Sterben Sprüche
Sprüche über Sterben
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Wer früh stirbt, der stirbt wohl; Wen Gott zu lieben pflegt, Der wird in seiner Blüth' in frischen Sand gelegt.
Dämmer-Empfindung Was treibt mich hier von hinnen? Was lockt mich dort geheimnisvoll? Was ist's, das ich gewinnen, Und was, womit ich's kaufen soll? Trat unsichtbar mein Erbe, Ein Geist, ein luft'ger, schon heran, Und drängt mich, daß ich sterbe, Weil er nicht eher leben kann? Und winkt mir aus der Ferne Die Traube schon, die mir gereift Auf einem andern Sterne, Und will, daß meine Hand sie streift?
Wenn man bereit ist zu sterben, ist es schön, und ich bin bereit.
Ich möchte sterben wie der Schwan, Der, langsam rudernd mit den Schwingen, Auf seiner blauen Wasserbahn Die Seele löst in leisem Singen. Und starb er, wenn der Abend schied Mit goldnem Kusse von den Gipfeln: Nachhallend säuselt noch das Lied Die ganze Nacht in Busch und Wipfeln. O würde mir ein solch Geschick! Dürft' unter Liedern ich erblassen! Könnt' ich ein Echo voll Musik Dem Volk der Deutschen hinterlassen! Doch Größern nur ward solch ein Klang, Nur Auserwählten unter vielen – Mir wird im Tode kein Gesang Verklärend um die Lippen spielen. Tonlos werd' ich hinübergehn, Man wird mich stumm zur Grube tragen, Und wenn die Feier ist geschehn, Wird niemand weiter nach mir fragen.
Abendsprache Und geht es zu Ende, so laßt mich allein mit mir selber auf einsamer Heide sein; will nichts mehr hören und nichts mehr seh'n, will wie ein totes Getier vergeh'n. Das graue Heidemoos mein Sterbebett sei, Die Krähe singt mir die Litanei. Die Totenglocke läutet der Sturm, begraben werden mich Käfer und Wurm. Auf meinem Grabe soll stehen kein Stein, kein Hügel soll dorten geschüttet sein; kein Kranz soll liegen, da wo ich starb, keine Träne fallen, wo ich verdarb. Will nichts mehr hören und nichts mehr sehn, wie ein totes Getier, so will ich vergeh'n; und darum kein Hügel und deshalb kein Stein: spurlos will ich vergangen sein.
Ich habe lange genug in der offenen Türe des Todes gestanden; es wird Zeit hinauszutreten und sie hinter mir zuzumachen.
Je älter man wird, je hastiger tritt sie einem auf die Hacken, die Zeit, die sogenannte.
Sollte mich in plötzlichem Ruin Feuerblick und heitre Laune flieh'n, Sollte sich durch Ader und Gebein Bange Qual und dumpfe Schwere zieh'n, Nicht, o nicht mit herben Ärzenei'n, Denn ich hasse diese Medicin, Kommt zu mir mit einem Becher Wein, Kommt Laute, Flöte, Tamburin! Wirket das zu wenig auf mich ein, Kommt mit einem süßen Mundrubin! Wird umsonst auch diese Mühe sein – Dann Ade! dann sprich: Begrabet ihn!
Wenn ich einmal von hier mich wende, sei dies mein Abschiedswort: unübertrefflich ist, was ich gesehen.
Sterben? Das würde ich nicht annehmen, mein Lieber. Kein Barrymore würde es zulassen, in so eine konventionelle Angelegenheit verwickelt zu werden.
Mit jedem Menschen sterben auch die Toten, die nur in ihm noch gelebt hatten.
Einen in Ruhe sterben zu lassen, gilt als Pflichtverletzung, als Lieblosigkeit und Gleichgültigkeit.
Die Urnen edler Geister fachen hell das Feuer in einer starken Seele an [...]. Nur wer kein Erbteil hinterläßt an Liebe, den freut die Urne wenig.
Wenn du stirbst, so wirst du entweder alles erfahren, oder du wirst nicht mehr fragen.