Schicksal Sprüche
Sprüche über Schicksal
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Jedes Schicksal ist ein Stoff, an dem ich meine Seele übe.
Wenn der eine Gott uns heimsucht, kommt oft ein anderer uns zu Hilfe.
Uns ist beschieden dies und das: der eine sitzt trocken, der andere naß.
Alles ist nach seiner Art: an ihr wirst du nichts ändern.
O Schicksal! Es gefällt dir, einige zu liebkosen und andere zu belästigen.
Manchmal härmst du dich leidend und manchmal freust du dich handelnd: Diese Gewalt, dies Los wechselt vom Manne zum Mann.
Ist heimsuchen wirklich so viel als strafen oder ist es so viel als das Herz untersuchen? Wir müssen mehr Gebrauch machen von dem Wort heim, es ist sehr stark: heimreden, das ist die Seele, höchste Überzeugung bei Scham sie zu gestehen.
Will das Schicksal Weise demütigen, so überrascht es sie gewöhnlich bei jenen kleinen Gelegenheiten, in denen man meist sorglos und wehrlos ist. Der begabteste Mensch der Welt kann es nicht verhindern, dass wirkliche Belanglosigkeiten furchtbares Unglück nach sich ziehen, und er verliert seinen Ruf oder sein Vermögen durch eine geringfügige Unbedachtsamkeit, wie ein anderer sich beim Aufundabgehen im Zimmer ein Bein bricht.
Alle listigen Füchse kommen endlich beim Kürschner in der Beize zusammen.
Wie anders säet der Mensch, und wie anders läßt das Schicksal ihn ernten.
Wer die Vorsehung bekrittelt, ist wie ein Soldat, der auf einem ungeheuren Schlachtfelde von seinem kleinen Winkel aus die Maßnahmen des Generalstabschef kritisiert.
So legt das Schicksal Nacht um uns und reicht uns nur Fackeln für dennächstenWeg, damit wir uns nicht betrüben über die Klüfte der Zukunft und über die Entfernung des Ziels.
Es gibt Augenblicke im Leben eines Menschen, in welchen er eines Planes gewahr wird, der durch sein Dasein hindurchgeht, eines Planes, den nicht er entworfen hat, dessen Gedanke ihn gleichwohl entzückt, als habe er ihn selbst erdacht.