Schicksal Sprüche – mut

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Beginnst du irgendein Werk, so bedenke genau, von welcher Art es sei. Willst du baden gehen, so erwäge zuvor bei dir selbst, was sich alles im Bade zu ereignen pflegt: daß einige sich vordrängen, andere ungestüm hineinstürzen, einige schimpfen, andere stehlen. Daher wirst du mit größerer Sicherheit die Sache unternehmen, wenn du dir von vorneherein sagst: "Ich will baden und dabei meine durch die Vernunft gefaßten Entschlüsse behaupten." So verfahre bei jedem Werke. Dann hast du, wenn sich während des Badens irgend etwas Hinderndes ereignet, sogleich den Gedanken bei der Hand: "Nicht bloß dieses (baden zum Beispiel) wollte ich, sondern auch meinen freien Willen und Charakter bewahren. Ich würde ihn aber nicht behaupten, wenn ich über das, was hier vorgeht, ungehalten sein wollte."

Epiktet, Handbüchlein der Moral (Encheiridion), von Arrian angefertigter Auszug aus den Lehrgesprächen Epiktets, um 125 n. Chr. [4]

Niemals habe ich dem Schicksal getraut, auch wenn es Frieden zu halten schien.

Seneca, Trostschrift an Helvia (De Consolatione ad Helviam matrem). 5. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt (1923) Originaltext: Numquam ego fortunae credidi, etiam cum videretur pacem agere

Wem ein großes Schicksal zuteil wird, der mag ihm folgen; wem ein kleines Schicksal zuteil wird, der mag es nehmen, wie er es trifft.

Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland, übersetzt von Richard Wilhelm 1912. 3. Verschiedenes. Buch XXVII. 17. Aphorismen

Das Übel, was uns trifft, ist selten oder nie so schlimm als das, welches wir befürchten.

Hecker (Hg.), Schillers Persönlichkeit. Urtheile der Zeitgenossen und Documente gesammelt von Max Hecker, 3 Bde., 1904-09

Kein Held hat einen Schild gegen die Pfeile des Schicksals.

Seidel (Hg.), Anthologie aus der asiatischen Volkslitteratur, 1898. Der Perser im Lichte seiner Sprichwörter

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.

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Das Schicksal schenkt dir ein Pferd – reiten musst du es alleine.

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Nur des Schwächlings Saiten Zerreißt der Eisenfinger des Geschicks; Der Heldenmüth'ge bietet kühn die Harfe Dem Schicksal dar. – Mag's in den Saiten wühlen; Allein den innern herrlichen Accord Kann's nicht zerstören, und die Dissonanzen Verschmelzen bald in reine Harmonie, Weil Gottes Frieden durch die Saiten säuselt.

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Wie kann ich mich wehren gegen mein Schicksal, wenn das Schicksal mich so gemacht hat, wie ich bin?

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Der Gladiator sieht es als eine Schmach an, mit einem Schwächeren sich zu messen; er weiß, dass es kein Ruhm ist, den zu besiegen, der ohne Gefahr zu besiegen ist. Ebenso hält es das Schicksal: Es sucht sich die Tapfersten heraus, die ihm gewachsen sind; an manchen geht es verächtlich vorüber.

Seneca, Von der göttlichen Vorsehung (De Providentia). 3. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Du hältst es nicht mehr aus, dein herrisches Schicksal? Liebe es, es bleibt dir keine Wahl!

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Sommer 1888

Zu wem so laut das Schicksal spricht, der darf auch lauter sprechen mit dem Schicksal, sagt ich mir; je unergründlicher er leidet, um so unergründlich mächtiger ist er.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Zweiter Band. Zweites Buch

Nicht umzukehren ist des Schicksals Spruch.

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Nicht ohne Schauder greift des Menschen Hand In des Geschicks geheimnisvolle Urne.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 1. Akt, 4. Auftritt, Wallenstein

Das Schicksal hält es immer mit den Kühnen.

Destouches, Der Ehrgeizige und die Indiskrete (L'Ambitieux et l’indiscrète), 1737

Indem wir etwas beim Namen nennen, verliert es an Macht über uns.

Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Von einem Ort aufbrechen, auf dem Weg zu einem anderen sein - das ist die Geschichte eines jeden von uns.

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Auf dem Bache zu schiffen, ist keine Kunst. Aber wenn unser Herz und unser Schicksal in den Meeresgrund hinab und an den Himmel hinauf uns wirft, das bildet den Steuermann.

Hölderlin, F., Briefe. An Neuffer, 16. Februar 1797

Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnenpferde der Zeit mit unsers Schicksals leichtem Wagen durch; und uns bleibt nichts, als mutig gefaßt die Zügel festzuhalten, und bald rechts, bald links, vom Steine hier, vom Sturze da, die Räder wegzulenken. Wohin es geht, wer weiß es? Erinnert er sich doch kaum, woher er kam.

Goethe, Egmont, 1788. 2. Akt, Egmont zum Sekretär

Eines nur gibt es, was not hier tut: Aushalten, Dulden, Beharren! Mag dich das Schicksal auch grausam narren, trag es, wenn sich's nicht ändern läßt, nur bleib' getreu, bleib' fest!

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Nicht beiseite sehen, nicht drumrum gehen und ausweichen, nicht darüber hinwegträumen… Standhalten, Aug in Auge seine Kraft erproben und Herr darüber werden! Geschick ist nur, wozu du selbst mit eigner Kraft und eignem Willen die Reihe deiner Tage webst… und Glück doch auch nur, was du selber aus deines Wunsches Tiefe hebst! Was du vor dir bist nur entscheidet und wird des Ganzen immer Kern... nicht Glück, nicht Zufall oder Stern! Und was dann auch dagegen streitet, der Freie macht sich stets zum Herrn! Miß nicht nur an deinem Wunsche... er überfliegt sich gar zu leicht, miß an dem, das du erreicht! Aber was du träumst und möchtest, was an Sehnsucht dich bewegt, sei und bleibe, was durch alle Zweifel dich, durch Kampf und Stille weiter stets und höher trägt!

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