dir gerne, liebes Herz! Sei ein Mann und siege.

Hölderlin, F., Briefe. An seinen Bruder, 2. Juni 1796

Es ist sinnlos, dem Schicksal zu grollen; denn es nimmt keine Klagen an.

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Hitze und Kälte, Kummer und Schmerz, Schrecken und Schwäche an Besitz und Körper - dies alles zusammen bürdet uns die erhabene Weisheit auf, damit ans Tageslicht kommt, aus welchem Stoff unser Innerstes gemacht ist.

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Schicksal ist nicht mehr als wir.

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Was die »Lebensblinden« Schicksal nennen, ist nichts als unverstandene Wirklichkeit, die ihren Ursprung in ihrem eigenen Inneren hat.

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Gewiß ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch das Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 6. September 1825

Bedeutet ein Schicksalsschlag für dich das Ende, hast du dich sehr weit von dir entfernt.

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Unabänderlich sind des Schicksals ew'ge Beschlüsse, Was auf der Stirne steht, wird an dem Kopfe gescheh'n.

Hammer-Purgstall (Hg.), Juwelenschnüre Abul-Maani's (des Vaters der Bedeutungen), das ist Bruchstücke eines unbekannten persischen Dichters, gesammelt und übersetzt duch Joseph von Hammer, Wien 1822

Das Schicksal vergilt manchmal schnell, manchmal langsam, aber zuverlässig.

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Ich glaube nicht an ein Schicksal, das über Menschen hereinbricht, gleichviel wie sie handeln. Aber ich glaube an ein Schicksal, das über Menschen hereinbricht, wenn sie nicht handeln.

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Schicksal Wie du im Herzen glaubst, so wird dir das Schicksal begegnen; was du an andern tust, wird dir von andern geschehn.

Herder, J. G., Gedichte. Epigramme

Jeder Mensch muß seine Schicksalsschläge haben.

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Unbequemlichkeiten, selbst Schrecklichkeiten, die kommen müssen, kann man nur dadurch ihres Schreckencharakters einigermaßen entkleiden, daß man sie so rasch wie möglich an der Brust packt und den Kampf auskämpft, der doch gekämpft werden muß.

Fontane, T., Briefe

Ich kann gar nicht begreifen, wie mir etwas begegnen kann, das mir unangenehm ist.

Galletti, Der Klassiker der Kathederblüte. Gesammelte Aussprüche Gallettis, ergötzlich und nachdenklich zu lesen. Piper & Co., München, um 1930

Manche freilich ... Manche freilich müssen drunten sterben, Wo die schweren Ruder der Schiffe streifen, Andre wohnen bei dem Steuer droben, Kennen Vogelflug und die Länder der Sterne. Manche liegen immer mit schweren Gliedern Bei den Wurzeln des verworrenen Lebens, Andern sind die Stühle gerichtet Bei den Sibyllen, den Königinnen, Und da sitzen sie wie zu Hause, Leichten Hauptes und leichter Hände. Doch ein Schatten fällt von jenen Leben In die anderen Leben hinüber, Und die leichten sind an die schweren Wie an Luft und Erde gebunden: Ganz vergessener Völker Müdigkeiten Kann ich nicht abtun von meinen Lidern, Noch weghalten von der erschrockenen Seele Stummes Niederfallen ferner Sterne. Viele Geschicke weben neben dem meinen, Durcheinander spielt sie alle das Dasein, Und mein Teil ist mehr als dieses Lebens Schlanke Flamme oder schmale Leier.

Hofmannsthal, H., Gedichte. Erstdruck 1896

Es ist ebenso nutzlos als töricht, sich nicht in das Unabänderliche ruhig und still zu fügen.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 22. Juni 1830

Je größer die Verheißung ist, die über deinem Leben steht, desto länger ist auch die Zeit, bis sie sich erfüllt.

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Nein, bettle, wer da will des Glückes eitle Gaben, Im Wunsche groß, klein im Genuß: Von mir soll das Geschick nur diese Bitte haben: Gleich fern von Not und Überfluß.

Haller, Versuch Schweizerischer Gedichte, 1772. Gedanken. Bey einer Begebenheit (Januar 1734)

Keiner entgeht seinem Schicksal.

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Aber wehe einem jeden, der nicht sein Schicksal an dasjenige der öffentlichen Gemeinschaft bindet, denn er wird nicht nur keine Ruhe finden, sondern dazu noch allen inneren Halt verlieren und der Mißachtung des Volkes preisgegeben sein, wie ein Unkraut, das am Wege steht.

Keller, Das Tagebuch und das Traumbuch, Basel 1942 (posthum). 2. Mai 1848